Man beachte beim Hausbau

Ein Familiennest für meine Prinzessinnen, von der Firma Bautrend

04.06.2014 14:36:16
„Hallo. Wir 3 haben im Jahr 2010 den Entschluss gefasst uns ein Haus zu bauen. Im Oktober 2011 war dann der Einzug in unser neues Heim. Bis heute haben wir es nicht bereut, diesen Schritt gegangen zu sein. Die Bauphase haben wir in einem Blog festgehalten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man vor Bauvorhaben keine Angst haben muss, sofern man sich vernünftig vorbereitet und den gesunden Menschenverstand benutzt.“

Erfahrungsbericht Hausbau Bautrend Sylvio

Bis heute bekommen wir aufgrund des Blogs viele Anfragen von unentschlossenen Bauherren. Daher wollen wir eine kurze Zusammenfassung zur Verfügung stellen, auf was es aus unserer Sicht drauf ankommt.

„Kenn deinen Budget-Rahmen“

Um zu Bauen benötigt man Geld, viel Geld. In der Regel muss man sich das bei den Banken leihen. Da fängt es aber schon an. Bevor ich den Marmor fürs Treppenhaus kaufe, sollte ich wissen, ob mein finanzieller Rahmen dies hergibt. Reicht es überhaupt für ´ne Treppe? Dazu muss man viele Dinge beachten. Wieviel Eigenkapital ist da? In welcher Branche bin ich tätig? Wie sicher ist mein Job? Was habe ich monatlich für Ausgaben und Einkünfte? Was kann ich an Abtrag zahlen? Für diese Fragen gibt es im Internet viele Antworten. Man sollte sehr viel vergleichen und schauen welche Fördermöglichkeiten es gibt (Kfw Bank). Bei der Finanzierung sollte man drauf achten, dass das Volumen lieber etwas größer ist als der Gesamtpreis, denn nachfinanzieren ist sehr teuer. Derzeit würde ich lieber Eigenkapital zurückhalten, denn die Zinsen sind niedrig. Wichtig ist auch, die Finanzierung zu verstehen. Wenn es begriffliche Fragen gibt, zögert nicht, den Berater genau zu befragen, damit er es euch erklärt. Dafür ist er da.
Wenn ich meinen Finanzrahmen kenne, habe ich zumindest Gewissheit, was ich davon bekomme. Möglicherweise muss ich mich von einem Anziehzimmer oder Spiegelkabinett verabschieden, aber ich weiß zumindest in welchem Rahmen ich mich bewegen muss. Jetzt kann man sich diverse Unterlagen von verschiedensten Unternehmen einholen. Die schicken gern Kataloge raus und vielleicht entdeckt man die eine oder andere Inspiration. Zumindest bekommt man nun ein Gefühl dafür, was man sich leisten kann.
Plant das keineswegs zu eng. Es bringt nichts, wenn man das schönste Haus hat, aber seinen Kindern nichts mehr bieten kann. Die finanzielle Last darf einen nicht erdrücken.

Einfamilienhaus
Rohbau
Fenster Rohbau

„Grundstück“

Bevor ich ein Haus baue, sollte man ein Grundstück haben. Ich betone: Davor. Nicht selten unterschreiben Menschen einen Vertrag beim Bauträger, ohne ein Grundstück zu besitzen. Wenn es dann mit dem Kauf aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, sieht man schlecht aus. Wenn man eins im Visier hat, sollte man sich den Bebauungsplan der Gemeinde ansehen. Der kann dann schon mal ein Satteldach vorschreiben, dann wird’s nix mit der geplanten Stadtvilla. Oder die Anzahl der Vollgeschosse vorschreiben. In jedem Fall sollte man das Geld für ein Bodengutachten ausgeben, gerade, wenn man einen Keller bauen will. Hohes Grundwasser kann das Ganze extrem verteuern.

Aussicht vom Grundstück
Aussicht vom Grundstück

„Haus – Fertighaus oder Massiv?“

Es gibt sicher viele Gründe für ein Fertighaus. Aber genauso viele gibt es auch für ein Massivhaus. Diese Entscheidung muss dann jeder selber treffen. Um ein Gefühl zu bekommen, sollte man sich so viele wie möglich ansehen. Damit meine ich nicht unbedingt Musterhäuser, denn die sind meist in irgendwelchen Ausstellungsparks und es herrscht dort kein normales Treiben, wie an eurem späteren Wohnort. Schaut in eurer Nachbarschaft nach neu gebauten Häusern und fragt die Leute einfach nach ihrem Bau. Keine Quelle ist so gut, wie Bauherren, die gerade ein Bauvorhaben abgeschlossen haben. Von den Erfahrungen kann man zehren und sicher das ein oder andere mitnehmen.
Wenn es dann zur Auswahl eines Bauträgers geht, sollte man sich die Bauleistungsbeschreibung zeigen lassen und genau ansehen. Dazu gibt es auch diverse Muster im Internet. Da gibt es anscheinend keinen vorgeschriebenen Standard, die Leistungen sind teilweise große Unterschiede zwischen einzelnen Bauträgern. Und am Ende kann die Miete eines Baustellenklos oder die Errichtung eines Kranstellplatzes schon einen nennenswerten finanziellen Unterschied ausmachen.
Sicher gibt es Bauträger, bei denen ist man relativ sicher. Die kosten allerdings auch viel. Es gibt sicher auch sehr günstige Anbieter. Da muss man dann natürlich sich selbst hinterfragen, warum das so günstig ist. Irgendwo wird gespart, im Zweifel an dem beschäftigten Handwerker. Und einen unzufriedenen Handwerker sollte man nicht auf seiner Baustelle haben. Die Entscheidung muss aber jeder für sich treffen und ein Restrisiko hat man immer.

Allerdings ist jetzt zu beachten, dass der Preis für das Haus und der Preis für das Grundstück noch nicht alles ist. Die Baunebenkosten (Erschließung, Vermessung, Baustrom, etc.) müssen auch abgedeckt werden. Was darunter fällt, kann jeder googlen. Ich würde den Anteil dafür großzügig planen, sonst muss man unter Umständen nachfinanzieren, was schlecht wäre. Viele fallen auch bei der Bemusterung auf die Nase. Wem der Standard nicht reicht, der sollte das eingeplant haben. Daher gilt es eben genau vorher auf die Leistungen zu achten, gerade bei schlüsselfertigem Bau.
Einige Sachen kann man auch selbst erledigen. Dazu sollte man sich aber selbst einschätzen können. Wer 2 Linke Hände voller Daumen hat, sollte die Heimwerkertätigkeiten eher gering ansetzen.

Insgesamt ist ein Eigenheim eine tolle Sache. Aber man muss es sich leisten können. Und sich bewusst sein, dass es nie aufhört. Es ist immer was zu tun. Wer gern auf der Couch liegt und eher lethargisch veranlagt ist, ist mit einer Wohnung vielleicht besser aufgehoben. Der Rest wird die Entscheidung hoffentlich nie bereuen.

Geschrieben von: Sylvio

Bautrend ist kein gelisteter Anbieter bei Käuferportal

Anmerkung der Redaktion

Sylvio und seine Familie hat ihr Bauunternehmen nicht über Käuferportal gefunden. Nichtsdestotrotz wollen wir jedem Häuslebauer die Chance geben, seine Erfahrungen mit uns und unseren Kunden zu teilen. Wenn Sie ein Bautagebuch führen wollen, dann melden Sie sich einfach per E-Mail bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Berichte.
Steffi Büssow
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