Treppenlift

Treppenlift: Modelle & Liftarten

Es werden viele unterschiedliche Treppenliftmodelle angeboten. Doch Achtung: nicht jeder Lift eignet sich für jedes Haus und jeden Benutzer! Je nach Mobilität und Treppe sollte ein anderer Lift ausgesucht werden. Wir erklären Ihnen alle Liftmodelle und zeigen, was es vor dem Einbau zu beachten gilt. In 3 Schritten finden Sie so ganz leicht das passende Treppenlift-Modell!

Schritt 1: Auswahl der Liftart

Wer nutzt den Treppenlift und wie mobil ist die Person?
Entscheiden Sie, welche körperlichen Anforderungen Ihr Nutzer hat und legen Sie danach die Liftart fest:

Stehlift Modell (rot)

Stehlift:

  • leichte/vorübergehend eingeschränkte Mobilität (z.B. steife Gelenke)
  • Tragkraft: 100 - 150 kg
  • Montage: einfach
  • Kosten: ab 2.000 €

Sitzlift Modell (blau)

Sitzlift:

  • eingeschränkte Mobilität (z.B. Schmerzen beim Treppensteigen)
  • Tragkraft: 120 - 160 kg
  • Montage: einfach
  • Kosten: ab 3.500 €

Plattformlift Außen-Modell

Plattformlift:

  • stark eingeschränkte Mobilität (z.B. Rollstuhlfahrer)
  • Tragkraft: 200 - 300 kg
  • Montage: aufwendig
  • Kosten: ab 10.000 €

  Tipp der Redaktion

Testberichte können eine nützliche Hilfe sein. Haben Sie sich für ein Modell entschieden, sollten Sie sich über bereits veröffentlichte Tests informieren. Stiftung Warentest hat sich beispielsweise 2001 mit dem Thema Treppenlift befasst.

Alles auf einen Blick: Vor- und Nachteile der drei Treppenliftarten
  Sitzlift Plattformlift Stehlift
Montageaufwand      
Höhe der Kosten      
Hhre der Traglast      
Platzbedarf des Lifts      
Rollstuhlgeeignet      
Rückenbeschwerden/
Wirbelsäulenerkrankung
     
Steife Gelenke      
Blank

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Schritt 2: Auswahl des Schienensystems

Oben haben Sie festgelegt, welche Treppenliftart zu Ihren körperlichen Anforderungen passt. Welches Schienensystem Sie benötigen, bestimmt die Form Ihrer Treppe. Sie sollten sich fragen:

Soll der Lift außen am Haus angebracht werden oder im Innenraum?
Verläuft die Treppe gerade oder rund?

Schienensystem Gerader Treppenlift

Gerader Treppenlift

  • Geeignet für: gerade Treppen
  • Einbau an: Wand oder Treppengeländer
  • Kosten ab: 2.500 €

Schienensystem Kurven-Treppenlift

Kurventreppenlift

  • Geeignet für: Wendeltreppen, Treppen mit Podest & Kurventreppen
  • Einbau an: Wand oder Treppengeländer
  • Kosten ab: 5.000 €

Schienensystem Treppenlift Außenbereich

Treppenlift für den Außenbereich

  • Geeignet für: Außenbereich (erhältlich als gerader oder Kurvenlift)
  • Einbau an: Treppengeländer
  • Kosten ab: 5.000 €

Schritt 3: Einbaumöglichkeiten im Haus

Sie wissen nun, welche Liftart (Sitz-, Steh- oder Plattformlift) und welches Schienensystem (gerade oder runde Treppe) für Sie in Frage kommen. Generell kann ein Treppenlift samt Schienensystem am Treppengeländer oder an der Wand befestigt werden. Ob sich Ihr Haus überhaupt für den Einbau eines Treppenlifts eignet, können Sie anhand der nachfolgenden Punkte prüfen:

  • Die Treppenstufen müssen mindestens 100 cm breit sein
  • In öffentlichen Treppenhäusern (z.B. Mehrfamilienhaus) müssen die Treppenstufen mindestens 150 cm breit sein
  • Die Wand neben der Treppe muss mindestens 100 cm hoch sein
  • Der Abstand zwischen Treppe und nächster Tür muss mindestens 100 cm breit sein

Ob sich für Sie der Einbau an Wand oder Treppe eignet, wird Ihnen ein Fachberater bei der Beratung vor Ort sagen können. Kostenlose Beratung bekommen Sie hier.

Treppenlifte im Mietshaus: Was ist erlaubt?

Wenn sie einen Lift in ein Mehrfamilienhaus integrieren wollen, muss der Vermieter zustimmen. Das Gesetz zur Barrierefreiheit (§ 554a Abs. 1 BGB) regelt, dass der Mieter für eine behindertengerechte Nutzung und einen barrierefreien Zugang die Zustimmung des Vermieters einfordern kann. Doch Vorsicht: Die Kosten für eine spätere Wiederherstellung trägt der Mieter! Unsere Checkliste zeigt, was Sie bei einem Mietshaus bedenken müssen:

Checkliste

  • Die Treppe darf nur Privatwohnungen erschließen (keine Gewerbewohnungen)
  • Die Eigentümergemeinschaft muss dem Einbau zustimmen
  • Der Vermieter muss den Umbaumaßnahmen zustimmen
  • Prüfen Sie Fluchtwege: Die Treppe darf nicht schmaler als 150 cm sein
  • Der Handlauf der Treppe muss freiliegen
  • Der Treppenlift muss über einen hochklappbaren Sitz verfügen (mit hochgeklapptem Sitz müssen mind. 60 cm Platz zum Vorbeigehen bleiben)
  • Der Treppenlift muss gegen missbräuchliche Nutzung absicherbar sein (z.B. Kindersicherung, Schlüsselkontakt)
  • Der Treppenlift muss sich bei Störung von Hand bewegen lassen
  • Der Treppenlift sollte aus nichtbrennbaren Materialien bestehen

Alternativen zum Treppenlift?

Weniger aufwendig als die Anbringung eines Treppenlifts ist die Installation von sogenannten Treppenhilfen. Treppenraupen transportieren Rollstuhlfahrer über eine Raupenkette von einem Stockwerk ins nächste. Ähnlich funktionieren Treppensteiger oder Stairwalker. Im Gegensatz zu Treppenliften sind Treppensteiger meist Übergangslösungen, denen je nach Mobilität des Nutzers früher oder später der Kauf eines Treppenlifts folgt. Wenn Sie sich für den Kauf eines Treppenlifts interessieren, können Sie hier unverbindlich und kostenlos bis zu drei Vergleichsangebote von geprüften Fachhändlern anfordern.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© ThyssenKrupp
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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