Energiequellen der Natur

Erneuerbare Energien

28.12.2012 17:53:42

Eine Initiative des Bundesministeriums erklärt das Jahr 2010 zum Wissenschaftsjahr und rückt die Energie der Zukunft in den Mittelpunkt. Sowohl die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko als auch die aktuelle Debatte über die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und deren tatsächliche Subventionierung*, zeigen auf, wie wichtig es ist, sich dem Potential der alternativen Energiequellen zuzuwenden. Wir wollen einen Einblick der vielfältigen Nutzbarkeit regenerativer Energien aufzeigen.

Erneuerbare Energien

Die Zukunft der Energie

Ca. 16% regenerativer Energieanteil an GesamtproduktionIn Deutschland werden 50% des Stromverbrauchs mittels Kohlekraftwerken gedeckt. International liegt der Schnitt bei 38%. Der Forschung, dem Fortschritt und den positiven Auswirkungen auf die Umwelt kann sich jedoch niemand ernsthaft verweigern, da dies auch wirtschaftliche Wachstumsfaktoren sind und wir zudem als rohstoffarmes Land zu einem Großteil von Auslandsimporten zur Sicherung des Energiebedarfs abhängig sind. Doch die hohen Kosten für die neue Form der Energiegewinnung fungiert als unattraktive Bremse für Wirtschaft und Entwicklung. Die Subventionen des EEG versuchen das auszugleichen.

Deutschland ist derzeit abhängig

  • von Gas- und Erdölimporten aus Russland und Norwegen (Wert: 30 Mrd. €) *
  • von Kohleimporten aus aller Welt (Menge: 3 Mio. Tonnen jährlich) *

Die erneuerbaren Energien

Bioenergie
biogas
Eine Vision? Ein Bauer erwirtschaftet mit Müll mehr Geld als mit seinem Mastbetrieb. Schwer vorstellbar, doch inzwischen Realität. Einige Bauern betreiben erfolgreich Biomüllanlagen und verwerten, damit nicht nur organische Restbestände…

 

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Windkraft
Windpark Offshore
Die Zeichen stehen auf Sturm – Grund zur Freude? Gemäß dem Bundesverband für Windenergie schon. Denn Windräder sind die wichtigste alternative Energieform in Deutschland, zu Lande (Onshore) und zu Wasser (Offshore). Ein einziges Windrad…

 

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Energiewelt
Energiewelt
Eine Übersicht mit Informationen zum Energiepass. Ebenso findet sich hier eine Auflistung zahlreicher Energieträger, die nicht CO2-neutral sind, aber als regenerative, also erneuerbare Energiequellen bezeichnet werden, weil sie nachwachsen.

 

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Solarenergie
Solarenergie
In Europa lassen sich 30%-60% der Energie nutzen, wie sie in Äquatornähe verfügbar ist. Immerhin entfallen auf Europa im Durchschnitt täglich 1 Terrawatt Wärmeenergie. Derzeit nutzen bereits über 1,5 Mio deutsche Privathaushalte Solarenergie…

 

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Wasserkraft
Wasserkraft
Wasser birgt potentielle Energie mit einer immensen Strömungs- und Druckkraft. Bereits vor 3000 Jahren erkannten die Menschen die Kraft alternativer Energieträger und entwickelten Wasserräder und Windmühlen. Heute wird Energie aus Wasserkraft…

 

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Geothermie
Geothermie
Zwar hat sich seit 1996 der prozentuale Anteil der Energiegewinnung aus alternativen Energien vervierfacht, doch die hierzulande gewonnene Energie aus Erdwärme ist derzeit mit 0,4% verschwindend gering. Dabei ist nicht nur die Idee, Erdwärme…

 

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Die Lösung aller Energieprobleme?

Nicht eine Energiequelle allein kann das Energieproblem lösen, sondern alle Maßnahmen zusammen und in einem gesunden Mix sind die Grundlage um krisenbedingte Schwankungen abzufedern und eine einseitige Energiepolitik zu verhindern. Doch dies macht ökologisch nur Sinn, wenn langfristig die emissionsstarken Kraftwerke weniger ausgelastet sind und manche von Netz genommen werden. Allerdings verlangt auch die Nutzung regenerativer Energien den schonenden Umgang mit Ressourcen und ein Bewusstsein für Verhältnismäßigkeiten.

Stromüberhang

Zur Zeit hat Deutschland einen Stromüberhang, d.h. es wird mehr Strom produziert als verbraucht und somit mehr exportiert als importiert. Fälschlicherweise denken viele Bürger heute noch, Frankreich würde uns mit Atomstrom versorgen. Diese Tatsache, Deutschland beziehe Atomstrom aus Frankreich, stammt aus einer Zeit, als Deutschland tatsächlich solche Stromimport tätigte: In den 1990er Jahren hatte das wiedervereinigte Deutschland kurzzeitig akuten Strombedarf und diese durch Importe gedeckt. Nun wird Kritik laut, die für den Export ideal geeigneten Kohlekraftwerke produzieren inzwischen unnötig CO2. Und tatsächlich gewinnen alternative Kraftwerke mittlerweile ähnlich viel Energie wie eingespart werden könnte: Der Anteil der Energie aus alternativen Quellen beläuft sich auf ca. 15% der gesamten Energieproduktion und hat sich damit in den letzten 15 Jahren verfünffacht, doch 22% unseres Strom wird exportiert. *


 

* Quelle: Green Peace Studie zur staatlichen Förderung der Atomenergie seit 1950

* Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes: Pressemitteilung Nr.118 vom 26.03.2010

* Quelle: Tabelle des Statistischen Bundesamtes

* Quelle: Jahresbericht 2008/2009 der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V.

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