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ZVK

Die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (ZVK) wurde 1957 gegründet und 2001 unter dem Dach der SOKA-BAU neu ausgerichtet. Ihr Hauptziel liegt darin, Nachteile in der gesetzlichen Rentenversicherung für die Arbeitnehmer im Baugewerbe auszugleichen, die durch Entlassungen während der Schlechtwetterperiode entstehen. Über eine Million Arbeitnehmer aus der Baubranche haben seit der Gründung Beihilfen zur Renten- und Unfallversicherung bekommen. Seit dem Gründungsjahr 1959 wurden mehr als 9 Milliarden EURO an Beihilfen ausgezahlt. Aus Vereinfachungsgründen wurde die ZVK von den Tarifparteien dazu bestimmt als Einzugsstelle für mehrere Beiträge zu fungieren:

  • die der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft,
  • der Gemeinnützigen Urlaubskasse des Bayerischen Baugewerbes e. V,
  • der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes

Aufgaben der ZVK

Zu den Aufgaben der ZVK gehören neben dem Beitragseinzug auch Rentenbeihilfeverfahren, tarifliche Zusatzrenten sowie Sozialkassenbeiträge. Das Rentenbeihilfeverfahren ist eine Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge für gewerbliche Mitarbeiter als auch Angestellte Arbeitnehmer in der Bauwirtschaft. Mit der Zusatzrente werden die gesetzlichen Rentenbeiträge aufgestockt. Außerdem wird ein Sterbegeld an die Angehörigen (Hinterbliebenen) von Arbeitnehmer ausgezahlt, die einen Anspruch auf die Rentenbeihilfe gehabt hätten. Ab 2001 wurde eine freiwillige Zusatzrente im Baugewerbe installiert und via Entgeltumwandlung in eine Pensionskasse abgewickelt. Dabei verzichtet der Arbeitnehmer in seiner aktiven Zeit auf Teile seines Lohnes und spart diesen plus einer Zuzahlung durch den Arbeitgeber an.

Der Betrag kann dann entweder als Einmalzahlung oder als Rente im Rentenfall ausbezahlt werden. Die Sozialkassenbeiträge für verschiedene Erstattungsleistungen werden einseitig nur vom Arbeitgeber entrichtet. Die Sozialkassenbeiträge werden ausschließlich von den Arbeitgebern erbracht, die zur Teilnahme an den Sozialkassenverfahren der Bauwirtschaft berechtigt und verpflichtet sind. Die Beiträge für gewerbliche Arbeitnehmer richten sich nach ihrem Bruttolohn (Prozentsatz) und die Beiträge für Angestellte werden als fester Betrag pro Monat abgebucht. Damit für einen Arbeitnehmer Beiträge für die Teilnahme an der SOKA-BAU und ZVK eingezahlt werden können und er somit von den Vergünstigungen profitieren kann, muss er ein persönliches Konto bei der SOKA-BAU haben. Dann kann der Arbeitnehmer am arbeitnehmerbezogenen Meldeverfahren teilnehmen. Mittels eines Meldescheins werden sämtliche relevante Daten an die SOKA-BAU und ZVK übertragen.

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