Informieren und vermarkten

Infografiken – Alles auf einen Blick

23.10.2013 8:56:27

In der Welt des Grafikdesigns ist die Infografik ein Klassiker. Im Web funktionieren Infografiken ebenso wie in Druckform, denn sie kombinieren wichtige Inhalte mit ansprechender visueller Gestaltung. Doch Infografiken dienen nicht nur der Informationsvergabe. Richtig aufbereitet, bilden sie auch ein wirksames Marketinginstrument.

Grafikdesign (University of Salford | Flickr.com)
Grafikdesign (University of Salford | Flickr.com)

Komplexe Inhalte einfach darstellen

Daten, Fakten, Ergebnisse – Infografiken visualisieren die unterschiedlichsten Inhalte. Der große Vorteil ist, dass auch komplexere Zusammenhänge einfach und leicht verständlich dargestellt werden können. Eine Infografik kommuniziert somit den gleichen Inhalt wie ein entsprechender Text, allerdings kürzer, schneller und komfortabel für den Leser. Typische Anwendungsgebiete für Infografiken sind:

  • zeitliche und räumliche Zusammenhänge
  • Vergleiche und Typisierungen
  • Stammbäume und andere Verzweigungen
  • Funktionsweisen und Anleitungen
  • Statistiken und Diagramme
  • Detailaufbereitung via Lupenblick
  • Vor- und Nachteile und deren Gewichtung

Internetuser durchforsten Webseiten in Sekundenbruchteilen, die Aufmerksamkeitsspanne ist gering. Bei diesem „Überfliegen“ von Inhalten zeigen Infografiken ihre große Stärke. Hat der Internetnutzer die Wahl zwischen einem Text und der entsprechenden Grafik, wird er sich fast immer zuerst für die Grafik entscheiden. Die Infografik ist einfach schneller zu erfassen als der Text. Auch das Erinnerungsvermögen ist stärker an Bilder als an Texte geknüpft, wodurch Grafiken einen größeren Langzeiteffekt haben. Das Interesse an Infografiken steigt auf Seiten der Anbieter und der User: Die Google-Suchanfragen für Infografiken stiegen in den vergangenen Jahren um rund 800 %.

Infografik: Wie das Gehirn uns täuscht (Roman Höfner | Youtube.com)

Infografik plus Text: Die perfekte Symbiose

Infografiken und Textinhalte müssen sich nicht ausschließen. Im Gegenteil: Beide Formen der Inhaltsvermittlung ergänzen sich perfekt, wenn man sie richtig ausbalanciert. Ein Text kann eine Infografik erläutern und gleichzeitig weiterführende Informationen liefern. Egal also, auf welche Art User die Inhalte scannen – mit Text plus Bild ist man auf der sicheren Seite:

  • Der User betrachtet nur die Infografik und behält sich die wesentlichen Inhalte
  • Der User betrachtet die Infografik und liest zusätzlich den erklärenden Text
  • Der User betrachtet die Infografik und ist so interessiert, dass er den weiterführenden Text liest und sich intensiver mit den Inhalten auseinander setzt

Aus neurowissenschaftlicher Sicht sorgt die Kombination aus Text und Bild für das beste Verständnis. Zeitgemäße Unternehmen setzen auf genau diese Kombination. Um den User nicht mit einer Masse an Infografiken zu erschlagen, werden zudem häufig nur die wichtigsten Inhalte grafisch aufbereitet. Die User springen darauf an und bekommen durch den entsprechenden Text noch mehr inhaltlichen Background geliefert.

Die Infografik als Content-Marketing

Infografiken sind heutzutage mehr als reine Inhaltsvermittlung. Leicht verständliche Inhalte bedeuten, dass sie von einer großen Anzahl an Menschen verstanden werden. Dies wiederum fördert die schnellere und größere Verbreitung dieser Inhalte. Somit funktionieren Infografiken als klassisches Content-Marketing, was auch die Verbreitung in sozialen Netzwerken einschließt: Schnell hat man eine Grafik erfasst und weiter verbreitet, während das mit Textinhalten in dieser Form nicht möglich ist.

Infografiken haben weitere Vorteile in Punkte Marketing. Eine Grafik lässt sich meist eleganter auf andere Medien übertragen als ein Text. Ein Plakat oder Flyer mit einer Grafik ist oft ansprechender und vielsagender. Je nachdem, wie die Inhalte dargestellt werden, können Infografiken auch die gesamte Corporate Identity eines Unternehmens transportieren.

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