Pelletheizung

Pelletheizungen erfreuen sich bei deutschen Bauherren großer Beliebtheit . Sie gilt als hervorragende Alternative zu konventionellen Heizungssysteme. Bei einer Pelletheizung werden Holzpellets in einem Heizkessel verfeuert. Dabei handelt es sich um kleine Presslinge aus Sägemehl und unbehandelten Hobelspänen. Grundsätzlich kann zwischen zwei Heizungsarten unterschieden werden:

Pellet-Zentralheizungen:

  • Leistungsbereich von 3,5-200 kW; bei Kaskadenschaltung bis zu 1 MW
  • Einsatz vorwiegend in Einfamilienhäusern

Pellet-Einzelöfen:

  • Leistungsbereich von 5-15 kW
  • Einsatz in größeren Gebäuden

Während Pellet-Zentralheizungen Strahlungswärme oder Konvektionswärme über ein Gebläse abgeben, übergeben Pellet-Einzelöfen die Wärme durch Wärmeaustauscher an die Heizkörper, beziehungsweise an die Fußbodenheizung.

Größere Betriebs- und Wohneinheiten betreiben mehrere in Reihe geschaltete Pelletheizungen. Darüber hinaus können einige Pelletheizungen als Kombi- und Hybridanlagen auch mit eigenem Stückholz geheizt werden. Diese Anlagen besitzen jedoch einen geringeren Wirkungsgrad und werden deshalb in Deutschland nicht so stark gefördert wie reine Pelletheizungen.

Welche Vor- und Nachteile entstehen durch eine Pelletheizung?

Grundsätzlich wird eine Pelletheizung als eine umweltfreundliche Alternative zur Öl- und Gasheizung gesehen. Doch bringt sie neben den vielen Vorteilen auch manche Nachteile mit sich.

    Vorteile
    • Sicherheit der Versorgung durch große Holzreserven
    • Preisvorteil gegenüber Gas und Heizöl insbesondere bei hohen Ölpreisen
    • ressourcenschonende Heizvariante durch Anfertigung von Holzpellets aus nachwachsendem Rohstoff
    • Komfort durch halb- oder vollautomatische Beschickung, Zündung und Ascheaustragung mancher Modelle
    • Verwendung der Holzasche als Gartendünger
    • CO2 Neutralität bei Verbrennung
    • CO2-Emission bezüglich Gewinnung, Aufbereitung Transport liegen bei 1/3 bis 1/5 im Vergleich zu Gas und Öl => Umweltfreundlichkeit
    Nachteile
    • Hohe Anschaffungskosten
    • Großer Lagerplatzbedarf
Die Anschaffungs- und Brennstoffkosten einer Pelletheizung

Der Anschaffungspreis eines Pelletofens und Kessels liegt zwischen 5.000 und 7.000 Euro und ist somit höher als der für herkömmliche Gas- oder Ölheizanlagen. Dabei sind unter anderem ein Pelletofen und ein Kessel im Preis mit enthalten. Doch kann der Anschaffungspreis in Abhängigkeit vom Hersteller, der Größe, sowie der Beschaffenheit der Anlage variieren.

Brennstoffkosten

Zusätzlich zu den Anschaffungskosten kommen Brennstoffkosten hinzu. Dabei liegt der Preis für eine Tonne Pellets im August 2009 bei durchschnittlich 232.11 Euro. Bei Bestellung von mehr als 12 Tonnen räumen Hersteller einen Rabatt von bis zu neun Prozent ein. Dabei ersetzen circa 1,9 kg Pellets 1 Liter Öl oder 1 Kubikmeter Erdgas.

    Beispiel

    Bedenkt man, dass der Heizölpreis durchschnittlich bei 5,5 Cent pro Kilowattstunde, und der für eine Kilowattstunde Erdgas bei 7,2 Cent liegt, fallen Brennstoffkosten einer Pelletheizung mit durchschnittlich 4 Cent pro Kilowattstunde auf die Dauer günstiger aus, als die der Öl- und Gasheizungen. Doch wird zusätzlich eine Einblaspauschale von ungefähr 25 Euro erhoben. Im Einzelfall kommen Lager- und Wartungskosten hinzu.

Bezuschussung

Um die Pelletheizung-Installation zu fördern, wird in Deutschland die Anschaffung einer Pelletheizung mit €500 für eine luftgeführte Pelletheizung, €1.000 für einen wassergeführten Ofen und bis zu €2.500 für eine Heizungsanlage bezuschusst. Für die Bezuschussung zuständig ist die BAFA, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Beantragung einer Bezuschussung durch die BAFA dauert in der Regel nicht mehr als sechs Monate.


Infos für Anbieter

Kostenlose Hotline: 0800 29 29 29 4