Das schwarze Gold

Das ABC des Kaffee

15.04.2013 11:20:22

Kaffee ist ein Genussmittel und nicht nur in deutschen Büros beliebt. Im Durchschnitt trinken wir 3- 4 Tassen über den Tag verteilt. Doch wie viel wissen wir überhaupt über das schwarze Gold? Wir haben für alle Kaffeeliebhaber ein kleines Lexikon über die wichtigsten und interessantesten Punkte zusammengestellt.

Barista bei der Kaffee-Zubereitung (zoonabar | Flickr.com)
Barista bei der Kaffee-Zubereitung (zoonabar | Flickr.com)

A wie Aroma

Es stellt den Charakter des Kaffees dar und reicht von mild über würzig bis hin zur lieblich-fruchtigen Note. Dabei spielt eine Vielzahl von Faktoren eine wesentliche Rolle, um das optimale Aroma zu erzielen. Grundentscheidend sind auf jeden Fall die Pflanze und der Eigengeschmack, das Anbaugebiet sowie die dort vorherrschenden klimatischen Verhältnisse, die Aufbereitungsart, das anschließende Röstverfahren, der Mahlgrad und die Art der Zubereitung (Filterkaffee, French Press, Kaffeevollautomat, etc.).

B wie Barista

Aus dem italienischen übersetzt bedeutet Barista eigentlich Barkeeper. Mittlerweile ist der Begriff aber DIE Berufsbezeichnung für alle Kaffeemacher dieser Welt. Ob ein einfacher Cappuccino oder alle Künste der „Latte Art“, der Barista beherrscht jede Zubereitungsart und weiß, welche Bohne sich für welchen Kaffee am besten eignet.

C wie Crema

Ein Espresso ohne Crema ist wahrscheinlich wie Dany ohne Sahne. Die typisch haselnussbraune Schaumdecke darf auf keinem guten Espresso fehlen.

D wie Druck

Neben der Crema muss auch der Druck bei der Zubereitung eines perfekten Espresso stimmen. Um einen vollendeten Genuss zu garantieren, muss das Wasser in der Siebträgermaschine mit mindestens 9 Bar Druck durch das Kaffeepulver „schießen“.

E wie Entkoffeinierter Kaffee

Der Koffeingehalt des Kaffees wurde bei der entkoffeinierten Variante mittels organischen Lösungsmitteln oder Kohlendioxid auf circa 0,1 % reduziert.

F wie Fett

Bis zu 13 % der Inhaltsstoffe von Rohkaffee bilden Fette, genauer sind dies Kaffeeöle und Lipide. Diese Fette überstehen sogar das Röstverfahren. Dennoch macht Kaffee nicht dick, da die Fette nicht wasserlöslich sind und sich zu einem Großteil im Kaffeesatz absetzen.

G wie Gesundheit

Entgegen der weitläufigen Meinung ist Kaffee gesünder als viele denken. Das hatten wir bereits in einem vorherigen Artikel herausgefunden. Vorausgesetzt man übertreibt es nicht mit dem täglichen Konsum, ist er sehr hilfreich gegen Müdigkeit, leichte Stimmungsschwankungen, unterstützt die Fettverbrennung und eignet sich hervorragend als vorbeugende Maßnahme für ein gesundes Herz und strahlend schöne Zähne.

H wie Handhebelmaschine

Mit dieser Maschine kann der Druck beim Brühvorgang für einen Espresso manuell geregelt werden.

I wie Ibrik

Ursprünglich stammt die kleine Kanne mit einem Fassungsvermögen von 4 – 6 Tassen aus dem Orient und wurde erstmals im 16. Jahrhundert zur Zubereitung eingesetzt. Die Kanne wird mit Wasser und fein gemahlenen Kaffeepulver gefüllt und anschließend erhitzt.

K wie Kohlenhydrate

Rohkaffee besteht zu 40 % aus Kohlenhydraten. Damit bilden sie den größten Bestandteil im Kaffee ab.

Kaffeevollautomaten

L wie Lagerung

Wird Kaffee falsch gelagert, verliert er ziemlich schnell sein typisches Aroma. Die größten Feinde für den Geschmack sind vor allem Licht, Wärme und Sauerstoff. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt sich die Lagerung an einem dunklen, kühlen und trockenem Ort.

M wie Mahlung

Abhängig von der Zubereitungsart wird die Mahlung von Kaffee in zwei Kategorien unterteilt: sehr fein (Espresso) oder mittelfein bis fein (Filterkaffee).

N wie Nespresso

Spätestens seitdem George Clooney sein strahlendes Lächeln für Nespresso in die Kamera hält, müssten zu mindestens alle Frauen die Marke kennen. Doch gibt es das System für vorportionierten Espresso, entwickelt von Nestle, bereits seit 1970.

P wie Provenienz

Provenienz stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Herkunft. Im Kaffeeanbau wird der Begriff als Zuordnung für eine ganz bestimmte Anbauregion genutzt.

Q wie Qualität

Bei Kaffee wir die Qualität im Groben an Geschmack, Anbau, Ernte- und Verarbeitungsverfahren und der anschließenden Lagerung sowie dem Röstverfahren gemessen.

R wie Röstung

Damit sich das Aroma vom Rohkaffee richtig entfalten kann, muss dieser geröstet werden. In der Kaffeebranche unterscheidet man zwischen zwei Röstverfahren:

  • Schonröstung: Die Kaffeebohnen werden ca. 20 Minuten bei 200°C geröstet
  • Schockröstung: Die Kaffeebohnen werden ca. 5 Minuten bei 600-800°C geröstet

Der klare Vorteil bei der Schonröstung ist der Abbau aggressiver Säuren, wodurch der Kaffee magenfreundlicher wird.

S wie Schonkaffee

Menschen, die die Säuren im Kaffee nicht vertragen, greifen oft auf die Variante des Schonkaffees zurück. Diesem werden industriell Reiz- und Bitterstoffe entzogen und er ist daher um einiges magenfreundlicher.

T wie Temperatur

Um das Aroma bei der Zubereitung nicht zu vernichten, sollte das Brühwasser eine Temperatur von ca. 95° haben. Ist das Wasser heißer, kann das Pulver verbrennen und somit auch das wertvolle, charakteristische Aroma.

U wie Unbehandelt

Bei unbehandeltem Kaffee bleibt der Ursprungscharakter, der nach der Röstung als solcher definiert wird, bestehen. Behandelte Sorten werden in ihrem Charakter bspw. durch den Entzug von Koffein verändert.

V wie Veredelung

Bevor der Rohkaffee zum Verzehr geeignet ist, wird dieser dem sogenannten Veredelungsprozess unterzogen. Dieser besteht aus den Vorgängen Röstung, Blending, Mahlung und weiteren, individuellen Behandlungsmethoden.

Z wie Zubereitung

Die Zubereitungsmethoden sind wahrscheinlich so vielfältig wie die Auswahl an Kaffeesorten dieser Welt. Dabei bevorzugt jedes Land ihren eigenen Liebling. Hier eine kleine Auswahl von Spezialitäten rund um den Globus:

  • Filterkaffee: schwarz oder mit Milch – es ist das beliebteste Bürogetränk der Deutschen
  • Kapuziner: Starker schwarzer Kaffee mit einem Schuss Milch – so mögen es die Nachbarn aus Österreich
  • Café au lait: ein starker Cappuccino mit wenig Milchschaum – so schlürft man in Frankreich
  • Ristretto: Eine Espressovariante, bei der weniger Wasser verwendet wird – ganz Bella Italia
  • Bombón: Kondensmilch wird mit Espresso aufgegossen – das genießen die Spanier
  • Bica: sehr starker Kaffee – die Portugiesen trinken diesen nur schwarz
  • Cafe Frappe: kalter Instantkaffee mit Eiswürfeln – so kühlen sich die Griechen ab
  • Iced coffee: Eisstückchen werden mit heißem Kaffee übergossen – Welcome in America
  • Café Americano: Espresso verlängert mit Wasser oder Schnaps – so trink man Kaffee in Südamerika
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