Erst zu Google, dann ins Fachgeschäft

Käuferportal Studie: Kaufverhalten im Internet 2014

04.06.2014 7:59:34
Dass der Onlinemarkt für Bücher, Kleidung oder Elektronik-Artikel boomt, ist gemeinhin bekannt. Neu ist aber, dass das Internet auch bei der Kaufentscheidung für Küchen, Solaranlagen oder Häuser, sprich hochwertige und beratungsintensive Produkte, eine immer entscheidendere Rolle spielt. Das ergab eine jetzt veröffentlichte Studie des Internet-Unternehmens „Käuferportal“.

Große Anschaffungen mit hohem Informationsbedarf werden zwar im letzten Schritt weiterhin im Fachhandel erworben – die Kaufentscheidung fällt jedoch bereits vorab durch Internetrecherchen. Beliebt als Informationsquellen sind bei den Kaufinteressenten v. a. unabhängige Vergleichsportale und Bewertungen anderer Kunden. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Sven Prüser, Professor an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft und ist die erste auf diesem Gebiet.

Hier können Sie die Studie zum Kaufverhalten im Internet als kostenloses PDF-Dokument herunterladen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse

1. Das Internet ist die Informationsquelle Nummer 1

Auch für Produkte ab 4.000 EUR informieren sich bereits 93 % der Befragten im Internet. Die Tendenz ist steigend. Die Zeit, die sie dafür aufwenden, liegt überwiegend bei mehr als einer Stunde. Die Studienteilnehmer sind aber auch bereit, mehr Zeit in die Online-Recherche zu investieren.

2. Die Mischung macht’s: Internet + Fachgeschäft = Kauf

Die Kernerkenntnis der Studie ist, dass Kaufinteressenten Internetrecherche und Verkaufsgespräch beim Fachhändler kombinieren. In der frühen Phase setzen Kunden auf die eigene Informationssuche, in der entscheidenden Kaufphase wenden sie sich an einen stationären Händler. Empfehlungen aus dem Netz spielen dabei eine große Rolle. 86 % der Kaufinteressenten bevorzugen Anbieter, die ihnen von einem unabhängigen Vergleichsportal empfohlen wurden.

3. Vergleichsportale im Trend

77 % der Befragten nutzen für ihre Recherchen am liebsten unabhängige Vergleichsportale. Das Informationsangebot, das diese bieten, wird als gleichwertig und sogar besser bewertet als Anbieter-Webseiten. Die Nutzer von Vergleichsportalen schätzen die Vorteile, anbieterunabhängige Preisvergleiche und Kundenbewertungen auf einen Blick zu finden.

4. Persönliche Kaufberatung – Angebote online anfordern

Vergleichsportale, die auf Online-Anfragen Angebote vermitteln, finden Anklang bei den Nutzern: Wichtig sind 77 %, dass sie mehrere Angebote von unterschiedlichen Anbietern zum Vergleich erhalten. Drei bis fünf Angebote werden als sinnvoll erachtet. Der Vorteil von Online-Anfragen liegt nach Meinung der Befragten darin, Zeit und Geld sparen zu können sowie geprüfte Anbieter zu finden.

5. Der stationäre Handel im Wandel

Für den stationären Handel hat das vor allem drei Auswirkungen:

  1. Werbebudget und –kanäle auf das Internet ausweiten: Printwerbung rückt in den Hintergrund und hat nur noch eine unterstützende Funktion. Vor allem Online-Vergleichsportale bieten Unternehmen die Chance neue Kunden zu erreichen.
  2. Service auf vorinformierte Kunden ausrichten: Kunden sind bereits vorinformiert und wissen, was sie möchten. Eine persönliche Beratung wird daher immer wichtiger sowie Reaktionsschnelligkeit der Anbieter. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird mehr in den Vordergrund rücken.
  3. Transparenz durch Vergleichsportale: Kunden vertrauen auf die Empfehlungen von unabhängigen Vergleichsportalen. Sich dort listen zu lassen mit allen Kundenbewertungen, ob positiven oder negativen, schafft Transparenz und hilft den Unternehmen durch das direkte Feedback besser zu werden.

Fakten zur Studie

Die Kunden

Kunden

Geschlecht: 77 % männlich
Alter: 36 – 65 Jahre
Nettogehalt: 2.500 bis 4.000 EUR Monat

Die untersuchten Produkte

untersuchte Produkte

Solaranlagen 44 %, Küchen 37 %, Fenster 28 %, Haustüren 21 %,
Wintergarten 21 %, Garagen 13%, Fertighäuser 12% und
Treppenlifte 7%

Die Daten

Daten

Zeitraum der Befragung: November 2013 bis Januar 2014
Stichprobengröße: 1.143 ausgefüllte Online-Fragebögen
Befragte ab 18 Jahren, die bereits ein Produkt ab 4.000€ über das Internet angefragt haben

Hier können Sie die Studie zum Kaufverhalten im Internet als kostenloses PDF-Dokument herunterladen.

 

Alle Folien im Überblick:

Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Sven Prüser, Professor an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft und ehemaliger Leiter der CeBIT.

Pressekontakt

Sebastian Manthey

Sebastian Manthey
Leitung Public Relations
Tel.: 030 814 526 3170
Mobil: 0176 315 316 85
E-Mail: sebastian.manthey@kaeuferportal.de

Grafiken: nalinratphi – Fotolia.com

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