Was ist besser?

Facebook vs. Corporate Blog

01.11.2012 9:00:31

Schnell, kostengünstig und direkt: eine Facebook-Seite ist für viele Unternehmen der schnellste Weg, um mit Kunden in Kontakt zu treten. Hat man erst einmal genügend Likes erzielt, kann die unkomplizierte Kommunikation mit den Fans losgehen.

Das ist im Grunde genommen eine gute Sache, zumal die Erstellung einer Facebook-Seite kostenlos ist. Darüber freuen sich vor allem Start-Ups und mittelständische Unternehmen, denn dort ist das Marketing-Budget oft begrenzt. Allerdings gehört für ein Unternehmen eine Facebook-Seite praktisch schon zum guten Ton. In Zeiten der Kommunikation 2.0 gehört zur positiven Unternehmensdarstellung also noch mehr, sagen Experten.

Alternative Corporate-Blog

Facebook vs. Blog - KäuferportalVor einiger Zeit bin ich auf die Grafik 10 Reasons Business Blogging is Better than Facebook aufmerksam geworden und habe ebenso die zahlreichen Blogposts diverser Social-Media- sowie Kommunikationsexperten verfolgt, teilweise mit Zustimmung. Kernaussage der Posts stellt die zunehmende Wichtigkeit eines Corporate Blogs für die Kommunikation und Interaktion mit den unternehmensspezifischen Zielgruppen dar. Grundsätzlich ist dieser Aussage nicht zu wiedersprechen, wir haben aber dennoch unsere eigene Auffassung zu dem Thema zusammengefasst.

10 Gründe, die für den Corporate-Blog sprechen:

  1. Stabilität: Facebook wird stets externen Änderungen unterzogen, der eigene Blog nur, wenn man es selbst möchte. Im digitalen Zeitalter ist es allerdings normal, dass sich internetbasierte Techniken rasant entwickeln. Zum Glück sind das die modernen Menschen gewöhnt. Und selbst einem gut geführten Blog schadet das eine oder andere Update nicht.
  2. Direkter Erfolg: Dass Facebook-Marketing mit Risiko behaftet ist, stellt kein Geheimnis dar. „Wenn wir es also auf dem Blog von Beginn an richtig anstellen, erreichen wir eher einen Return on Investment.“ Diese These ist sehr gewagt, denn auch beim Blog-Marketing können einem viele Fehler unterlaufen. Wird die Kommunikation nicht an die richtige Zielgruppe gerichtet, lässt der Erfolg lange auf sich warten. Natürlich ist die Tatsache nicht abzustreiten, dass sich bei richtiger Interaktion mit den Lesern langfristige und intensive Beziehungen aufbauen können, was sich wiederum positiv auf das Image und die Reichweite auswirkt. Und ein Facebook-Laie sollte sich beim Thema Werbung unbedingt professionelle Unterstützung holen. Nichts desto trotz empfiehlt es sich immer beim Einsatz von Facebook- oder Blogmarketing professionelle Unterstützung zu holen. Dann kommt der Erfolg auf beiden Seiten.
  3. SEO: Wenn es um das Thema Traffic auf der eigenen Webseite geht, so ist es natürlich ein wichtiges Ziel, mit guten Blogeintragen zu ranken. Die aktuelle Expertenmeinung besagt, dass Facebook hierbei direkt noch keine große Rolle spielt. Genaueres erfährt man zurzeit leider nicht von den Geheimniskrämern hinter den verschlossenen Toren von Google. Die Frage sollte aber eher sein, ob das überhaupt das Ziel beim Einsatz von Facebook sein sollte.
    #7 Langlebigkeit: Blogbeiträge sind auch Monate nach Veröffentlichung im Archiv der Seite auffindbar, bei Facebook muss man durchaus Monate scrollen, um einen bestimmten Eintrag wieder zu finden. Aber ist es denn wirklich notwendig, einen sechs Monate alten Facebook-Post über die Betriebsfeier erneut zu lesen? Zumal Bilder oder Meilensteile mit wenigen Klicks zu finden sind.
  4. Newsfeed: Auf dem Blog können wirklich alle Besucher (bzw. diejenigen, die den Blog kennen) Neuigkeiten sehen und jeder Blogger hat die Möglichkeit, Artikel in Newsfeeds bereit zu stellen. Bei Facebook ist es nur den Fans möglich, neue Beiträge angezeigt zu bekommen. Aber was ist mit der Timeline, an welcher zu sehen ist, was Freunde kommentieren und liken, eigentlich ist das doch eine Art Facebook-Newsfeed, oder?
  5. Content-Drehscheibe: Während Facebook lediglich die bloße Verbreitung diverser Inhalte unterstützt, ist der Blog das Zentrum des Wissens. Dem ist nicht zu widersprechen, aber es handelt sich um eine interessante und bereits bekannte Idee: Der Inhalt findet sein Zuhause auf dem Blog und mittels Facebook wird er schneller und breiter promotet, sodass mehr Menschen als geplant sich den Inhalt zu Gemüte führen.
  6. Content-Drehscheibe: Während Facebook lediglich die bloße Verbreitung diverser Inhalte unterstützt, ist der Blog das Zentrum des Wissens. Dem ist nicht zu widersprechen, aber es handelt sich um eine interessante und bereits bekannte Idee: Der Inhalt findet sein Zuhause auf dem Blog und mittels Facebook wird er schneller und breiter promotet, sodass mehr Menschen als geplant sich den Inhalt zu Gemüte führen.
  7. Mehrwert: Auf dem Blog ist es eher möglich, für gezielten Mehrwert zu sorgen, indem bspw. Tipps und Tricks verraten werden. Auf Facebook hingegen haben die Fans nur die Möglichkeit, kurze Beiträge zu liken oder zu kommentieren. Aber auch Facebook-User haben Ansprüche und liken nicht jeden Beitrag diverser Unternehmen, der Mehrwert spielt doch eine Rolle – lediglich anders verpackt.
  8. Mehr Klicks: Für den User interessante Links werden in Blog-Artikeln häufiger angeklickt als auf Facebook-Beiträgen. Ob diese Aussage valide ist, sollten dann doch verlässliche Studien bestätigen.
  9. Vielfaches Publikum: Bei Facebook werden nur die Fans erreicht, beim Blog hingegen können Menschen via RSS, Mail, Newsletter und allen eingebundenen Social Networks adressiert werden. Hier stellt der Corporate Blog einen absoluten Nutzen dar, um die Reichweite zu erhöhen.
  10. Kontrolle: Der Top-Grund für die Nutzung eines Blogs ist die eigene Kontrolle. Hier hat kein Mark Zuckerberg das Zepter in der Hand. Nun, liegt es aber nicht in der Natur der Sache allerSocial-Media Kanäle, dass hier nach den Regeln der Erfinder gespielt wird? Ab und an schaden Regeln nicht.

Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen

Beide Medien sollten nicht losgelöst voneinander betrachtet werden. Beiden Kanäle optimal miteinander verbunden führen zu einer umfassenden Kommunikation mit der Zielgruppe. Facebook ist eine sehr attraktive Plattform, um schnell und unkompliziert News in kurzer Form an interessierte User zu verbreiten. Der Unternehmensblog hingegen hat Zeit und Platz, Themen näher und ausführlicher zu beleuchten. Beiträge können anschließend über Facebook geteilt werden. Das klingt nach einer Win-Win-Situation sowohl für das Unternehmen, als auch für die Zielgruppe. Letztendlich sollte auf keine der beiden Kommunikationsplattformen verzichtet werden, da beide ihre besonderen Vor- und Nachteile haben.

Tipp der Redaktion: Unternehmensblog aufsetzen

Was brauchen Sie?

  • Eine Subdomain
  • Ein Backend (Eine Plattform zum Einpflegen von Texten und Bildern) z.B. WordPress
  • Ein Konzept: Auch ein Unternehmensblog muss konzipiert werden. Was wollen sie vermitteln? Firmeninterne Neuigkeiten, interessante News oder Stellenanzeigen?

Wen brauchen Sie?

  • Mindestens einen Programmierer
  • Einen Grafiker, der das Design macht
  • Redakteure, die die Inhalte verwalten
Elisa Hanske Elisa Hanske
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