Die Nutzung von Erdwärme in Brandenburg ist in dieser Region ein verbreitetes Thema, da die geologischen Voraussetzungen in Brandenburg günstig sind. Erdwärme kann für Heizungssysteme genutzt werden oder für die Brauchwasserbereitung.
Brandenburg verfügt über bessere Bedingungen als andere Regionen, um die Energie der Erdwärme nutzen zu können. Folgende Voraussetzungen findet man für Erdwärme in Brandenburg vor:
Grundsätzlich wird zwischen zwei Verfahren der Erdwärme unterschieden. Es handelt sich dabei um oberflächennahe Erdwärme und tiefe Erdwärme. Von oberflächennaher Erdwärme oder Geothermie spricht man bis zu einer Tiefe von 400 Metern. Alles, was darunter hinausgeht, nennt man tiefe Erdwärme. Der Vorteil der tiefen Geothermie liegt darin, dass dort die Temperaturen so hoch sind, dass sie auch ohne den Einsatz einer zusätzlichen Wärmepumpe genutzt werden können. Zusätzlich besteht bei diesen Tiefen die Möglichkeit, durch den Wasserdampf auch Strom zu erzeugen. Diesbezüglich befindet sich Brandenburg jedoch noch im Anfangsstadium der Forschungen.
In Brandenburg steht zurzeit die Arbeit mit oberflächennaher Erdwärme im Vordergrund. Dabei geht es vornehmlich um die Ergänzung bestehender herkömmlicher Heizungssysteme und die Brauchwasserbereitung. Erdwärme allein kann ganzjährig nicht die Versorgung der Haushalte, mit ausreichender Wärme für die Heizungen, sicherstellen. Neben dem wärmenden Effekt kann mithilfe von Wärmepumpen die Erdwärme im Sommer auch für die Kühlung genutzt werden. Auf dem Gebiet der tiefen Geothermie forscht Brandenburg weiter, sodass in Zukunft auch diese Quelle für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung stehen dürfte.
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