Solaranlagen

Schluss mit höheren Strompreisen

Photovoltaik & Solarstrom für Eigenbedarf

Wer heute eine Solaranlage installiert, profitiert kaum noch von den einst recht hohen Einspeise- und Eigenverbrauchsvergütungen. Dennoch können Sie Ihre Solaranlage sinnvoll nutzen – indem Sie den gewonnenen Solarstrom selbst nutzen. Welche Vorteile der Eigenverbrauch bietet und wie viel Geld Sie dadurch einsparen können, lesen Sie hier.

Darum macht Eigenverbrauch Sinn

Während der Staat vor einigen Jahren noch mit einer Vergütung Anreize für die Anschaffung einer Solaranlage schaffen musste, ist der Eigenverbrauch von Solarstrom mittlerweile die rentabelste Methode, eine Photovoltaikanlage zu betreiben. Bei sinkender Einspeisevergütung und immer weiter steigenden Strompreisen macht es nur Sinn, den Solarstrom selbst zu verbrauchen. Mithilfe von Solarspeicher und Energiemanagement-System kann ein optimaler Nutzen des Solarstroms erreicht und im Idealfall ganz auf Netzstrom verzichtet werden. Wir haben alle relevanten Infos für Sie zusammengefasst.

3 Gründe für den Eigenverbrauch

  • Die Einspeisevergütung wird immer niedriger. Für den Verkauf des erzeugten Stroms erhalten Sie nur noch eine geringe Vergütung.
  • Durch den Eigenverbrauch muss weniger Strom vom Netzbetreiber bezogen werden. Sie sparen damit Stromkosten ein.
  • Sie sind unabhängig von den immer weiter steigenden Strompreisen.

Effizienz durch Solarspeicher und Verschiebung des Stromverbrauchs

In einem durchschnittlichen Haushalt wird morgens und abends der meiste Strom verbraucht. Die Stromproduktion einer privaten Photovoltaikanlage hat aufgrund der erhöhten Sonneneinstrahlung ihren Höhepunkt jedoch genau zur Mittagszeit. Stromverbrauch und Stromproduktion passen also nicht zueinander. Um den Solarstrom jederzeit nutzen zu können, kann ein Solarspeicher oder Akku die Lösung sein. Die Strom-Akkus speichern die Energie und ermöglichen somit einen Eigenverbrauch von bis zu 80 Prozent.

Die private Photovoltaikanlage mit Solarspeicher und Netzanschluss
Die private Photovoltaikanlage mit Solarspeicher und Netzanschluss © Käuferportal | Jimdo.com

Ein Solarspeicher kann die tagsüber überschüssig produzierte Energie am Abend oder über Nacht gezielt wieder abgeben. Ist der Akku voll geladen, wird der Strom ins Netz eingespeist. Durch die Speichermöglichkeit ist ein Eigenverbrauchsanteil von bis zu 80 Prozent realisierbar.

Eine zusätzliche Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu steigern, ist die Verschiebung des Stromverbrauchs in die sonnenintensiven Zeiten des Tages. Da viele Menschen gerade in dieser Zeit nicht zu Hause sind, muss die Technik das Problem lösen: Zeitschaltuhren und programmierbare Geräte werden zum Energiemanagement-System.

  Hinweis

Die KfW-Förderung speziell für Solarspeicher ist zum Ende des Jahres 2015 ausgelaufen, weil alle vor knapp 3 Jahren festgelegten Ziele als erreicht erklärt wurden. Ab 2016 übernehmen neue Programme die Förderung von Speichersystemen.

Autarkie versus Eigenverbrauch

Oft spricht man von Eigenverbrauch und meint Autarkie oder umgekehrt. Die beiden Begriffe unterscheiden sich jedoch grundlegend. Beim Eigenverbrauch geht es um den Anteil des erzeugten Stroms, der selbst verbraucht wird. Bei der Autarkie geht es umgekehrt darum, den eigenen Verbrauch möglichst 100 Prozent selbst decken zu können. Der Autarkiegrad ist somit direkt gebunden an den Grad der Abhängigkeit vom Stromnetz. Ist ein Nutzer vollkommen autark, wie mit einer Inselanlage, muss kein Strom mehr vom Anbieter bezogen werden. Erzielt ein Nutzer 100 Prozent Eigenverbrauch, kann er den gesamten selbst produzierten Strom nutzen, muss aber unter Umständen trotzdem auf Netzstrom zurückgreifen.

Warum den Strom nicht weiter ins Netz einspeisen?

Während man früher so viel wie möglich vom selbst produzierten Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist hat, sieht es heute anders aus: In Deutschland gilt mittlerweile die sogenannte Netzparität. Das bedeutet, dass der Verbrauch des Stroms aus Eigenerzeugung nicht mehr teurer ist als der Kauf vom Versorger. Für neu installierte Photovoltaikanlagen gilt also: Wer seinen Solarstrom ins Netz einspeist und Strom vom Anbieter bezieht, macht kein gutes Geschäft. Im Durchschnitt kostet die Kilowattstunde aus der Eigenverbrauchsanlage 10 bis 14 Cent - Tendenz sinkend. Haushaltstrom hingegen kostet mittlerweile im Schnitt 29 Cent pro kWh.

Solarstrom besser als Haushaltsstrom verwenden

Solarstrom günstiger als Haushaltsstrom - Diagramm

Quelle: Käuferportal | sonnenkonto24.de

 

Ob Ihre Photovoltaikanlage sich für den Eigenbedarf eignet, hängt vom Zeitpunkt der Installation ab. Bei Anlagen, die vor einigen Jahren installiert wurden, war die Einspeisevergütung für Solarstrom viel höher als der damalige Strompreis. Andere Anlagen, die in der Zwischenzeit installiert wurden, konnten wiederum von einer Eigenverbrauchsvergütung profitieren. In jüngster Vergangenheit installierte Anlagen bekommen weder einen Zuschuss bei Eigenverbrauch noch hohe Einspeisevergütungen.

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Die aktuellen Einspeisevergütungen

Der Vergütungssatz für Photovoltaikanlagen hängt von der Anlagengröße und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab. Hier die Regelung für neu installierte Anlagen.

Installationszeitpunkt Anlagen bis 10 kWp mittlere Anlage von
10–40 kWp
große Anlagen von
40–500 kWp
Januar 2016 12,31 Ct/kWh 11,97 Ct/kWh 10,71 Ct/kWh
Februar 2016 12,31 Ct/kWh 11,97 Ct/kWh 10,71 Ct/kWh
März 2016 12,31 Ct/kWh 11,97 Ct/kWh 10,71 Ct/kWh

Für neu installierte Anlagen gelten folgende Richtlinien:

  • Die Einspeisevergütung wird bis voraussichtlich Juni 2016 monatlich nicht mehr abgesenkt.
  • Nach Inbetriebnahme bleibt die Höhe der Einspeisevergütung für 20 Jahre gleich hoch.
  • Alle Neuanlagen mit einer Leistung ab 100 kWp sind seit Januar 2016 dazu verpflichtet, den erzeugten Strom selbst zu vermarkten.
  • Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen mit einer Leistung über 500 Kilowatt erhalten keine Vergütung mehr.

Wer bekommt noch Geld für den Photovoltaik-Eigenverbrauch?

Lediglich, wer seine Photovoltaikanlage zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.03.2012 in Betrieb genommen hat, erhält noch Geld für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Wann sich der Betreiber der Photovoltaik-Anlage erstmals dazu entschließt, den erzeugten Strom für den Eigebedarf zu nutzen, ist dabei unerheblich.

Computermaus Mehr zum Thema Vergütung von Photovoltaik und Solarstrom finden Sie hier.

Kann meine Solaranlage meinen Energiebedarf decken?

Der Strombedarf eines Haushalts hängt vor allem von der Zahl der Bewohner ab. Grundsätzlich gilt: Je mehr Personen im Haushalt, desto höher der Stromverbrauch. Allerdings werden Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine gemeinsam genutzt. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist in großen Haushalten deshalb geringer.

Durchschnitts-Stromverbrauch in deutschen Haushalten (2014)
Durchschnitts-Stromverbrauch in deutschen Haushalten (2015) © Käuferportal

Ob die Solaranlage den Verbrauch deckt, kommt auf die Größe und Leistung der Anlage an. In der Theorie rechnet man wie folgt, realistisch gesehen liegen die Erträge einer Anlage aber unter den angegebenen Werten:

Eine vierköpfige Familie verbraucht im Durchschnitt etwa 4.000 kWh Strom. Um ein Kilowattpeak (= 1.000 Watt) zu leisten, werden ca. 10 qm Fläche benötigt. Eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 40 qm und damit einer Nennleistung von 4 kWp könnte so den Bedarf des Haushalts komplett decken. Eine solche Rechnung ist jedoch eher unrealistisch, da die Bedingungen nie dieselben und auch nie die im Idealfall angenommen sind.

Da der Ertrag der Photovoltaikanlage von vielen Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Ausrichtung oder Schattenwurf abhängig ist, sollte man also mit solchen Berechnungen sehr vorsichtig sein. Die Lage und geplante Bauweise sind individuell auf die Voraussetzungen für Solaranlagen abzustimmen und sollten mit einem Fachmann vor Ort geklärt werden.

Wie viel kann ich durch Eigenverbrauch sparen?

Auch wenn der Verzicht auf extern bezogenen Netzstrom meist nicht realisierbar ist, lässt sich durch den bestmöglichen Eigenverbrauch dennoch viel Geld sparen. Durch die niedrige Einspeisevergütung für neu installierte Anlagen und den gleichzeitig steigenden Preis für Haushaltsstrom steigt die Rentabilität mit dem Anteil des Eigenverbrauchs.


Die richtige Solaranlage finden
  • Einfamilienhaus Verbrauch: 4.000 kWh pro Jahr
  • Photovoltaikanlage im August 2013 in Betrieb genommen
  • Einspeisevergütung: 14,8 Cent pro kWh
  • Strompreis im Einkauf: 28 Cent pro kWh
  Volleinspeisung

25 %

Eigenverbrauch

50 %

Eigenverbrauch
Einspeisevergütung 592 € 444 € 296 €
Photovoltaik-Eigenverbrauch - 1.000 kWh 2.000 kWh
Ersparnis durch Eigenverbrauch - 280 € 560 €
Gesamte Rendite + Ersparnis 592 € 724 € 856 €

Der richtige Anbieter für Ihr Photovoltaik-Konzept

Durch geringe Einspeisevergütung und hohe Strompreise macht es heute bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage Sinn, schon von Beginn an den Fokus auf den Eigenbedarf zu legen. Zusammen mit einem Experten können Sie Ihren individuellen Photovoltaik-Plan erarbeiten und mit Solarspeicher, Energiemanagement-System und intelligentem Energiekonzept das Maximum aus Ihrer Anlage herausholen. Effizienter Eigenverbrauch macht so den selbst produzierten Solarstrom wieder rentabel.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Suche nach dem richtigen Solaranlagen-Anbieter. Füllen Sie jetzt unseren kurzen Fragebogen aus und erhalten Sie kostenlos und unverbindlich drei individuelle Angebote von Anbietern aus Ihrer Region.

Bildquellen:
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© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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