Die Wärmepumpe ist eine der besten und beliebtesten Alternativen zur Nutzung fossiler Energien. Sie entzieht der Erde, dem Grundwasser oder der Außenluft Energie, bringt dieses auf ein höheres Wärmeniveau und führt es dem Wärmeverteiler des Hauses zu. Im Sommer können Wärmepumpen als Kühlsysteme für Räumlichkeiten verwendet werden.
Der Einsatz von Wärmepumpen ist vor allem durch die Nutzung der regenerativen Energien (Erdwärme, Wasser, und Luft) besonders umweltverträglich. Wärmepumpen stoßen bis zu 40% weniger Co2 aus als Öl- und Gasheizungen. Bei Nutzung der Wärmepumpe durch Ökostrom kann die Anlage vor Ort sogar zu 100% emissionsfrei arbeiten.
Wärmepumpen sparen gegenüber Öl- und Gasheizungen 50%-70% Energiekosten. Dies belegt der Vergleich der Primärenergie-Ersparnis zwischen Öl / Gas und Wärmepumpen bezogen auf die möglichen Jahresarbeitszahlen im Altbau:
| Vorlauftemperatur | 65 °C | 70 °C | 65 °C | 70 °C |
|---|---|---|---|---|
| Primärenergieeinsatz Öl/Gas | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| JAZ Wärmepumpe | 2,96 | 2,93 | 2,89 | 2,83 |
| Primärenergieeinsatz Wärmepumpe | 80 % | 81 % | 82 % | 84 % |
Die Jahresarbeitszahlen wurden für eine monovalente Betriebsweise bei der Auslegungstemperatur -14 °C mit dem DAKIN Altherma Simulationsprogramm berechnet.
Es ist ratsam, ungefähr alle zwei Jahre einen Fachbetrieb zur Wartung einzuladen, da der Flüssigkeitskreislauf von einem Fachmann kontrolliert werden sollte. Der Kostenaufwand beträgt dabei ca. 50 Euro. Sichtkontrollen der Außeninstallationen kann der Anwender selbst durchführen.
Darüber hinaus sind keine weiteren Wartungen vorhergesehen. Alle acht bis zehn Jahre sollten trotzdem umfangreiche Kontrollen angesetzt werden um den langfristigen Erhalt der Anlage zu garantieren.
Wärmepumpen haben niedrigere Verbrauchs- und Wartungskosten und steigern zusätzlich auch noch den Wert der Immobilie. Mithilfe eines Wärmetauschers wird die Nutzung der Wärmequelle Erdreich ist die wirtschaftlichste Art der Wärmegewinnung durch eine Wärmepumpe.
Natürlich dürfen die Anschaffungskosten nicht unberücksichtigt bleiben. Recht günstig ist die Luftwärmepumpe, sie kostet zwischen 200 und 600 Euro. Allerdings ist sie im Winter nur bedingt nutzbar, da dann die Außenluft sehr kalt ist. Hier muss eine alternative Heizmöglichkeit bereitgestellt werden. Erdwärmepumpen kosten zwischen 8.500 und 12.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Erschließung der Wärmequelle das Verlegen der Kollektoren oder die Bohrung für die Erdsonde. Grundsätzlich fallen auch beim Betrieb der Wärmepumpe zusätzliche Stromkosten an.
Wärmepumen unterliegen der Förderung nach dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (PDF). Es gibt damit zahlreiche öffentliche oder teils privatwirtschaftlich geförderte Maßnahmen, welche die Nutzung von alternativen Energien (z. B. Solaranlagen und Wärmepumpen, unterstützen:
Für nahezu jeden Gebäudetyp gibt es eine Wärmepumpenlösung.
Wärmequelle Luft: Insbesondere Luft-Wärmepumpen lassen sich flexibel und praktisch auf jedem Grundstück einsetzen, da Luft als Wärmequelle überall verfügbar ist und keine Erdarbeiten mehr notwendig sind. Da die Luft-Wärmepumpe im Winter aus den geringen Temperaturunterschieden kaum Energie gewinnen kann, wird sie häufig ergänzend im ökologisch bewussten Haushalt eingesetzt. Installation und Anschaffung sind verhältnismäßig günstig.
© Ochsner
Anders als andere Energiequellen müssen Wärmepumpen keine Rohstoffe vor Ort verbrennen. So garantiert die Anlage vor allem für große Projekte eine angenehme Sauberkeit ohne zusätzlichen Aufwand, und Kosten für Schornsteinfeger o.Ä. fallen auch weg.
Sie bewahren sich Ihre Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und tragen damit einen Teil zur Umweltförderung bei. Die Unabhängigkeit von Öl- und Gaspreisen schont aber auch den Geldbeutel, zumal auch die Beschaffung und die Bestimmungen aus dem Ausland in Bezug auf die benötigten Rohstoffe vernachlässigt werden können. Um die Ökobilanz zusätzlich zu verbessern ist es möglich, sie mit Ökostrom zu betreiben.
Weder Schornstein noch Brennstoffbevorratung werden für die Wärmepumpenanlage benötigt. Währenddessen ist die Wärmequelle Wasser besonders gut für große Anlagen geeignet.
Damit gilt die alternative Energiequelle Erdreich, dass lediglich sowohl der Platz für die benötigte Erdbohrmaschine vorhanden sein muss als auch eine Möglichkeit für die Entsorgung der Abfallprodukte in unmittelbarer Umgebung der Baustelle besteht.
Wärmepumpen können auch die Warmwasserversorgung und passive Kühlung im Sommer übernehmen. Die Erdwärme ist eine zuverlässige Wärmequelle. In den höheren Oberflächenschichten wird sie in den warmen Jahreszeiten durch Sonneneinstrahlung und Niederschläge regeneriert. Flach unter der Erdoberfläche werden Kollektoren verlegt, durch die ein Solegemisch gepumpt wird. Diese nimmt die Erdwärme auf und gibt sie im Wärmetauscher an das Wärmeverteilsystem des Hauses weiter. Ist der Platz für Erdkollektoren nicht gegeben, so ist die Verwendung einer Erdsonde möglich. Hier wird das Solegemisch in die Tiefe gepumpt und nimmt unten die Erdwärme auf.
Als sehr zuverlässige Wärmequelle für eine Wärmepumpe gilt das Grundwasser, das in einer Tiefe von 10 Metern etwa 10°C aufweist. Das Manko des Grundwassers liegt darin, dass es nicht überall ausreichend verfügbar ist oder nicht die benötigte Qualität aufweist. Hier sollte die örtliche Wasserbehörde konsultiert werden.
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