Es gibt gewisse Kriterien, die Sie vor der Inanspruchnahme von Faktoring prüfen sollten, die das Faktoring leichter gestalten:
Ihr Jahresumsatz sollte mindestens 100.000 Euro betragen. Sie sollten standardisierte Produkte und Services anbieten und einen hohen Anteil an gewerblichen Stammkunden besitzen. Die Forderungszeiten sollten sich zwischen 14 und 90 Tagen bewegen und Ihre durchschnittliche Rechnungshöhe sollte größer als 500 Euro sein.
Oftmals können jedoch für Abweichungen spezielle Lösungen gefunden werden, wenn man das passende Factoring-Unternehmen findet.
Nicht geeignet für das Faktoring sind somit Umsätze an Privatkunden, Abrechnungen nach VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) sowie Barumsätze und Umsätze an verbundene Unternehmen. Einschränkend hierzu muss man jedoch erwähnen, dass es Factoringdienstleister gibt, die auch solche Unternehmen faktorieren. Gerade auch im Privatkunden-Geschäft (B2C) wird Factoring nun auch öfter angeboten. Besonders schwierig für das Faktoring ist die Baubranche, da dort nach Baufortschritt bezahlt wird. Einen großen Anteil am Faktoring-Umsatz machen Industriefirmen aus, gefolgt von Großhändlern und Dienstleistungsunternehmen.
Füllen Sie unser Produktformular für Factoring aus, wenn Sie Faktoring auch in Ihrem Unternehmen einführen wollen.
Zum Debitorenmanagement zählen die Bereiche Bonitätsprüfung, Mahnwesen sowie Inkasso. Sie können Ihr Debitorenmanagement an eine Faktorierungsgesellschaft vergeben und verfügen trotzdem über alle Daten.
Gerade für mittelständische Betriebe, die noch kein komplexes eigenes Rechnungswesen besitzen ist diese Funktion des Faktoring interessant. Des Weiteren sparen Sie dadurch Personal, Material und andere Fremdleistungen für das Debitorenmanagement. Für das Debitorenmanagement wird, wie für die Übernahme des Ausfallrisikos, ein Entgelt von Ihnen gezahlt, das prozentual zum betreffenden Rechnungsbetrag berechnet wird. Falls Sie über ein effiziente softwarebasierte Buchhaltung verfügen, dann sollten Sie das Inhouse-Faktoring wählen und übernehmen selbst das Debitorenmanagement.
Delkredere ist nichts anderes als der Schutz vor Forderungsausfall. Zahlt einer Ihrer Kunden nicht oder wird zahlungsunfähig, dann tritt der Delkredere-Schutz ein ein. Das Faktoring-Unternehmen trägt dann das Risiko der Zahlungsunfähigkeit Ihres Debitors, welchen Sie an an das Faktoring-Unternehmen verkauft haben, bis zu Höhe des im Faktoring-Vertrags vereinbarten Kaufpreises.
Des Weiteren berechnet der Faktor Zinsen höchsten bis zum Eintritt des Delkredere-Falls. Diese Zinsen beziehen sich entweder auf den Betrag, der im Voraus vom Faktoring an Sie gezahlt wurde oder auf die angekaufte Bruttoforderung. Dafür erhalten Sie im Gegenzug vom Faktor Guthabenszinsen, die weit unter den Kreditzinsen liegen, für den einbehaltenen Forderungsteil.
Wissenswert ist, dass im Gegensatz zum unechten Faktoring, beim echten Faktoring die Faktorierungsgesellschaft das Delkredere-Risiko übernimmt. Das heißt, die Faktoringfirma nimmt auf Ihre angekauften Forderungen eine Warenkreditversicherung auf.
Wenn Sie jetzt Factoringfirmen kontaktieren wollen, können Sie eine Anfrage über unser Produktformular für Factoring drei persönliche Angebote erhalten.
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