Optimierung von Webseiten-Inhalten

Warum guter Content so wichtig ist

23.09.2014 11:42:34

„Content is King!“ ist die Devise für den Klick-Erfolg im Online-Marketing. Suchmaschinen wie Google oder Yahoo erkennen inzwischen die Qualität der Webseiten-Inhalte und belohnen gute Texte mit hohen Platzierungen in den Ergebnislisten. Wie Sie Ihre Texte auf Erfolg trimmen, lesen Sie hier.

Im Internet gefunden werden

Für Unternehmen ist es heute wichtiger denn je, von Kaufinteressenten im Internet gefunden zu werden, gerade für diejenigen, deren Namen nicht so geläufig sind wie zum Beispiel IKEA. Denn die Suche nach geeigneten Anbietern für Dienstleistungen geht häufig über die Google-Stichwortsuche. Suchbegriffe wie „Solaranlage Bernburg“ oder „Einbauküche Holz“ müssen direkt auf die entsprechende Anbieter-Homepage führen. Hochwertige Inhalte helfen beim Gefundenwerden bei einer Vielzahl an Suchwörtern.

Fische

Um gefunden zu werden, müssen Sie sich von der Masse abheben

 

Google liest mit!

Noch vor ein bis zwei Jahren waren die Webseiten-Texte für ein erfolgreiches Suchmaschinen-Marketing nicht relevant. Für einen vorderen Platz auf der Sucherergebnisliste genügten sogenannte inbound links. Das sind Links, die von anderen Webseiten auf die eigene verweisen. Für Suchmaschinen wie Google bedeuteten viele Verlinkungen auf eine Webseite, dass diese besonders relevant sein müsste. Bald jedoch blühte das Geschäft mit den Links: Webseitenbetreiber kauften sich Verlinkungen in rauen Mengen. Sodass eine hohe Verlinkungsdichte nichts mehr über Qualität und Beliebtheit der Seite aussagte. Google musste sich etwas einfallen lassen, bastelte an seinen Algorithmen und plötzlich standen die Webseiten-Texte im Fokus. Guter Content, d. h. Inhalt, der dem Suchenden wirklich weiterhilft, entscheidet nun das Rennen um Platz eins in der Trefferliste.
Wenn Sie die nachstehenden Punkte befolgen, erhöhen Sie Ihre Chancen, an der Spitze mitzumischen.

Themen: Mehrwert bieten!

Am Anfang eines jeden Textes steht die Themenfindung: Was interessiert Ihre Kunden? Womit schaffen Sie einen Mehrwert für die Leserschaft? Welche Themen passen zu Ihrem Produkt? Welche Inhalte machen für Ihre Webseite Sinn? Konzentrieren Sie sich pro Text auf nur ein Thema. Für die Themenfindung holen Sie sich Input aus folgenden Quellen:

  • Unternehmensnews
  • Konkurrenzseiten
  • einschlägigen Foren, Blogs oder Social Media Kanälen
  • Pressemitteilungen aus der Branche
  • relevante Messen/Kongresse
  • Veranstaltungen mit Bezug zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen

Verständnis geht über verständlich

    Oberstes Gebot beim Schreiben von Texten: Schreiben Sie nie über Sachverhalte, die Sie selbst nicht 100-prozentig verstanden haben! Der Leser merkt das.
Content ist King

Suchmaschinen belohnen gute Inhalte mit besseren Positionen auf Trefferlisten

 

Aufbau eines Textes

Wenn Sie sich Texte auf Nachrichtenportalen oder Blogs anschauen, finden Sie überwiegend die gleichen Textstrukturen. Jeder Textteil erfüllt hier eine Funktion, die wichtig für die Aufmerksamkeitssteuerung des Lesers ist – angefangen bei der Headline oder manchmal sogar beim Pre-Header bis hin zum letzten Absatz. Im Folgenden gehen wir mit Ihnen die einzelnen Textbausteine durch und erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen.

10 Sekunden, um zu überzeugen

    Online-Leser sind sehr ungeduldig. Im Schnitt beschäftigen sie sich nur 10 Sekunden mit einer Webseite und entscheiden dann, ob sie bleiben oder weitergoogeln. Ihre Seite muss daher so klar strukturiert sein, Ihre Botschaften so prägnant, dass der Leser innerhalb dieser kurzen Zeitspanne verstanden hat, worum es auf Ihrer Seite geht.
Struktur von Webseiten-Texten

Achten Sie bei Ihren Webseitentexten auf die richtige Struktur

Das Wichtigste zuerst: die umgekehrte Pyramide

    Beachten Sie beim Schreiben folgende Regel: Fangen Sie stets mit dem Wichtigsten an und enden Sie mit den weniger wichtigen Informationen. Der Leser muss die zentrale Botschaft gleich im ersten Absatz erfassen können. Hangeln Sie sich an den klassischen W-Fragen: Wer/Was? Wann? Wo? Wie? Warum? entlang.

Headlines: Was Sie jetzt lesen, wird Ihr Leben verändern

Ihre Headline ist Ihr Zugpferd: Schafft Sie es nicht, beim Leser Interesse zu wecken, ist die Chance gering, dass er weiterlesen wird. Die Überschrift muss den Spagat zwischen stichhaltiger Information und Spannung schaffen. Mit dem Pre-Header definieren Sie in ein bis drei Wörtern das Oberthema. Ihre Überschrift muss nun nicht allzu nüchtern formuliert werden und lässt so Raum für Phrasen, die ohne Pre-Header nicht funktionieren würden, weil sie ohne ihn nichts sagend wären. Ein Beispiel aus Spiegel online:

Beispiel BMW

Beispiel für die Kombination aus Pre-Header und Headline

 

Die Headline auf einen Blick

Überschriften sollten:

  • kurz,
  • informierend,
  • interesseweckend und
  • den Nutzen kommunizierend sein.

Teaser: Will ich oder will ich nicht weiterlesen?

Der Teasertext (dt. Locktext) ist Ihr zweiter Hebel, um den Leser in den Text hineinzuziehen und so Ihre Webseite für ihn interessant zu machen. Der Text wird meistens durch Fettung vom Haupttext abgesetzt und enthält eine knappe Einleitung in die Thematik. Mehr als fünf kurze Sätze sollte der Teaser nicht umfassen. Formulieren Sie hier den Mehrwert des Artikels und wecken Sie die Lust auf den Rest des Textes. Beispielsweise durch eine Fragestellung, eine These oder einen Cliffhanger (offenes Ende).

Überraschte Frau

Erzeugen Sie Spannung mit Cliffhangern

 

Text: Kurz, einfach und bildhaft!

Ist Ihnen der Leser bis hierher gefolgt, haben Sie bis jetzt alles richtig gemacht. Für den Haupttext haben wir Ihnen 10 Tipps zusammengestellt, die Sie beim Schreiben immer im Hinterkopf behalten sollten.

Die 10 wichtigsten Tipps für Online-Texte

  1. Halten Sie die Absätze kurz!
    Lesen am Bildschirm fällt den meisten Menschen schwerer. So ist es auch erwiesen, dass wir am Bildschirm deutlich langsamer lesen. Eine gute Struktur ist daher das A und O! Gliedern Sie Ihren Text in mehrere Absätze. Diese sollten nicht länger als fünf Zeilen sein.
  2. Setzen Sie Zwischenüberschriften!
    Wir lesen nicht nur langsamer, wir lesen sogar selten Wort für Wort, wenn wir am Rechner, Tablet oder Smartphone lesen. Wir überfliegen den Text und hangeln uns an Wörtern entlang, die uns ins Auge springen. Sorgen Sie dafür, dass die interessanten Informationen bei Ihren Lesern sofort Aufmerksamkeit erregen: Versehen Sie die Absätze mit Zwischenüberschriften, die zusammengenommen grob den Inhalt des Textes wiedergeben.
  3. Schreiben Sie den Leser direkt an!
    Stellen Sie nicht sich selbst in den Vordergrund, sondern den Nutzen für den Leser: Wechseln Sie vom „Wir“ zum „Sie“. Eine persönliche Ansprache an sinnvoller Stelle involviert den Leser. Es erleichtert es auch Ihnen zu überprüfen, ob das, was Sie schreiben, wirklich relevant ist für Ihren Leser.
  4. Aktiv statt Passiv!
    Dieser Tipp hängt direkt mit dem vorhergehenden zusammen. Oftmals wollen Texter die direkte Ansprache vermeiden und verwenden Passivkonstruktionen, diese erschweren jedoch den Lesefluss und gestalten den Text unpersönlich. Der Leser fragt sich: Was hat das mit mir zu tun?
  5. Verben werben!
    Verben sind Tätigkeitswörter, sie dynamisieren einen Text. Daher vermeiden Sie es, Verben zu Substantivieren, d. h. verzichten Sie auf Endungen wie -ung, -ismus, -ion, -heit etc.
  6. Vermeiden Sie Fachwörter!
    Sicher sind Sie ein Fachmann auf Ihrem Gebiet, aber Ihre Kunden und Leser sind es nicht im gleichen Maße. Versuchen Sie es mit sprachlichen Bildern oder Vergleichen. Wenn es nicht anders geht, vergessen Sie nicht die Erklärung. Sie sollte jedoch möglichst einfach sein.
  7. Lockern Sie den Text mit Bildern oder Videos auf!
    Manche Inhalte machen sich besser als Grafiken, Tabellen oder Diagramme. Wenn Sie die Mittel zur Verfügung haben, sind auch kurze Videos empfehlenswert. Binden Sie diese Medien in den Text ein, er wird dadurch aufgelockert und das Auge kann sich vom Lesen kurz ausruhen.
  8. Seien Sie sparsam mit Adjektiven!
    Adjektive sind schön. Doch in Informationstexten haben sie nur in Maßen etwas zu suchen. Sie strecken Texte unnötig, behindern den Lesefluss und verschleiern Informationen. Seien Sie also sparsam.
  9. Driften Sie nicht in Floskeln ab!
    „Wir sind die Besten!“ nimmt Ihnen heute kein Leser mehr ab. Setzen Sie auf Fakten, die Sie belegen können. Was in der Werbung funktioniert, ist in Informationstexten ein absolutes Don’t.
  10. Geben Sie klare Handlungsempfehlungen!
    Möchten Sie den Leser zu einer bestimmten Aktion verleiten, sagen Sie es klar und deutlich! „Schlagen Sie jetzt zu!“, „Abonnieren Sie den Newsletter!“, „Kontaktieren Sie uns!“ sind Beispiele für den sogenannten Call-to-Action.

Die Mischung macht’s!

Die Mischung macht es aus

Infos

    Möchten Sie tiefer in die Thematik einsteigen, empfehlen wir Ihnen die Lektüre „Don’t Make Me Think! Web Usability – Das intuitive Web“ von Steve Krug. Im Handel für knapp 30 Euro erhältlich.

Holen Sie sich Tipps vom Profi!

Nicht jeder ist zum Schreiberling geboren, vielen fehlt auch die Zeit, sich mit Themen und Texten auseinanderzusetzen. Text- und Werbeagenturen sind darauf spezialisiert, Ihnen hier mit ihrem Know-how unter die Arme zu greifen. Die ausgebildeten Texter liefern Ihnen nicht nur ansprechende Inhalte, sondern auch solche, die suchmaschinenoptimiert sind, d. h. die bei Google möglichst schnell gefunden werden. Welche Agentur für Ihr Unternehmen die besten Voraussetzungen mitbringt, finden wir für Sie heraus.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...Loading...