Solaranlagen

Solarstrom für den Eigenbedarf

Solarspeicher und Akkus

Mit einem Solarspeicher können Sie den Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage auch zu einem späteren Zeitpunkt nutzen und sich damit unabhängiger von steigenden Strompreisen machen. Käuferportal informiert Sie über die Funktionsweise sowie Arten von Solarspeichern und Akkus – und wann es sich überhaupt für Sie rentiert, einen Solarspeicher anzuschaffen.

Eigenverbrauch statt Netzeinspeisung

Wer Solarstrom ins Netz einspeist, bekommt derzeit weniger als 12 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Preis von 30 Cent für Strom vom externen Anbieter ist Solarenergie in dieser Hinsicht kein lohnenswertes Geschäft mehr. Der Einsatz von Solarspeichern oder Akkus kann den finanziellen Aspekt von Photovoltaikstrom wieder zum Positiven wenden: Stromspeicher können den Eigenverbrauchsanteil von einem Drittel auf bis zu 70 Prozent steigern und damit die Energiekosten senken. Während die Stromspeicher vor einigen Jahren noch zu teuer und unausgereift waren, wird die Anschaffung durch den technischen Fortschritt und staatliche Förderungen immer interessanter. Wir haben alle relevanten Informationen für Sie gesammelt.

Die Fakten im Überblick:

Akku halbvoll (Icon)Der finanzielle Vorteil eines Solarspeichers liegt in den ersparten Stromkosten: Je teurer der Netzstrom am Markt wird, desto rentabler ist die eigene Photovoltaikanlage mit selbstproduziertem Sonnenstrom.


Akku fast voll (Icon)Bei einem Strompreis von 26 Cent und einem Ertrag von 850 kWh spart man bei 80 % Eigenverbrauch fast 200 Euro im ersten Jahr. Bei stabilen Strompreisen und Erträgen ergäbe sich in 20 Jahren eine Ersparnis von knapp 4.000 Euro.


Akku voll (Icon)Ohne einen Solarspeicher liegt der Eigenverbrauchsanteil bei 20 bis 30 Prozent. Eine Anlage mit Speichermöglichkeit erreicht 70 bis 80 Prozent.

 

Das Grundprinzip des Stromspeicherns

Der höchste Stromverbrauch eines Durschschnittshaushalts ist morgens und abends. Die Stromproduktion einer privaten Photovoltaikanlage hat ihre Leistungsspitze aufgrund der erhöhten Sonneneinstrahlung jedoch am Mittag. Stromerzeugung und Stromverbrauch passen also zeitlich nicht zusammen.

Zeiten des höhsten Durchschnittverbrauchs eines Haushalts
Diskrepanz von Stromproduktion und -verbrauch © Käuferportal

Der Solarspeicher sammelt den Stromüberschuss, der zum Zeitpunkt der Erzeugung nicht verbraucht werden kann. Wenn die Strommenge wieder benötigt wird, zum Beispiel in den Abendstunden, gibt die Anlage die zuvor gespeicherten Erträge wieder ab.

Solarspeicher sammelt den Stromüberschuss
Effiziente Stromnutzung und geringere Stromkosten dank eines Solarspeichers © Käuferportal

So arbeitet ein Solarspeicher

Ziel ist es also, den durch die eigene Photovoltaikanlage produzierten Strom sinnvoll und möglichst effektiv zu nutzen. Die Photovoltaikanlage wird hierfür mit einem Solarspeicher kombiniert und arbeitet mit Solarstromzähler, Einspeise- und Bezugszähler sowie Umschalter und Laderegler zusammen. Dieses intelligente Energiemanagementsystem regelt den Stromfluss zwischen Solarzellen, Batterie und dem Stromnetz (siehe Grafik).

Arbeitsweise eines Solarspeichers
Funktionsweise eines Solarspeichers © Käuferportal

Scheint die Sonne, wird der Strom bei Bedarf direkt in die Hausleitungen überführt. Die Menge ist genau abgestimmt auf den Energiebedarf, den zum Beispiel die laufende Waschmaschine hat. Ist dieser Bedarf abgedeckt und die Zellen produzieren weiterhin Strom, fließt die überschüssige Menge in die Batterie. Sobald die Maximalkapazität erreicht ist, schaltet das System automatisch um und der ab dann produzierte Strom wird ins Netz eingespeist. Nach Sonnenuntergang versorgt die Batterie das Haus dann mit Strom. In der Regel ist die Speicherkapazität so ausgelegt, dass der Haushalt bis zum nächsten Morgen mit Strom versorgt ist. Ist der Bedarf höher, wird Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen.

Vergleichen Sie bis zu
3 Solaranlagen-Angebote!

Kostenlos Angebote erhalten & sparen

Speichermöglichkeiten

In privaten Haushalten kommen meist indirekte Photovoltaikspeicher zum Einsatz, da diese eine höhere Kapazität als direkte Speicher besitzen. Unter indirekten Speichermöglichkeiten versteht man elektrochemische Speicher wie Akkus oder Batterien. Erhältlich sind derzeit hauptsächlich Blei-Säure- und Blei-Gel-Akkus sowie Lithium-Ionen-Akkus.

1. Blei-Säure-Akkus und Blei-Gel-Akkus

Diese beiden Akku-Typen finden schon seit Jahren Anwendung, unter anderem in der Automobil-Industrie. Neben den handelsüblichen Blei-Säure-Akkus werden in letzter Zeit auch häufiger Blei-Gel-Akkus für die Speicherung von Solarstrom herangezogen. Diese sind zwar etwas teurer, dafür wartungsfreundlicher.

  • günstigere Anschaffungskosten
  • nicht mehr als 3.000 Vollzyklen möglich
  • geringere Ladetiefe
  • weniger nutzbare Speicherkapazität
  • geringer Wirkungsgrad

Die Häufigkeit der Aufladungen verringert die Lebensdauer eines Akkus.

2. Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen-Akkus sind noch nicht allzu lange in der Stromspeichertechnik etabliert. Aussagen über Langzeittauglichkeit können deshalb noch nicht getroffen werden.

  • vergleichsweise hohe Anzahl von Ladezyklen
  • hoher Wirkungsgrad
  • deutlich teurer als andere Akkus
  • Gefahr durch Überhitzung oder Überladung

Der erzeugte Strom kann nicht zu 100 Prozent gespeichert und wieder aus dem PV-Speicher entnommen werden. Sowohl beim Lade- als auch beim Entladevorgang ist mit Energieverlust zu rechnen. Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen aufgenommener und abgegebener Energie.

Wann macht ein Stromspeicher Sinn?

Vor einigen Jahren war es Ziel, mit privaten Photovoltaikanlagen so viel Strom wie möglich ins Netz einzuspeisen. Aufgrund der hohen Einspeisevergütung, die damals noch über dem Preis für normalen Haushaltsstrom lag, war dies ein lohnenswertes Geschäft. Privatpersonen konnten also den Solarstrom teuer an den Netzbetreiber verkaufen, selbst aber günstigen Strom beziehen. Doch in den letzten Jahren haben rechtliche und wirtschaftliche Veränderungen für ein Umdenken gesorgt. Lesen Sie in unserer Übersicht, für wen sich die Anschaffung eines Solarspeichers heute lohnt:

Solarspeicher bei Einspeisevergütung

Speicher bei Einspeisevergütung von über 30 Cent
Betreiber älterer Anlagen (Inbetriebnahme vor 2009) bekommen eine Einspeisevergütung von 30 Cent pro kWh oder sogar mehr. Hier ist die Anschaffung eines Stromspeichers, mit dem man den Strom selbst verbrauchen kann, wirtschaftlich nicht sinnvoll. Der Wert des selbst erzeugten Stroms ist höher als der des zugekauften Haushaltsstroms.

Solarspeicher bei Eigenverbrauchsvergütung

Speicher bei Eigenverbrauchsvergütung
Mit Anlagen aus jüngerer Zeit (Inbetriebnahme zwischen 2009 und 2012) beziehen Sie Geld für den selbst verbrauchten Strom, die sogenannte Eigenverbrauchsvergütung: Man unterscheidet zwischen einem Eigenverbrauchsanteil von weniger als 30 Prozent, der gering vergütet wird, und einem höher vergütetem Anteil von über 30 Prozent. Hier ist ein Solarspeicher unter Umständen sinnvoll, um für einen höheren Eigenverbrauchsanteil mehr Geld zu bekommen.

Solarspeicher bei Einspeisevergütung 20 Cent und weniger

Speicher bei Einspeisevergütung von 20 Cent und weniger
Für Solaranlagen, die nach 2012 installiert wurden, sind die finanziellen Förderungen meist sehr gering. Eine Eigenverbrauchsvergütung fällt komplett weg und die Einspeisevergütung liegt oft bei weniger als 20 Cent/kWh. Statt den Solarstrom einzuspeisen und teuren Strom für über 25 Cent zu kaufen, macht hier ein Solarspeicher zur besseren Eigennutzung mehr Sinn.

Solarspeicher für neue Anlagen in der Zukunft

Speicher für neue Anlagen in der Zukunft
Plant man jetzt oder zukünftig die Installation einer Photovoltaikanlage, ist es sinnvoll, von Beginn an einen Stromspeicher in Betracht zu ziehen. Bei einer Einspeisevergütung von weniger als 12 Cent/kWh macht es nur Sinn, den Strom selbst zu nutzen. Mit dem richtigen Nutzungsverhalten ist mit einem Stromspeicher ein Eigenverbrauchsanteil von fast 100 Prozent möglich. Außerdem benötigt jede Photovoltaikanlage einen Wechselrichter, der in DC-gekoppelten Speichern schon vorhanden ist.

Kosten eines Solarspeichers oder Akkus

Noch sind Solarstromspeicher relativ kostenintensiv. Experten rechnen aufgrund der erhöhten Nachfrage mit einem höheren Produktionsvolumen und damit zukünftig niedrigeren Preisen. Zurzeit kostet ein Solarstromspeicher für eine Photovoltaikanlage eines Einfamilienhauses je nach Kapazität 6.000 bis 15.000 Euro. Ein direkter Preisvergleich fällt schwer. Den wichtigsten Faktor bilden die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde. Außerdem ist der Preis abhängig von:

  • nutzbarer Speicherkapazität
  • maximaler Entladeleistung
  • Anzahl der Vollzyklen

KfW-Förderung für Solarspeicher

Kosten und staatlicher Zuschuss für einen Solarstromspeicher
Kosten und staatlicher Zuschuss für einen Solarstromspeicher © Käuferportal | solaranlagen-portal.com

Bis Ende 2015 konnte eine Förderung (Nr. 275) von der KfW-Förderbank speziell für Solarspeicher beantragt werden: Betreiber einer privaten Photovoltaikanlage erhielten bis zu 660 Euro pro Kilowattpeak als Tilgungszuschuss, wenn sie ihre Anlage mit einem Solarspeicher oder Akku nachrüsteten.

Es ist geplant, dass ab 2016 andere Förderprogramme an die Stelle des KfW-Programms 275 treten sollen.

Den richtigen Anbieter finden

Die Zeit, in der es sich lohnte, so viel Solarstrom wie möglich ins Netz einzuspeisen, ist vorbei. Das Thema Eigenverbrauch steht nun im Mittelpunkt der privaten Photovoltaikanlagen. Ein Solarspeicher ist eine sinnvolle Lösung, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage zu optimieren. Gerade bei neueren Anlagen lohnt sich die Installation eines Speichers, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und die Energiekosten damit zu verringern. Sind Sie gerade dabei, Ihre Photovoltaikanlage zu planen, ist die gleichzeitige Anschaffung eines Solarspeichers oder Akkus sehr zu empfehlen.

Ihr Solaranlagenhändler berät Sie gerne vor Ort und unterstützt Sie bei Ihrer Entscheidung. Käuferportal hilft Ihnen dabei, den richtigen Anbieter zu finden: Wir vermitteln Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei geprüfte Anbieter aus Ihrer Region. Das einzige, was Sie dafür tun müssen: Uns Ihre Wünsche über unser Online-Formular mitteilen, Angebote erhalten und sich für das beste entscheiden.

Bildquellen:
© Käuferportal
© anweber | Fotolia
© Elena Elisseeva | Shutterstock
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© Olena Mykhaylova | Shutterstock
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
Solar cta lang
Angebote für Solaranlagen
von regionalen Anbietern vergleichen
Bitte wählen Sie Ihren Standort
  • Unverbindliche Angebote
  • Nur qualifizierte Anbieter
  • Bundesweites Netzwerk
  • Über 1.000 Anfragen monatlich
Deutschlandkarte Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen