Mehr Genuss mit der richtigen Wartung

So halten Sie Ihren Kaffeevollautomaten auch bei intensiver Nutzung fit

07.10.2015 10:11:00

Ob Meetings, Kaffeepausen oder externe Besucher anstehen – Kaffeevollautomaten in Unternehmen sind ständig in Betrieb und damit besonderen Belastungen ausgesetzt. Wir geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie grundlegende Wartungsschritte mit einigen Handgriffen selbst ausführen und so die Lebensdauer Ihres Kaffeevollautomaten einfach und günstig verlängern können.

Das richtige Wartungsintervall – so finden Sie den passenden Zeitpunkt

Auch wenn Sie den Kaffeevollautomaten in Ihren Büroräumen täglich reinigen und pflegen, sollte er zusätzlich in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Denn eine einfache Reinigung reicht bei vielen Kaffeevollautomaten nicht aus, um alle Dichtungen und Leitungen von Rückständen zu befreien. Schmutzreste wie Kalk oder Fett können sich sonst im Innern des Kaffeevollautomaten festsetzen und das Gerät nachhaltig schädigen.

Den richtigen Zeitpunkt für eine Wartung ermitteln Sie leicht mithilfe der folgenden Richtwerte.

Eine Wartung steht an:

  • einmal im Jahr, spätestens jedoch einmal alle 4 Jahre,
  • nach 2.500 bis 4.000 Tassen,
  • wenn das Gerät eine Fehlermeldung anzeigt oder die Wartungsanzeige aufleuchtet.

Tipp der Redaktion

    Wenn Sie sich unsicher sind, wann die einzelnen Teile des Kaffeevollautomaten gewartet werden sollten, können Sie sich in den meisten Fällen ganz unkompliziert beim Hersteller Ihres Kaffeevollautomaten erkundigen. Die wichtigsten Angaben finden Sie auch in der mitgelieferten Bedienungsanleitung oder unter der Gerätenummer im Internet.

Was macht der Fachmann?

Bestimmte Wartungsschritte sollten Sie in jedem Fall von einem Experten durchführen lassen. Er kann das Gerät in seine Einzelteile zerlegen und auch die Bestandteile reinigen und überprüfen, die bei der Wartung durch den Anwender selbst keine Beachtung finden. Bei einer Wartung durch einen Fachbetrieb werden dementsprechend

  • das Mahlwerk zerlegt und gereinigt,
  • die Brühgruppe professionell gereinigt und gefettet,
  • die Grundeinstellungen überprüft und angepasst (Wassertemperatur, Härtegrad des Wassers und Mahlgrad)
  • sowie beschädigte Dichtungen erneuert.

servicetechnikerDie fachkundige Wartung erfolgt entweder im Rahmen eines Servicevertrags oder wird von einem externen Dienstleister durchgeführt. Die Kosten für eine Wartung unterscheiden sich je nach Anbieter und Gerätetyp. Je nach Wartungsaufwand und Größe der Maschine kostet eine Einzelwartung zwischen 150 und 500 Euro. Fordern Sie am besten gleich mehrere unverbindliche Kostenvoranschläge an, um den besten Preis für die Leistung zu erhalten.

Achten Sie neben dem Preis auch auf die enthaltenen Leistungen. Die wichtigsten Fragen, die Sie sich hier stellen sollten, sind folgende:

  • Beinhaltet der Service eine professionelle Erstreinigung, die bereits im Kaufpreis enthalten ist?
  • Gibt es einen kostenlosen Erinnerungsservice?
  • Holt der Dienstleister den Kaffeevollautomaten kostenlos ab?
  • Wird Ihnen für die Zeit der Reparatur ein Ersatzgerät bereitgestellt?

Diese Wartungsschritte können Sie selbst durchführen

Um der Abnutzung durch normalen Verschleiß entgegenzuwirken und sie zu verringern, können Sie die wichtigsten Wartungsschritte auch selbst vornehmen. Sie benötigen nur ein bisschen handwerkliches Geschick. Milchschaumdüse, Brühgruppe oder Wasserfilter lassen sich relativ unkompliziert selbst pflegen und warten. Wir haben die einzelnen Arbeitsschritte hier für Sie zusammengestellt:

Tipp der Redaktion

    Unterstützung bei der Wartung und eventuell nötige Ersatzteile finden Sie im Internet. Wartungssets gibt es schon ab etwa 20 Euro zu kaufen, Anleitungen zum Austausch der herausnehmbaren Brühgruppe sind für die meisten Modelle gratis erhältlich. Auf youtube.de oder den Seiten einiger Hersteller – beispielsweise der Firma Saeco – finden sich auch viele hilfreiche Online-Tutorials.

Brühgruppe: Verwenden Sie für die regelmäßige Reinigung der Brüheinheit einen speziellen Pinsel, um Kaffeemehlreste zu entfernen. Erhältlich ist dieser online oder im Fachhandel ab ca. 3,50 Euro.

Bruehgruppe

Die Brühgruppe scheint kompliziert – lässt sich aber bei vielen Modellen leicht herausnehmen

Milchschaumdüse: Spülen Sie die Milchschaumdüse täglich sorgfältig mit heißem Wasser und Dampf aus. So können sich keine Milchreste in der Düse oder den Schläuchen des Kaffeevollautomaten festsetzen. Alte Milchreste können gesundheitsschädlich sein. Wenn Sie die Düse einmal täglich für ein bis zwei Minuten mit klarem Wasser spülen, verhindern Sie bereits, dass sich hartnäckige Verschmutzungen festsetzen können.

WasserfilterWasserfilter: Bei besonders kalkhaltigem Wasser empfiehlt sich die Verwendung eines Wasserfilters. Tauschen Sie diesen regelmäßig aus. So vermeiden Sie Verschmutzungen und Schäden im Gerät. Wird der Kaffeevollautomat intensiv genutzt, sollte der Filter mindestens monatlich getauscht werden.

Grundsätzlich gilt: Verzichten Sie bei der Reinigung aller Elemente auf handelsübliches Spülmittel und verwenden Sie stattdessen einen Spezialreiniger. Hier lohnt sich die Investition in einen Markenreiniger, der auf Ihren Kaffeevollautomaten abgestimmt ist, da sonst das Gerät geschädigt wird. Seifige Rückstände können in der Milchschaumdüse zum Beispiel dazu führen, dass sich Fette in der Milch lösen und sich so kein Milchschaum mehr bilden kann. Außerdem wird auch der Geschmack des Kaffees durch eventuelle Reste von Reinigungsmittel beeinflusst.

Tipp der Redaktion

    Bei Reinigungselementen sowie Zusatzelementen wie beispielsweise einem separaten Milchschlauch, lohnt es sich, die Produkte vom Hersteller oder der Fachfirma selbst zu beziehen. So stellen Sie sicher, dass die Zubehörteile mit Ihrem Kaffeevollautomaten kompatibel sind. Zubehör finden Sie online auf der jeweiligen Hersteller-Webseite oder bei einem Fachhändler.

Aufgepasst bei der Wartung auf eigene Faust

Besonders bei Kaffeevollautomaten, die einer intensiven Nutzung unterliegen – beispielsweise im Büro – ist eine regelmäßige Wartung Pflicht für einen guten Geschmack und Gerätezustand. Wenn Sie einige Wartungsschritte selbst in die Hand nehmen, lassen sich die anfallenden Kosten auf ein Minimum reduzieren. Führen Sie die Arbeiten jedoch nur durch, wenn Sie mit der Reparatur technischer Geräte vertraut sind und sich die Wartung in Eigenregie zutrauen. Im Zweifelsfall rentiert es sich, einen Komplettservicevertrag abzuschließen und die regelmäßige Wartung in die Hände von Experten zu geben.

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