Solarthermie Beratung

Mithilfe von Solarthermie reduzieren Sie Ihre Kosten für Heizung und Warmwasser nachhaltig. Wir beraten Sie zum Funktionsprinzip solarthermischer Anlagen und klären Sie über Preise, Förderungsmöglichkeiten und Hersteller auf.

Das Potenzial der solaren Energiegewinnung

Wie der Begriff bereits verrät, geht es bei Solarthermie um eine Umwandlung von Sonnenenergie (Solar) in Wärmeenergie (Thermie). Diese Technik ergänzt die solare Stromerzeugung (Photovoltaik), muss jedoch aufgrund des unterschiedlichen technischen Prinzips von dieser abgegrenzt werden.

Unter allen erneuerbaren Energiequellen besitzt die Energieerzeugung aus Sonnenenergie das größte Potenzial: Die durchschnittliche tägliche Strahlungsleistung beträgt 165 W/m². Auf die Gesamtfläche Deutschlands bezogen ergibt sich daraus ein Wert von 59 TW täglich einstrahlender Sonnenenergie. Zum Verständnis der Größenrelation: Der Jahresenergieverbrauch deutscher Haushalte lag im Jahr 2013 bei 723 TWh.

  Solarthermie Rechner

  Test von Solarthermie-Anlagen

Aufbau und Funktionsweise

Zentrales Bauteil einer Solarthermie-Anlage ist der Solarkollektor. Mit seiner Absorberfläche „sammelt“ er die Sonnenstrahlen ein, die dann von weiteren technischen Bestandteilen umgewandelt werden können. In Deutschland sind die folgenden Solarkollektor-Arten am meisten verbreitet:

  • Flachkollektor
  • Vakuumröhrenkollektor

Flachkollektor

Die ebene Absorberfläche von Flachkollektoren ist aus Kupfer oder Aluminium gefertigt. Das Solarglas, eine transparente Abdeckung, sorgt dafür, dass die Sonnenstrahlung möglichst ungehindert in die Absorberfläche eindringen und diese dann nicht mehr verlassen kann. Solarflüssigkeit in Form einer Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel führt die Wärme zu einem Speichersystem und wird anschließend wieder zum Kollektor gepumpt. Ein Rahmen stabilisiert die Konstruktion und über ein zusätzlich anzubringendes Gestell ist die Montage auf einem Dach möglich.

Solarthermie Flachkollektor Infografik

 

Selbstbau einer Solarthermie-Anlage
Da ein Flachkollektor grundsätzlich nicht sehr komplex konstruiert ist, kann dieser im Selbstbau hergestellt werden. Anstelle von Solarglas kommt als Abdeckung häufig preiswertes Gartenblankglas zum Einsatz. Die Kostenersparnis relativiert sich allerdings durch den wesentlich geringeren Wirkungsgrad.

Vakuumröhrenkollektor

Ein Vakuumröhrenkollektor setzt sich aus mehreren Glasröhren zusammen. Diese nehmen die Sonnenwärme auf und leiten sie über ein Rohr, das zum Teil in die Röhre hineinragt, weiter. Außerhalb der Vakuumröhre fließt um das Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit, sodass das Rohr sozusagen als Transportmittel für die Wärme dient. Zur besseren Wärmeisolierung und damit zur Erzeugung eines höheren Wirkungsgrads wird in den Röhren ein Vakuum erzeugt. Hinzu kommt ein Absorber in Form eines aufgedampften Metallfilms.

Solarthermie Röhrenkollektor Infografik

 

 ​​ Hinweis zur Aufstellung
Der optimale Neigungswinkel für eine Solarthermie-Anlage ist abhängig vom Breitengrad des Aufstellungsortes (Hamburg liegt am 53. Breitengrad und München am 48. Breitengrad). Die Dachfläche sollte möglichst zusammenhängend und unverschattet sein, eine Ausrichtung nach Süden ist dabei von Vorteil. Mehr Tipps erhalten Sie hier.

Solarthermie Hersteller

Hersteller von Solarkollektoren sind häufig auch in anderen Bereichen der Wärmetechnik tätig. Zu den bekanntesten Firmen, die auf Solarthermie spezialisiert sind, gehören:

  • Buderus
  • Junkers
  • Vaillant
  • Wolf
  • Viessman
  • Paradigma
  • Solvis
  • Wagner Solar
Blank

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Förderung von Solarthermie

Mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wurde im Jahr 2009 die Grundlage für eine Förderung von Solarthermie geschaffen. Das Gesetz zielt einerseits auf strengere Anforderungen bei Neubauten, unterstützt andererseits vor allem Modernisierungsmaßnahmen. Die zwei häufigsten Formen der Förderung sind:

  1. zinsgünstiger Kredit der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW)
  2. Fördermittel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Eine Förderung vom BAFA setzt bestimmte technische Eigenschaften der Solarthermie-Anlage voraus. Die Förderungshöhe ist zudem von der Größe der Anlage abhängig. Für eine Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung ist eine Förderung von mindestens 2.220 Euro möglich. Sie müssen eine Rechnungskopie sowie eine Fachunternehmererklärung einreichen, um zu beweisen, dass eine professionelle Solarthermie-Firma die Anlage errichtet hat. Ab Installationsdatum beträgt die Frist für den BAFA-Antrag sechs Monate.

 ​​ Info
Seit April 2015 können erstmals auch für Solarthermie-Anlagen zur reinen Warmwasserbereitung Fördermittel beim BAFA beantragt werden. Die Investitionskosten lassen sich somit um 500 Euro reduzieren.

Einen KfW-Kredit müssen Sie bereits vor der Solarthermie-Installation beantragen. Für eine erfolgreiche Bewilligung ist neben technischen Mindestvoraussetzungen die Zuhilfenahme eines Energieberaters vorgeschrieben.

Lohnt sich Solarthermie? Kosten und Nutzen im Vergleich

Die Frage, ob sich die hohen Investitionskosten für Solarthermie lohnen, lässt sich nur auf lange Sicht positiv beantworten. Der Nutzen für den Umweltschutz ist hingegen sehr früh gegeben, denn die energetische Amortisationszeit ist bereits nach etwa zwei Jahren erreicht. Unter energetischer Amortisation versteht man die Dauer, die ein Kollektor benötigt, um genau den Energiebetrag zu produzieren, der für seine Herstellung notwendig war. Die Amortisation des Kaufpreises veranschaulichen wir Ihnen anhand zweier Beispiele:

  Beispiel A:
Solarthermie für Warm­wasser­erzeugung
Beispiel B:
Solarthermie für Warm­wasser­erzeugung und Heizungs­unter­stützung
Kaufpreis 4.000 € 10.000 €
abzüglich BAFA-Förderung 500 € 2.000 €
jährliche Energieersparnis 200 € 600 €
Amortisationszeit 17,5 Jahre 13,3 Jahre

Der Amortisationszeit steht eine maximale Nutzungsdauer von 20 bis 25 Jahren gegenüber. Da von stetig steigenden Heizölpreisen auszugehen ist, verringert sich die Amortisationszeit tendenziell sogar.

  Mehr zur BAFA-Förderung können Sie hier nachlesen.

Fazit

Bedenken Sie, dass Solarthermie nur als Unterstützung der bereits bestehenden Heizungseinrichtung dient und sich grundsätzlich bei einem höheren Energieverbrauch mehr lohnt. Überschaubare Ausgaben für jährliche Wartungen sowie ein sparsamer Betrieb von Pumpe und Steuerung halten die laufenden Kosten gering. Entfernt man sich von der bloßen Betrachtung der Amortisationszeit, dann rechnet sich der Solarthermie-Betrieb aufgrund des verringerten Verbrauchs fossiler Energieträger schon von Anfang an.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© Pavel Vakhrushev | Shutterstock
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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