Eine Hackschnitzelheizung nutzt in Späne geschnittenes Holz zur Beheizung von Räumlichkeiten. Fand diese Technik zunächst fast ausschließlich in Holzheizwerken Verwendung, so wurde sie in den letzten Jahren auch zunehmend in kleineren Dimensionen genutzt. Heute kann eine Hackschnitzelheizung für fast jede Heizleistung gebaut werden. So reicht die Leistungsspanne von etwa 15 Kilowatt bis zu mehreren Megawatt. Hackschnitzelheizungen werden ausschließlich mit Biomasse beschickt und heizen damit klimaneutral.
Augenscheinlich ähneln die Hackschnitzelheizungen sehr den Stückholzheizungen. Doch die automatische Beschickung macht vor allem einen präparierten Lagerraum für das Brennmaterial notwenig.
Der Lagerraum für die Hackschnitzel muss eine hinreichende Größe haben. Denn der Platzbedarf von Hackschnitzeln beträgt etwa das Dreifache des Bedarfs von Heizöl bei gleichem Energiepotenzial. Zudem muss der Lagerraum unbedingt trocken sein, damit der Feuchtigkeitsgehalt in den Hackschnitzeln nicht über 20 Prozent steigt. Über eine Förderschnecke wird das Brennmaterial automatisch der Brennkammer zugeführt.
Im Brennkessel findet die eigentliche Verbrennung statt. Hier kommen sehr unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Für Modelle im unteren Bereich der Heizleistung hat sich die Rostfeuerung sehr bewährt. Die Verbrennung und Luftzufuhr erfolgen automatisch, was das Heizen mit einer modernen Hackschnitzelheizung sehr komfortabel macht. Über einen Wärmetauscher werden ein Brauchwasserspeicher und ein Pufferspeicher beheizt, beide machen die Wärmeenergie für die Immobilie nutzbar.
Vor allem sehr große Anlagen verfügen über eine Rauchgasreinigung, diese minimiert die Emissionen. Hier werden Feinstaub und Schadstoffe gefiltert, die Abluft schließlich über einen Schornstein ins Freie geleitet.
Die Kosten für eine Hackschnitzelheizung können erheblich variieren, darauf weist bereits die breite Leistungsspanne hin. Die Hersteller entsprechender Anlagen geben genaue Auskunft nach vorheriger Ermittlung des Heizbedarfs. Bauherren sollten auf die Fördermöglichkeiten des BAFA und der einzelnen Bundesländer achten.
Kostenlose Hotline: 0800 29 29 29 4