Ein Kachelofen erreicht erst nach etwa zwei bis drei Stunden seine Betriebstemperatur und eignet sich nicht zum schnellen Einheizen. Die Heizleistung reicht für mehrere Räume, je nach Größe des Ofens. Einmal angefeuert braucht der Kachelofen eine gewisse Luftzufuhr in der Brennkammer, damit das Feuer nicht erlischt. Die warme Luft steigt mit Rauch und Rußpartikeln über ein Rohr in den angeschlossenen Schornstein. Die Schamottesteine innerhalb des Ofens erwärmen sich und geben die Energie an die Kacheln ab. Selbst mit Glut in der Brennkammer und wenig Luftzufuhr bleiben die Kacheln lange erhitzt und erwärmen den Raum.
Je nach Heizleistung und Zimmer- oder Wohnungsgröße sollte der passende Kachelofen ausgewählt werden. Unterschieden wird in vier Techniken:
| Modell | Vorteile | Nachteile |
|
Warmluftofen |
- schnell warm mit wenig Holz - gusseiserner Heizeinsatz - Mehrraumheizung möglich - preiswert - geringer Bauaufwand |
- geringere Wärmespeicherung als Grund- und Kombiofen |
|
Grundofen |
- langanhaltende Wärme, große Speichermasse - angenehmes Raumklima durch Strahlungswärme |
- lange Aufheizphase von 1-2 Stunden
|
|
Kombiofen |
- schnelle Wärmeabgabe - langanhaltende Speicherwärme - kombiniert Vorteile von Warmluftofen und Grundofen |
- benötigt viel Platz - preisintensiv |
|
Hypokaustenofen |
- gibt Strahlungswärme über große Flächen ab - Luft strömt durch Kanäle in verschiedene Räume
|
- aufwendige Bauweise - preisintensiv |
Kleine und weniger aufwendige Konstruktionen sind bereits ab 2.000 Euro zu haben. Besonders große Modelle, wie der Kombiofen, können bis zu 10.000 Euro und mehr Kosten. Vor dem Kauf sollte ein Gespräch mit dem Schornsteinfeger Aufschluss über das passende Modell bringen.
Kostenlose Hotline: 0800 29 29 29 4