Solaranlagen

Solaranlagen zur Stromgewinnung

Solarstrom aus Photovoltaikanlagen

Solarstrom entsteht, wenn Sonnenenergie mithilfe einer Photovoltaikanlage in elektrische Energie umgewandelt wird. Erfahren Sie hier bei Käuferportal alles, was Sie über Solarstrom wissen müssen: Von der Entwicklung der Solarstromnutzung in Deutschland über die staatlich geregelte Einspeisevergütung bis hin zu Tipps für die Suche nach einem passenden Anlagen-Anbieter.

Erneuerbare Energien

Das begrenzte Vorkommen fossiler Brennstoffe für die Energiegewinnung und die damit einhergehenden Umweltbelastungen machen Alternativen notwendig. Erneuerbare Energien sind eine solche Alternative. Sie sind nachhaltig, d. h. unbegrenzt verfügbar und ihre Gewinnung und Nutzung geschieht nicht auf Kosten der Umwelt. Sonnenenergie ist kostenlos und umweltfreundlich. Solaranlagen können die Sonnenstrahlung auf zwei Weisen verwerten:

Sonnezur Erzeugung von Wärme und Warmwasser (Solarthermie)

Sonnezur Erzeugung von Strom (Photovoltaik)

Solarstrom und Solarwärme im Vergleich
Solarstrom und Solarwärme gegenübergestellt © Käuferportal

Ist Solarstrom relevant?

Neben Energie aus Wind oder Biomasse liefert Photovoltaik einen weiteren relevanten Beitrag zur Stromversorgung. Im Jahr 2015 deckte Solarstrom 5,9 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland ab. An sonnenreichen Tagen sind es zeitweise sogar 35 Prozent.

Entwicklung der Solarstromnutzung in Deutschland

Ende 2015 vermeldete die Branche 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland. Das entspricht einer Nennleistung von 40 Gigawatt – mehr Leistung als jedes Kraftwerk in Deutschland. Zwischen 2006 und 2012 lag die Wachstumsrate an neu installierten Solarstromanlagen bei 40 Prozent, 2013 ging sie auf 10 Prozent zurück, Tendenz weiter fallend. Am häufigsten werden Anlagen mit einer Nennleistung von 5 bis 10 Kilowattpeak verkauft, also mittelgroße Anlagen, die hauptsächlich für die private Nutzung vorgesehen sind.

Infografik: Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch - Entwicklung bis 2015
Entwicklung der Anteile erneuerbarer Energien am Netto-Stromverbrauch in Deutschland
© Käuferportal | Datenquelle: Fraunhofer-Institut

 

Anzahl der Photovoltaikanlagen nach Leistung 2015
Anzahl der Meldungen von Photovoltaikanlagen 2015 nach Leistung
© Käuferportal | Datenquelle: Bundesnetzagentur

Arten von Solarstromanlagen

Es gibt zwei Typen von Photovoltaikanlagen: netzgekoppelte Anlagen und Inselanlagen.

Der Weg, den Solarstrom in einer netzgekoppelten Anlage nimmt
Funktionsweise einer netzgekoppelten Anlage © Käuferportal

Netzgekoppelte Anlagen
Netzgekoppelte Anlagen, zum Beispiel Auf- oder Indach-Anlagen, wandeln Gleichstrom mithilfe eines Wechselrichters in netzüblichen Wechselstrom (230 Volt Wechselspannung) um. So kann er im Haushalt genutzt und in das öffentliche Netz eingespeist werden. Speisen Sie Solarstrom in das öffentliche Netz ein, besteht eine Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur. Denn der eingespeiste Strom wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Netzbetreiber vergütet. Dieser holt sich das Geld vom Staat wieder.

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Die Hauptkomponenten einer Photovoltaik-Insellösung
Inselanlagen-Nutzung © Käuferportal

Inselanlagen
Netzunabhängige Inselanlagen werden dort eingesetzt, wo kein Anschluss an das öffentliche Stromnetz existiert. So dienen sie oftmals als mobile Geräte für Campingbusse oder Boote. Dank eines Solarspeichers ermöglichen sie eine autarke Stromversorgung - selbst wenn nachts der Energiegewinn ausbleibt. Sie kommen aber auch als festinstallierte Variante vor, wie zum Beispiel auf Berghütten oder Gartenhäusern. Mehr über diese Form der Photovoltaikanlage, ihren Aufbau und Kosten können Sie in diesem Artikel nachlesen.

 

Staatliche Förderung: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Kern des EEG ist die Einspeisevergütung: Der Betreiber der Photovoltaikanlage erhält vom Netzbetreiber einen bestimmten Betrag, der nach aktueller Gesetzeslage für 20 Jahre garantiert ist. Derzeit unterliegt dieser Betrag keiner monatlichen Degression. Jedoch wird die Einspeisevergütung langfristig gesehen weiterhin sinken, je später Sie eine Photovoltaikanlage an das Netz anschließen. Derzeit liegt die Vergütung im Durchschnitt bei 12 Cent pro Kilowattstunde. Gestaffelt ist die Einspeisevergütung nach der Größe der Anlage (gemessen in Kilowattpeak) und nach ihrer Verwendung. Für Dachanlagen sieht die Entwicklung folgendermaßen aus:

Entwicklung der Einspeisevergütung (in Cent)
Monat (2016) bis 10kWp bis 40kWp bis 500kWp

bis 500kWp*

Januar 12,31 11,97 10,71 8,53
Februar 12,31 11,97 10,71 8,53

März

12,31 11,97 10,71

8,53

*Anlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich und Anlagen auf Freiflächen

EEG-Umlage – Finanzierung der Einspeisevergütung

Finanziert wird die Einspeisevergütung durch die EEG-Umlage. Diese liegt derzeit bei rund 6,35 Cent pro Kilowattstunde konventionellem Strom. Alle Verbraucher müssen diese Umlage über ihre Stromabrechnung zahlen. Seit August 2014 spielt die EEG-Umlage auch für bestimmte Solaranlagenbesitzer eine Rolle: Besitzt die Solaranlage eine Nennleistung von mindestens 10 kWp, fallen für jede Kilowattstunde Eigenverbrauch Abgaben in Höhe von 30 Prozent der EEG-Umlage an. Das sind derzeit rund zwei Cent. 2016 erhöht sich dieser Wert auf 35 Prozent, 2017 sind es 40 Prozent. 

Die Umlage ergibt sich aus der Differenz zwischen Einspeisevergütung und dem Preis, den Solarstrom an der Börse erzielt. Dieser ist derzeit günstiger als konventioneller Strom, weil der Anteil von Ökostrom am Markt kontinuierlich steigt. Die Umlage erhöht sich, je günstiger Solarstrom an der Börse gehandelt wird. Viele Unternehmen sind von der Umlage befreit mit der Begründung, dass sie wettbewerbsfähig bleiben müssen. Dies ist jedoch ein streitbarer Punkt, da die Befreiung sich nicht mit EU-Recht zu fairem Wettbewerb vereinbaren lässt.

Entwicklung der EEG-Umlage für Nutzer von konventionellem Strom in Deutschland
 Entwicklung der EEG-Umlage für Nutzer von konventionellem Strom in Deutschland © Käuferportal

Sparen mit Solarstrom

Mit Solarstrom allein können Sie Ihren Eigenbedarf zwar noch nicht ganz decken, dennoch lohnt sich die Kombination von konventionellem Strom an sonnenarmen Tagen und einer Photovoltaikanlage – nicht nur für die Umwelt, sondern auch finanziell. Denn die Preise für Haushaltstrom steigen kontinuierlich: Der durchschnittliche Strompreis ist zwischen 1998 und 2015 von 17,11 Cent auf fast 30 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Das ist eine Erhöhung um 70 Prozent. Die folgende Grafik zeigt Ihnen die prognostizierte Strompreisentwicklung von Solar- und Haushaltsstrom. Solarstrom ist längst günstiger als konventioneller Strom. Das liegt an den gesunkenen Preisen für Solarmodule bei steigender Effizienz: Kostete 2006 ein Kilowattpeak noch über 5.000 Euro, sind es heute unter 1.700 Euro. Damit verringert sich auch die Amortisationsspanne einer Photovoltaikanlage erheblich.

Solarstrom ist seit 2013 günstiger als Haushaltsstrom

Solarstrom günstiger als Haushaltsstrom - Diagramm

Quelle: Käuferportal | solaranlage-ratgeber.de

Rechenbeispiel für Stromersparnis

Man kann für einen 4-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden rechnen. Auszugehen ist von einer durchschnittlichen Strompreiserhöhung von 6 Prozent pro Jahr. Eine 5 Kilowattpeak-Anlage mit einem durchschnittlichen Jahresertrag von 950 Kilowattstunden pro Kilowattpeak spart bei einem Eigenverbrauch von 70 Prozent und einer Netzeinspeisung von 30 Prozent in 30 Jahren ca. 50.000 Euro Stromkosten.

Eigenverbrauch und Einspeisung von Solarstrom
Eigenverbrauch und Einspeisung von Solarstrom © Käuferportal

Wovon hängt die Leistung einer Photovoltaikanlage ab?

Die Solarmodule sind mit einer Nennleistung in Kilowattpeak gekennzeichnet. Diese gibt an, wie viel Strom ein Solarmodul zu optimalen Bedingungen erbringen kann. Die Sonneneinstrahlung schwankt, erhöhte Temperaturen mindern die Leistung der Anlage und eine südliche Ausrichtung erzielt höhere Erträge als eine westliche.

Solarstrom vom Fachmann

Mit einer eigenen Photovoltaikanlage machen Sie sich unabhängig von den stets steigenden Energiepreisen. Mit Käuferportal finden Sie den passenden Anbieter für Ihr Projekt: Fordern Sie über unseren Online-Fragebogen kostenlos und unverbindlich bis zu drei maßgeschneiderte Angebote von geprüften Solaranlagen-Anbietern aus Ihrer Region an. Sie entscheiden, welcher der Anbieter den Auftrag erhält.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Elena Elisseeva | Shutterstock
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© KB3 | Fotolia
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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