Solaranlagen

Photovoltaikanlagen-Komponenten

Wechselrichter im Test

Die Qualität des Wechselrichters spielt eine große Rolle für den Ertrag einer Solaranlage. Unabhängige Tests helfen Ihnen, den effizientesten Wechselrichter für Ihre neue Anlage zu finden. Bei Käuferportal erfahren Sie, wie ein Wechselrichter funktioniert, welche Qualitätskriterien gelten und wo Sie unabhängige Testergebnisse finden.

Eigenschaften von Wechselrichtern

Wechselrichter sind neben Solarmodulen die wichtigsten Bauteile einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage. Sie wandeln den von der Anlage produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um, denn nur in dieser Form kann er ins öffentliche Stromnetz eingespeist und im eigenen Haushalt genutzt werden.

Wechselrichter für eine Solaranlage

Der Wechselrichter hat direkte Auswirkungen auf die Stromausbeute Ihrer Solaranlage. Denn: Je höher der Wirkungsgrad ist, desto höher sind die Erträge. Deshalb sollten Sie auf eine gute Qualität dieses wichtigen Bauteils achten. Zahlreiche Tests nehmen regelmäßig die verschiedenen Modelle unter die Lupe und leisten Orientierung beim Kauf.

 


Qualitätskriterien für Wechselrichter

Doch welche Kriterien stehen im Mittelpunkt der Tests? Und was macht einen Wechselrichter qualitativ hochwertig?

  Wirkungsgrad

Im Testlabor wird der Wirkungsgrad bestimmt. Dieser sollte höher als 95%, idealerweise höher als 98% liegen. Die besten Geräte erreichen heutzutage Wirkungsgrade von 99%. Das heißt, dass der Wechselrichter nur ein Hundertstel der von der Solaranlage produzierten Energie nicht umwandelt. Zum Vergleich: Kraftwerke verfügen über Wirkungsgrade zwischen 40 und 60% – das heißt, dass rund die Hälfte der Energie nicht genutzt wird. Zudem fließt in die Testergebnisse mit ein, ob der Wechselrichter die erwarteten Leistungen auch bei weniger günstigen Lichtverhältnissen erbringt.

Punkt der höchsten Leistung – Maximum Power Point

Eine wichtige Aufgabe eines Wechselrichters ist die konstante Leistungsoptimierung der Solarmodule. Diese Aufgabe übernimmt eine integrierte Software, die in regelmäßigen Abständen die Module so regelt, dass sie permanent am Maximum Power Point (MPP), also am Punkt der höchsten Leistung, arbeiten.

  Sicherheit

Hier wird geprüft, wie sicher die elektronischen Komponenten sind. Die Anschlüsse und Bauteile sollten so gesichert sein, dass der Anwender keinen elektrischen Schlag bekommt. Bei Spannungsschwankungen (z. B. durch einen Blitzeinschlag) sollte sich das Gerät vom Netz trennen, um Schäden zu verhindern.

Umwelteinflüsse wirken auf einen Wechselrichter
Gehäuse als Schutz für den Wechselrichter © Käuferportal

  Gehäuse

Die Qualität des Gehäuses entscheidet über die Nutzungsmöglichkeiten. Soll der Wechselrichter draußen angebracht werden, muss die Außenhülle das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Ein Anhaltspunkt dafür sind DIN-Normen: Geräte mit der Kennzahl IP65 eignen sich für den Betrieb sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.

  Ausstattung und Extras

Einige Modelle verfügen über eine Bluetooth- oder WLAN-Schnittstelle. Mit dieser können dann Nutzungsdaten der Solaranlage an den heimischen Computer gesendet und mithilfe einer passenden Software ausgewertet und protokolliert werden.

  Lautstärke

Im Test steht auch die Betriebslautstärke von Wechselrichtern auf dem Prüfstand. Wenn Sie das Gerät in einem Wohnraum anbringen möchten, sollten Sie auf eine geringe Geräuschentwicklung achten.

  Lebensdauer und Garantie

Zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung können Hersteller eine freiwillige Garantie anbieten. Viele geben auf Wechselrichter eine Garantie von 5 Jahren, manche jedoch auch mehr. Grundsätzlich liegt die durchschnittliche Lebensdauer von Wechselrichtern unter der von Solarmodulen – ein Minimum von 10 Jahren sollten sie jedoch erreichen.

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Wo finde ich Testergebnisse?

  • Stiftung Warentest ist eine Verbraucherorganisation, die regelmäßig verschiedene Produkte testet. Aufgrund der Testergebnisse vergibt Stiftung Warentest eine Note und das entsprechende Produkt darf dann das bekannte Siegel tragen. Die Tests für Solaranlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert und in der Regel in Zusammenarbeit mit professionellen Labors durchgeführt. Die Ergebnisse veröffentlicht Stiftung Warentest im gleichnamigen Printmagazin und im Internet.
  • Das GS-Zeichen (kurz für Geprüfte Sicherheit) ist ein gesetzlich geregeltes Prüfsiegel, das der Kennzeichnung der Produktsicherheit dient. Die entsprechenden Tests werden von unabhängigen Prüfstellen durchgeführt.
  • Neben dem GS-Zeichen gibt es eine Reihe von Prüfsiegeln, die von privaten Testinstituten vergeben werden. Zu den entsprechenden Organisationen gehört beispielsweise der TÜV oder der VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik). Beide befassen sich mit der Prüfung der Sicherheit und Qualität elektronischer Produkte und verleihen ein entsprechendes Siegel.
  • Auch private Fachmagazine, wie die Solarzeitschrift Photon, testen und vergleichen in eigenen Labors die neuesten Solarprodukte auf dem Markt.

Je nach Solaranlage und Ausrichtung können unterschiedliche Wechselrichter für Sie infrage kommen. Besonders wichtig ist jedoch, dass die Leistung des Wechselrichters nicht unter der Gesamtleistung der Solarmodule liegt.

Funktionsweise eines Wechselrichters

Ein Wechselrichter ist eine der zentralen Komponenten einer Solaranlage. Folgende Funktionen hat der Wechselrichter:

  • Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom
  • Optimierung der Leistung der Solarmodule
  • Überwachung der Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz
  • Netzmanagement
Aufbau einer Solaranlage
Aufbau einer Solaranlage © Käuferportal | energie-trend21.de

So funktioniert ein Wechselrichter: Auf der Eingangsseite befindet sich ein sogenannter Gleichspannungswandler. Die Solarmodule produzieren Gleichstrom, auch als DC (Abkürzung für direct current) bezeichnet. Am Ausgang befindet sich der eigentliche Wechselrichter, der den Gleichstrom in Wechselstrom (auch AC für alternating current) umwandelt und sich automatisch mit dem Stromnetz synchronisiert.

Im Gerät befindet sich außerdem der sogenannte Maximum Power Point Tracker (MPPT): Dies ist ein Bauteil, das die Funktion der Solarmodule so steuert, dass diese immer im Bereich des Leistungsoptimums arbeiten.

Passende Wechselrichter und Solaranlage finden

Unabhängige Tests und Qualitätssiegel helfen Ihnen, sich auf dem Markt zu orientieren und einen effizienten Wechselrichter zu finden. Doch bedenken Sie: Auch der beste Wechselrichter kann seine volle Leistung nur erbringen, wenn alle Komponenten der Solaranlage gut aufeinander abgestimmt und funktionstüchtig sind.

Deshalb unser Tipp: Wenden Sie sich an einen Fachbetrieb, der Ihnen bei Planung, Kauf und Montage Ihrer Solaranlage zur Seite steht. Käauferportal vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei Solaranbieter aus Ihrer Region, die maßgeschneiderte Angebote für Sie erstellen. Füllen Sie einfach unseren kurzen Online-Fragebogen aus und geben Sie Ihre Wünsche für Ihre neue Anlage an. Nach einem kurzen Gespräch mit unserem Kundenservice erhalten Sie über die Anbieter bis zu drei maßgeschneiderte Angebote, aus denen Sie das beste wählen können.

Bildquellen:
© Käuferportal
© anweber | Fotolia
© Elena Elisseeva | Shutterstock
© energie-trend21.de
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© KB3 | Fotolia
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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