Getränkeversorgung im Büro

Wasser aus Plastikflaschen – Ein Gesundheitsrisiko?

18.03.2014 16:00:09

Mitarbeiter, die sich mit Getränken aus dem Wasserspender versorgen, nehmen zum Abfüllen häufig Plastikflaschen. Wissenschaftlichen Studien zufolge können Kunststoffflaschen mit der Zeit chemische Stoffe ins Wasser abgeben. Es gibt jedoch auch unbedenkliche Alternativen zum herkömmlichen PET-Behälter. Wie Sie gesundheitliche Risiken minimieren können und welche Art der Wasserversorgung sich für Unternehmen rentiert, erfahren Sie hier.

Wasserversorgung im Büro: Wasserspender oder PET-Flaschen?

Wasserversorgung am Arbeitsplatz

Viel Flüssigkeit am Arbeitsplatz fördert die Produktivität | contrastwerkstatt – Fotolia

 

Wasserwesen MenschDie Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich zwei Liter Wasser zu sich zu nehmen. Denn von der Flüssigkeitszufuhr hängt viel ab: Zu 91 Prozent besteht unser Gehirn aus Wasser und muss stetig mit Feuchtigkeit versorgt werden. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, dass Sie im Büro ausreichend Wasser für Mitarbeiter bereit stellen. Neben den handelsüblichen Getränkekisten können Sie auch praktische Wasserspender anschaffen. Schon bei zehn Mitarbeitern, die am Tag theoretisch 20 Liter Wasser trinken sollen, kann man mit einem Wasserspender, der an das Leitungswasser angeschlossen ist, jährlich 600 Euro sparen.

Ein Liter Wasser in der Flasche kostet durchschnittlich 40 Cent: Bei 10 Mitarbeitern sind das pro Jahr 1.920 Euro. Bei einem Wasserspender fallen nur Wasserkosten von 5 Cent pro Liter an – plus rund 90 Euro für Miete und Wartung. Das ergibt jährlich lediglich Kosten von 1.320 Euro. Es macht daher je nach Unternehmen wirtschaftlich Sinn, über die Anschaffung eines Wasserspenders nachzudenken.

Vergleich kosten beim Flaschenkauf und Wasserspender

Gesundheitliche Risiken durch Kunststoffverpackungen?

Sollte Ihr Unternehmen einen Wasserspender anschaffen, brauchen die Mitarbeiter Wasserflaschen, um sich Getränke für den Arbeitsplatz abfüllen zu können. Gängige Flaschen im Handel sind meist aus Plastik. Mittlerweile steht fest, dass sich die im Material gebundenen Chemikalien mit der Zeit aus dem Kunststoff lösen und auf die Flüssigkeit übergehen können. Wir haben die gängigen Materialien für Wasserflaschen für Sie durchleuchtet:

Bisphenol A: Schädlicher Weichmacher für Babyflaschen

Prominentestes Beispiel für schädliche Kunststoffe ist wahrscheinlich die Plastikkomponente Bisphenol A (BPA). Die östrogenartig wirkende Chemikalie, die ursprünglich für Babyflaschen verwendet wurde, kann aus dem Material Polycarbonat auslaugen und so in die Flüssigkeit gelangen. Daher ist seit 2011 in der EU die Produktion und der Verkauf von Fläschchen aus Polycarbonat, die BPA enthalten, verboten.

Materialien mit BPA

PET-Flaschen: Unklare Risiken

Mineralwasser wird zum Großteil in PET (Polyethylenterephthalat)-Flaschen verkauft. Diese enthalten zwar keine löslichen Weichmacher – welche Stoffe genau aus dem Material in Getränke übergehen und gesundheitsgefährdend sind, ist jedoch unklar. 2010 untersuchte die Universität Frankfurt am Main unterschiedliches Mineralwasser aus Glas- und Plastikflaschen. Bei dem Vergleich stellte man in zwölf von 20 Fällen eine Belastung mit Chemikalien fest, die dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln. Da diese Belastung bei Wasser aus Plastikflaschen doppelt so hoch ausfiel wie bei Wasser aus Glasflaschen, nimmt man an, dass sie zumindest teilweise mit dem Material zusammenhängt. Welche Substanzen aber genau für die hormonelle Belastung im Mineralwasser verantwortlich sind, steht bisher nicht fest.

Hormone in Wasser Plastik Flaschen PET (Christian Schulz | Youtube.com)

PET-Flaschen können den Wassergeschmack beeinträchtigen

Tests haben gezeigt, dass Wasser in PET-Flaschen von Discountern für einige Testpersonen geschmacklich verfälscht schmecken kann. Acetaldehyd im PET-Kunststoff verursacht einen süßlichen Geschmack. Bei der Herstellung hochwertiger Mehrwegflaschen wird daher ein Acetaldehyd-Blocker verwendet, der den Stoff bindet und so verhindert, dass er in das abgefüllte Wasser übergeht. Eine Konzentration von Acetaldehyd in PET-Flaschen gilt trotz allem als unbedenklich.

Recyclingsiegel

Tritan und Glas: Unbedenkliche Alternativen!

Mineralwasser aus dem Glas

Glaskaraffen sind in jedem
Fall unbedenklich | A_Bruno –
Fotolia

 

Eine stabile, geschmacks- und geruchsneutrale Alternative sind Trinkflaschen aus Tritan (ein farbloser Kunststoff, der aus Kohlenstoff gewonnen wird). Das Material enthält weder Weichmacher, noch BPA und lässt sich leicht reinigen. Sie kosten pro Stück rund 4 Euro.
Für offizielle Anlässe empfehlen sich Glaskaraffen. Diese sehen nicht nur edel aus, sondern sind zudem geschmacksneutral. Namhafte Hersteller wie WMF oder Leonardo bieten Sets mit Wasserkaraffen und mehreren Gläsern ab 25 Euro an.

 

Genießen Sie reines Wasser aus Wasserspendern und hochwertigen Flaschen

Wer die Wasserversorgung im Büro durch die Anschaffung eines Wasserspenders und Trinkflaschen aus gesundheitlich unbedenklichem Material optimiert, spart Kosten und investiert langfristig in das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter. Zwar stellen PET-Flaschen nach aktuellem Stand kein gesundheitliches Risiko dar, um den Geschmack von Wasser nicht zu verfälschen, empfiehlt sich jedoch die Verwendung von Trinkflaschen aus Tritan oder Glas. Darüber hinaus sehen Wasserflaschen aus Glas edel aus und eignen sich hervorragend für die Wasserversorgung bei offiziellen Anlässen. Wenn Sie über die Anschaffung eines Wasserspenders für Ihr Büro nachdenken, erhalten Sie auf Käuferportal eine unverbindliche Beratung von drei Anbietern in Ihrer Nähe.

Diese 6 Vorteile sprechen für die Anschaffung eines Wasserspenders:

FragezeichenVorteil 1: Keine umständliche Planung der Getränkeversorgung

Die Wasserversorgung mit einem Trinkwasserspender ist unkompliziert in der Planung. Einmal installiert, stellt der Spender dauernd frisches Trinkwasser zur Verfügung. Der umständliche Vorratskauf oder teure Lieferverträge für Wasser entfallen damit komplett. Auch das Hantieren mit sperrigen Wasserkisten gehört der Vergangenheit an.

FragezeichenVorteil 2: Verschiedene Geschmäcker bedienen

Die meisten Wasserspender-Modelle bedienen gleich mehrere Anforderungen auf einmal. Ob sprudelndes oder stilles Wasser ausgegeben wird, lässt sich in der Regel durch einfache Bedienung auswählen. Auch für geschäftliche Besprechungen können problemlos mehrere Wassersorten abgefüllt und schnell bereitgestellt werden.

FragezeichenVorteil 3: Lagerplatz im Büro einsparen

Die Wasserversorgung mit Getränkekisten erfordert besonders bei einer größeren Belegschaft vergleichsweise viel Lagerplatz. In der Regel muss ein separater Raum für die Lagerung bereitgestellt werden.

FragezeichenVorteil 4: Stets gekühltes Wasser

Die Wasserkühlung erfolgt bei leitungsgebundenen Wasserspendern automatisch. Eine ausreichende Kühlung von Getränkekisten hingegen erfordert besonders im Sommer einen hohen logistischen Aufwand, da ein Kühlschrank benötigt wird. Die Anschaffung und der Betrieb eines separaten Getränkekühlschranks für Büroräume sind im Vergleich zu der Anschaffung eines Wasserspenders mit hohen Kosten verbunden.

FragezeichenVorteil 5: Zusatzfunktionen nutzen

Viele neuartige Wasserspender verfügen über praktische Zusatzfunktionen, die eine herkömmliche Getränkeversorgung mit Flaschen nicht bieten kann. So sind einige Geräte mittlerweile mit einer Heißwasserfunktion ausgestattet, die auch die schnelle Zubereitung von Heißgetränken ermöglicht.

FragezeichenVorteil 6: Günstige Mietkosten

Wenn Sie einen Wasserspender nur zeitweise nutzen wollen (beispielsweise für Messen), bietet auch die Mietoption einen preislichen Vorteil gegenüber der Versorgung mit Getränkekisten. Hochwertige Wasserspender-Modelle können bereits ab ca. 70 Euro im Monat angemietet werden.

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