Der Begriff Typografie stammt aus dem Buchdruck und bezeichnet die gedruckte Schrift im Gegensatz zur Handschrift. Typographie umfasst im engsten Sinne den Entwurf von Druckschriften und Fonts (digitalen Schriften). Im weiteren Sinne kann man die Typografie als das Zusammenspiel von Schrift, Inhalt und Medium definieren, was die Arbeit eines Grafikdesigners auszeichnet. Hinzu kommen letztlich auch die Gestaltung des Layouts und die Gesamtwirkung von Schrift, Farbe, Papier oder elektronischem Träger. Primäres Ziel der Typografie ist die bestmögliche Lesbarkeit eines Textes.
Die Typographie beschäftigt sich im Mikrobereich mit dem Aussehen der Schriftart und ihrer einzelnen Buchstaben, der Laufweite, d.h. der Buchstabenabstände und Wortabstände.
Das Gesamterscheinungsbild, das letztlich das eigentliche Layout darstellt, wird durch den Begriff "Makrobereich" geprägt und teilt Merkmale der Typographie in
Einzelne Seitenelemente müssen in einem sinnvollen und harmonischen Zusammenhang stehen. Die ausgewogene Aufteilung von bedruckter und unbedruckter Fläche ist hierbei ausschlaggebend, damit die Seite weder überladen noch allzu leer wirkt.
Im Bereich der Printmedien gelten dabei etwas andere Gesetze als auf Online-Seiten, die im Internet veröffentlicht werden und zum Lesen am Computermonitor gedacht sind. Hier kommen Begriffe wie Nutzerfreundlichkeit und Funktionalität ins Spiel. Heutige Typografen wissen um diese Unterschiede und können sie anwenden. Bei einer guten Typografie steht die visuelle Erscheinung eines Textes in einem harmonischen Verhältnis zu seinem Inhalt.
Abgesehen von der Gestaltung von Fließtexten wie in Büchern und Zeitschriften gehört vor allem der Akzidenzsatz zu den Anwendungsbereichen der Typografie. Damit bezeichnet man die typografische Gestaltung von Werbematerial (Flyer, Prospekte, Anzeigen, Plakate usw.), und Geschäftsdrucksachen (Briefpapier, Visitenkarten).
Aus den obigen Merkmalen ergeben sich Minimalanforderungen an den Typografen. Dessen Arbeit umfasst damit:
Gestalterische Typographie beinhaltet neben der Schriftgestaltung:
Ein Typograf ist jemand, der sich beruflich mit dem Gestalten von Schiftarten beschäftigt. Zur Bearbeitung eines materiell oder digital reproduzierbaren Schriftbildes ist keine Ausbildung nötig. Beim Typografen handelt es sich im Idealfall um einen ausgebildeten Kommunikationsdesigner, Mediengestalter, Webdesigner, Grafikdesigner oder Informatiker sein. Unqualifizierte Privatpersonen genügen den hohen Ansprüchen des Firmendesigns nur in seltenen Fällen.
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