Solaranlagen

Ist meine Anlage rentabel?

Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage

Ist die neue Solaranlage rentabel? Verschiedene Faktoren wie Anschaffungskosten, Finanzierung und Eigenverbrauch sind hier entscheidend. Käuferportal informiert Sie außerdem über die Entwicklung des Strompreises und Einspeisevergütung und gibt Ihnen Tipps, wie Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage erhöhen.

Solar: eine lohnenswerte Investition?

Die Entscheidung für eine Solaranlage wird meist nicht nur aus Umweltbewusstsein getroffen. Neben den ökologischen Aspekten spielt die Wirtschaftlichkeit für viele Anlagenbetreiber eine zentrale Rolle. Die Frage nach der Rendite stellt sich mehr denn je, denn nach sinkenden Einspeisevergütungen und steigenden Preisen für Haushaltsstrom muss umgedacht werden. Hohe Renditen durch Eigenverbrauch ist das neue Motto. Welche Faktoren die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage bestimmen und wann Sich die Anschaffungskosten amortisiert haben, lesen Sie bei uns.

Entwicklung des Strompreises in Deutschland

Die Preise für Haushaltsstrom in Deutschland sind in den letzten Jahren ständig gestiegen: Private Haushalte zahlen derzeit durchschnittlich 29 Cent pro Kilowattstunde. Steuern und Abgaben machen dabei mehr als die Hälfte des Preises aus. Eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt circa 85 Euro Stromkosten im Monat, davon 45 Euro an Steuern und Abgaben. Bereits jetzt liegen die Kosten für Strom aus der eigenen Solaranlage darunter. Im Schnitt kostet selbst produzierter Strom den Nutzer 10 bis 14 Cent. Während die Kosten für Haushaltsstrom in den nächsten Jahren im Schnitt um drei bis fünf Prozent steigen werden, bleiben die Kosten für den selbst produzierten Solarstrom konstant.

Infografik: Energiesparpotenzial Solaranlagen
Einsparpotenzial durch Photovoltaik © Käuferportal

Wovon hängt die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ab?

Die Wirtschaftlichkeit und Rendite einer Photovoltaikanlage hängen für den Eigentümer von vielen verschiedenen Faktoren ab, beginnend bei den Investitionskosten, der Art der Finanzierung und gegebenenfalls der Förderung. Ist die Investition getätigt, spielt der Ertrag der Anlage eine wichtige Rolle. Je höher der Ertrag ausfällt, desto mehr Strom kann verbraucht oder eingespeist werden und desto eher amortisieren sich die Kosten der Anlage. Da die Nutzungsdauer einer Solaranlage auf durchschnittlich 20 Jahre ausgelegt ist, hat die Qualität und Langlebigkeit der einzelnen Komponenten ebenfalls einen Einfluss auf die Rendite.

In eine Solaranlage investieren

  Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage sind in den letzten Jahren stark gesunken. Zusätzlich zu staatlichen Förderungen gab es durch ausländische Anbieter Bewegungen auf dem Markt, die die Konkurrenz belebt und die Preise damit nach unten gedrückt haben. Im Schnitt kostet eine Photovoltaikanlage heute rund 70 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Die folgende Grafik zeigt die Preisentwicklung von Solarstromanlagen in den letzten Jahren:

Infografik: Preisentwicklung für Solaranlagen von 2007 bis 2015
Quelle: Käuferportal | BSW-Solar

  Art der Finanzierung

Da die Photovoltaiktechnik als wichtiger Beitrag zur Energiewende in Deutschland gilt, gibt es mehrere Wege der Förderung. Die größte Hürde beim Kauf einer Solaranlage ist die Beschaffung der Investitionssumme in Höhe von durchschnittlich 8.000 bis 12.000 Euro. Die KfW Bankengruppe vergibt im Rahmen ihres Förderprogramms deshalb langfristige und zinsgünstige Darlehen. Auch zahlreiche private Kreditinstitute vergeben Darlehen für die Investition in Photovoltaik. Wer sich frühzeitig informiert, ist im Vorteil. Anträge müssen mitunter vor der eigentlichen Installation eingereicht und genehmigt werden. Alle Informationen zu verschiedenen Förderprogrammen finden Sie hier.

  Stromertrag

Im Durchschnitt erzeugt eine Photovoltaikanlage in Deutschland ca. 800 bis 1.050 Kilowattstunden Strom pro Kilowattpeak (kWp) im Jahr. Da der kWp-Wert unter optimalen Bedingungen ermittelt wird, weicht die eigentliche Leistung der Solaranlage von den angegebenen Werten ab. Der Ertrag der Photovoltaikanlage ist außerdem abhängig von folgenden Faktoren:

  • Art der Solarmodule
  • Geografische Lage
  • Ausrichtung und Neigung der Dachfläche
  • Verschattung
  • Klima

Nähere Informationen zu den Voraussetzungen für Solaranlagen lesen Sie hier.

Eigenverbrauch

Bei der Planung von Photovoltaikanlagen muss der erzielbare Eigenverbrauchsanteil und der Autarkiegrad im Auge behalten werden. Wer den produzierten Strom komplett ins öffentliche Netz einspeist, kann zwar seine Stromkosten reduzieren, wirtschaftlich gesehen ist diese Methode jedoch nicht sehr effektiv. Wer den Strom selbst verbraucht, profitiert mehrfach. Die Nutzung oder Speicherung zum späteren Verbrauch des Solarstroms ersetzt den Bezug von teurem Strom vom Energieversorger. Der Nutzer spart damit Geld und macht sich gleichzeitig unabhängig von steigenden Strompreisen. Ein weiterer Bonus: Man schont die Umwelt.

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Sparpotenzial durch hohen Eigenverbrauchsanteil

Ein Beispiel für die Ersparnis durch Eigenverbrauch: Im Jahr 2016 wurde eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus mit einer jährlichen Nennleistung von 4.000 kWh installiert. Die Einspeisevergütung betrug zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme 12,31 Cent pro kWh, Haushaltsstrom kostet rund 29 Cent pro kWh. Nachfolgende Tabelle zeigt die Ersparnisse bei unterschiedlichen Eigenverbrauchsanteilen:

  Volleinspeisung 50 % Eigenverbrauch 75 % Eigenverbrauch
Einspeisung 4.000 kWh 2.000 kWh 1.000 kWh
Eigenverbrauch - 2.000 kWh 3.000 kWh
Einspeisevergütung 492 € 246 € 123 €
Ersparnis durch Eigenverbrauch - 580 € 870 €
Steuerabgaben bei
ca. 5 Cent/kWh
200 € 100 € 50 €
Gesamte Rendite + Ersparnis 292 € 726 € 943 €

Eigenverbrauch erhöhen durch Solarspeicher

Mit verschiedenen Systemlösungen kann der Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 80 Prozent gesteigert werden. Solarspeicher und Akkus sowie Energiemanagement-Systeme fördern die optimale Nutzung des erzeugten Stroms. Überschüssige Mengen, die meistens zur Mittagszeit entstehen, können so gespeichert und gezielt abgegeben werden. So spart sich der Nutzer den Bezug von teurem Netzstrom und muss bis zu 60 Prozent weniger beziehen. Die folgende Grafik zeigt, wie sich der Anteil des übers öffentliche Netz eingespeisten Stroms mit Solarstromanlage und der zusätzlichen Installation eines Speichers verringert. Während ohne Photovoltaikanlage noch der gesamte Strom vom Anbieter bezogen werden muss, kann mit einer PV-Anlage ohne Speicher bis zu 30 Prozent durch Eigenverbrauch eingespart werden, mit Speicher sogar bis zu 60 Prozent.

Weniger Netzbezug dank Solarspeicher

Weniger Netzbezug dank Solarspeicher
Quelle: Käuferportal

Amortisation von Photovoltaikanlagen

Laut Schätzungen amortisiert sich die Investition einer Solaranlage nach 10 bis 15 Jahren. Mit einem Lebenszyklus von circa 20 bis 30 Jahren kann eine Investition zudem sehr ertragreich sein. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da dieser Zeitraum von staatlichen Förderungen, der Dimensionierung der Anlage und dem erzielten Ertrag abhängig ist. Fakt ist, dass heute die höchste Rentabilität und damit Wirtschaftlichkeit von den Betreibern erreicht wird, die möglichst viel Strom selbst verbrauchen. Der Kostenvorteil des Eigenverbrauchs liegt derzeit bei 12 bis 15 Cent pro kWh. Die Rentabilität und die damit verbundene frühe Kostenamortisierung kann gefördert werden durch:

  • hoher Eigenverbrauchanteil
  • günstige Anschaffungskosten
  • schnelle Inbetriebnahme
  • optimierte Wirkungsgrade

Wirtschaftlichkeit und Amortisation von Solarthermie-Anlagen

Während bei Photovoltaik-Anlagen lange Zeit die Einspeisevergütung als Anreiz für die Installation galt, liegt der Hauptgrund für die Nutzung von Solarthermie im Eigenverbrauch. Die Rentabilität der Solarthermie-Anlage hängt direkt mit der Reduzierung des Öl- und Gasverbrauchs und den dadurch eingesparten Heizkosten zusammen. Je höher also die Gas- und Ölpreise sind, desto rentabler ist auch die Anlage.

Blatt-IconIn Bezug auf den ökologischen Nutzen ist die Solarthermie höher zu bewerten, in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit hingegen die Photovoltaik-Anlage.

Um die Wirtschaftlichkeit zu beziffern, werden Kosten, Ertrag und Nutzungsdauer herangezogen. Je höher die anfänglichen Investitionskosten sind, desto länger dauert es, bis die Anlage diese Kosten eingeholt hat und erste Renditen zu erwarten sind. Bei einfachen Solarheizungen, die beispielsweise zur Erwärmung eines Schwimmbeckens eingesetzt werden, tritt dies schon nach 3 bis 7 Jahren auf. Bei Anlagen zur Erwärmung von Trinkwasser sowie bei kombinierten Systemen zur Heizungsunterstützung sind es 8 bis 14 Jahre.

Ökologische Amortisierung

Die ökologische Amortisierung nimmt weniger Zeit in Anspruch als die wirtschaftliche. Der Zeitpunkt, an dem die Anlage mehr Energie erwirtschaftet hat als bei ihrer Produktion aufgewendet wurde, liegt bei Solarthermie-Anlagen zur Trinkwassererwärmung bei 1,5 Jahren, bei Kombi-Systemen zur Heizungsunterstützung zwischen 2 und 4 Jahren.

Mehr Informationen zu erneuerbaren Energien wie Solarthermie, Photovoltaik sowie Bio-, Wasser- und Windenergie finden Sie ebenfalls bei uns.

Langfristig profitieren

Die Anschaffung einer Solaranlage fordert eine hohe Investition und zeigt erst langfristig die erwünschten finanziellen Ergebnisse. Bis sich die Kosten amortisiert haben, kann es mitunter bis zu 15 Jahre dauern. Doch in Anbetracht der stetig steigenden Strompreise lohnt sich eine Solaranlage schon während der Amortisierungszeit. Denn es gilt: Je höher die Kosten für Netzstrom, desto höher auch die Rendite für den Solaranlagenbetreiber. Mithilfe eines Solarrechners - zum Beispiel von Stiftung Warentest - oder eines Solaranlagenfachmannes können Sie genau berechnen, wann und in welchem Maß Sie mit Solarenergie wirtschaften können.
Käuferportal hilft Ihnen gerne bei der Suche nach dem richtigen Anbieter für Ihre neue Solaranlage. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und füllen Sie unseren Online-Fragebogen aus. Wir vermitteln Ihnen anschließend kostenlos und unverbindlich bis zu drei geprüfte Solaranlagenhersteller aus Ihrer Region, die Ihnen ein individualisiertes Angebot für Ihre neue Anlage machen. Sie können sich für das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Elena Elisseeva | Shutterstock
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© KB3 | Fotolia
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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