Energiewunder Solar

10 Gründe für den Umstieg auf Solarenergie

16.09.2014 15:56:22

Heizenergie und Strom werden immer teurer. Trotz relativ hoher Anschaffungskosten und der Notwendigkeit einer baulichen Maßnahme wird die Investition in alternative Energien für viele Verbraucher von immer größerem Interesse. Falls Sie bereits darüber nachgedacht haben, in eine Solar- oder Photovoltaikanlage zu investieren, nennen wir Ihnen hier 10 Vorteile für Solarenergie.

1.) Eine Investition in Versorgungssicherheit

Solaranlagen-Betreiber können sich die Sonne als langfristig verfügbare Energiequelle zunutze machen. Je nach Größe und Lage der Anlage, den Finanzierungs- und Betriebskosten sowie der aktuell gültigen Einspeise-Vergütung nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) amortisieren sich die meisten Solaranlagen innerhalb von 12 bis 20 Jahren.
Fossile Brennstoffe wie Erdöl, Gas oder Kohle sind hingegen nicht in unbegrenztem Maß verfügbar. Aus diesem Grund steigen die Kosten für diese konventionellen Energien. Nutzer von Solarenergie sind auch in Zukunft nicht von erhöhten Energiekosten für konventionelle Energielieferanten betroffen. Das ist nur einer der Gründe, weshalb auch die Zahl der Neuinstallationen von Solaranlagen in Deutschland stetig ansteigt.

Wachstum Solarstrom

2.) Mit einer Solaranlage fördern Sie Ihre Region

Solar- und Photovoltaikanlagen fördern in der Regel die regionale Wirtschaft. Nutzer greifen bei der Anschaffung und der Installation einer Anlage gern auf örtliche Unternehmen zurück. Auch bei Handwerksbetrieben, die den Service, die Pflege und die Wartung der Anlage übernehmen, empfiehlt es sich, regionale und lokale Fachbetriebe zu beauftragen.
So sparen Sie als Nutzer wertvolle Zeit, wenn einmal etwas nicht richtig funktioniert. Außerdem kennen die Anlagenbetreiber oft den jeweiligen Betrieb und haben in der Regel bereits ein größeres Vertrauen in den Service der Firmen. Auch die Liquidität und Seriosität eines örtlichen Unternehmens können oft besser eingeschätzt werden.

3.) Auch in Deutschland sind Sie auf der Sonnenseite!

Die Sonnenstrahlung ist in Deutschland nicht überall gleich stark. Dennoch lohnt sich der Betrieb einer Solaranlage sowohl im Norden als auch im Süden der Bundesrepublik. Die jährliche mittlere Strahlung liegt in Deutschland bei etwa 1.000 kWh pro Quadratmeter. Besonders günstig sind die Voraussetzungen allerdings in den südlicheren Gefilden der Republik.
Letztlich wird die Leistung der Solaranlage aber nicht nur durch die geografische Lage und die Intensität der Sonneneinstrahlung bestimmt. Weitere Faktoren, wie die Neigung und Form des Dachs, die Ausrichtung, die Verschattung und die Nennleistung der Anlage bestimmen den Ertrag. Ab wann der Betrieb einer Solaranlage wirtschaftlich ist, muss daher für jeden Fall individuell bestimmt werden!

Strahlungskarte Deutschland

In den südlichen Teilen der Bundesrepublik sind die Bedingungen für den Betrieb einer Solaranlage am besten | Quelle: Deutscher Wetterdienst

4.) Ungenutzte Dachfläche wird sinnvoll verwendet

Ihre ungenutzte Dachfläche können Sie sinnvoll nutzen, um sauberen Strom zu produzieren. Wie viel Energie erzeugt werden kann, hängt unter anderem von den baulichen Voraussetzungen, den regionalen Bedingungen und der Größe der Anlage ab. In der Regel beträgt die Dachfläche eines Einfamilienhauses 30 bis 50 Quadratmeter. Zehn Quadratmeter reichen üblicherweise aus, um die Leistung von einem Kilowatt zu decken. Die Dachfläche eines Einfamilienhauses kann so bis zu etwa drei bis fünf Kilowatt Leistung (2.500 bis 5.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr) erbringen. Mit dieser Leistung kann eine Familie mit bis zu vier Personen für ein Jahr mit Strom versorgt werden. Damit lohnt sich der Betrieb einer Photovoltaikanlage in jedem Fall. Die installierte Modulfläche sollte aber mindestens 15 Quadratmeter betragen.

5.) Mit Solarenergie etwas Gutes tun

Solare Energie ist sauber und nachhaltig. Umfragen der forsa, der Gesellschaft für Sozialforschung und statistischen Analysen zufolge ist dieser Aspekt einem Großteil der Nutzer von Solarenergie besonders wichtig. Als Betreiber einer Solar- oder Photovoltaik-Anlage tragen Sie Ihren Teil zur Reduzierung des schädlichen CO2-Ausstoßes bei und sparen fossile Energiequellen ein.
Eine Photovoltaik- oder Solaranlage auf Ihrem Eigenheim erzeugt weder Lärm noch umweltschädliche Gase oder andere Emissionen.

Umweltschutz mit Solarenergie

6.) Solarenergie als Wirtschaftsfaktor

Mit der Nutzung von Solarstrom wird ein eigener Wirtschaftszweig unterstützt.
Nicht nur die zahlreichen Arbeitsplätze in der Produktion oder im Handwerk stellen einen wirtschaftlichen Faktor dar. Die Solarindustrie sorgt darüber hinaus auf mehreren Ebenen für zusätzliche Steuereinnahmen.
Auch im Technologiebereich hat die deutsche Solarindustrie einen erheblichen Stellenwert. Mit dem Export von Maschinen und technischem Wissen rund um den Bereich Solarenergie stärkt Deutschland nicht nur seine eigene Wirtschaft, sondern unterstützt auch andere Länder bei der Weiterentwicklung in diesem Bereich. Mit den entsprechenden Beiträgen beteiligt sich Deutschland damit aktiv am Klimaschutz.

7.) Attraktive Fördermöglichkeiten für Solarenergie

Der Umstieg auf solare Energie ist nicht zuletzt aufgrund attraktiver Fördermöglichkeit interessant. So fördert zum Beispiel die KfW Privatpersonen bei der Anschaffung einer Solaranlage. Die Investitionskosten können mit einem zinsgünstigen Darlehen und einem effektiven Jahreszins von 1,41 Prozent finanziert werden. Als Voraussetzung für die Nutzung der Finanzierung müssen Betreiber zumindest einen Teil der gewonnenen Energie ins öffentliche Netz einspeisen. Die Höhe der Förderung beträgt maximal 25 Millionen Euro pro Vorhaben.
Weiterhin bieten sich auch in steuerlicher Hinsicht zahlreiche Möglichkeiten an, die Investition abzusetzen. Lesen Sie mehr darüber im Artikel „5 Tipps wie Sie die Steuervorteile Ihrer Solaranlage richtig nutzen„. Die staatlich garantierte Einspeisevergütung gibt Anlagenbetreibern eine zusätzliche Investitionssicherheit über 20 Jahre. Diese Vergütung ist nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geregelt. Anlagen, die im April 2014 in Betrieb genommen werden, erhalten je nach Modell zwischen 9,19 und 13,28 Cent pro kWh als Einspeisevergütung.

8.) Geringe Wartungskosten und lange Lebensdauer

Die Anschaffungskosten für Solaranlagen fallen stetig! Das ergab eine 2014 durch die EuPD-Research, dem führenden Anbieter von Market Intelligence für nachhaltige Industrien und Dienstleistungen, durchgeführte Umfrage. Doch auch einmal in Betrieb genommen, erfordern Photovoltaik- oder Solaranlagen kaum finanzielle Aufwendungen. Die Solarmodule haben den Herstellern zufolge eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren. In der Regel wird auf die Module eine Garantie von etwa 25 Jahren gewährt. Da die Anlagen relativ wartungsarm sind, kaum Unterhaltungskosten anfallen und die Anlage selbst wenige Verschleißteile hat, sind die Betriebskosten überschaubar. Sie beschränken sich in der Regel auf Rücklagen für eventuelle Reparaturen, die Reinigung und Versicherungskosten.
Die Kosten für eine Versicherung der Anlage liegen je nach Modell, Versicherer, Anbieter und Größe der Anlage zwischen etwa 150 und 200 Euro pro Jahr. Wartungsverträge kosten je nach Anbieter und Anlage zwischen 150 und 250 Euro für ein Einfamilienhaus.
Die Reinigung der Kollektoren beziehungsweise Module oder Zellen liegt bei circa 2,50 Euro pro Quadratmeter. Anfallende Betriebskosten sind steuerlich absetzbar. Defekte oder alte Module können üblicherweise kostenlos recycelt werden, nachdem Sie ihren Dienst erbracht haben.

Tipp der Redaktion

Planen Sie eine monatliche Kontrolle der Wechselrichter ein und lassen Sie einmal im Jahr eine Sicht-Kontrolle der Module und Zellen durchführen. Damit lassen sich Kosten für Reparaturen auf ein Minimum reduzieren.
Sarah Conrad
Sinkende Anschaffungskosten Solar

Neben gesunkenen Anschaffungskosten sind Solaranlagen auch im Betrieb preisgünstig | Quelle: BSW-Solar (2/2014)

9.) Steigern Sie den Wert Ihres Eigenheims

Mit der Installation eines eigenen „Solar-Kraftwerks“ auf Ihrem Dach steigert sich der Wert Ihrer Immobilie langfristig. Besonders sinnvoll ist die Installation einer Anlage, wenn eine Dach- oder Heizungssanierung ansteht oder bei einem Neubau. Ein späterer Käufer profitiert nicht nur von einer laufenden Reduzierung der Energiekosten, sondern spart sich auch die Anschaffungskosten für die Anlage selbst.
Da auf deutschen Dächern die meisten Solar- und Photovoltaikanlagen noch nicht sehr lange existieren, halten sich auch Reparatur- und Wartungskosten im Rahmen. Mit der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage steigt auch der Wert Ihres Eigenheims. Anders gesagt: Je mehr Energie ins Netz eingespeist werden kann, desto höher ist auch der Wert der Immobilie.
Allein mit der Anschaffung einer Solar- oder Photovoltaikanlage wird der Wert eines Hauses gesteigert. Wenn sich die Anlage bereits amortisiert hat und ein günstiger Standort gegeben ist, können Verkäufer und Käufer gleichermaßen von der Investition profitieren.

10.) Bleiben Sie unabhängig – nie mehr hohe Nebenkosten!

Heizen mit konventionellen Energien wird von Jahr zu Jahr teurer. Zudem gehen auf lange Sicht die fossilen Brennstoffe wie Erdöl oder Kohle zur Neige.
Mit der Investition in eine eigene Solar- oder Photovoltaik-Anlage machen Sie sich deshalb auf lange Sicht unabhängig von zukünftigen Preissteigerungen im Energiebereich.
Einer 2014 durchgeführten Studie der Deutschen Bank zufolge, ist der aus Solarenergie gewonnene Strom bereits jetzt günstiger als die herkömmliche Energie aus der Steckdose. Auch die gesunkenen Anschaffungskosten für Solaranlagen selbst überzeugen viele Verbraucher von der Umrüstung auf das eigene solare Kraftwerk.

Heizen mit Öl und Gas wird teurer

Viele Vorteile durch solare Energie

Es gibt viele gute Gründe, in eine eigene Solaranlage zu investieren. Nicht alle lassen sich in finanziellen Größen angeben. Auch ein Gefühl von Sicherheit und eine langfristige Wertsteigerung des eigenen Zuhauses bringt die Grüne Energie mit sich. Günstige Finanzierungsmöglichkeiten machen die Anschaffung für viele Eigenheimbesitzer zusätzlich reizvoll.

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