Solaranlagen

Solaranlagenwartung und -Instandhaltung

Photovoltaikanlage: Reinigungs-Tipps

Verschmutzte Module können den Stromertrag einer Photovoltaikanlage erheblich beeinträchtigen. Aus diesem Grund lohnt sich eine regelmäßige, professionelle Reinigung. Käuferportal hat die wichtigsten Infos für Sie zusammengefasst – von den unterschiedlichen Reinigungsmethoden über die Kosten bis hin zu Tipps für eine gelungene Reinigung.

Ertragseinbußen durch Verschmutzung

Da Photovoltaikanlagen im Außenbereich zum Einsatz kommen, sind sie ständig Witterungseinflüssen ausgesetzt. Die Schmutzablagerungen können unterschiedlicher Art sein:

  • Vogelkot
  • Insekten
  • Pionierpflanzen wie Flechten, Algen, Moos an den Dichtungen und auf dem Glas
  • Staub aus verschiedenen Quellen
  • Ruß
  • Pollen
  • Blätter oder Laub
  • Kalkablagerungen durch falsche Reinigung mit Leitungswasser

Bereits durch Verschmutzungen mittleren Grades kann eine Photovoltaikanlage zwischen 10 und 20 Prozent ihrer Leistung einbüßen. Stärkere Verschmutzungen können den Ertrag sogar über 20 Prozent mindern. Die Reinigung von Photovoltaikanlagen kann sich daher durchaus lohnen.

Photovoltaikreinigung: Besser vom Profi

Grundsätzlich verfügen Photovoltaikanlagen über eine sehr gute Selbstreinigung. Durch ein spezielles Solarglas und die Dachneigung werden die meisten Verschmutzungen mithilfe von Regen, Wind und Schnee vom Dach gespült. Beobachtet man die Erträge aber über einen gewissen Zeitraum, wird deutlich, dass auch eine langsame Verschmutzung die Erträge mindert.

Darstellung einer verschmutzten und einer sauberen Solaranlage
Höherer Ertrag durch die Modul-Reinigung © Käuferportal | koelner-heinzelmaennchen.de

Eine Reinigung in regelmäßigen Abständen ist daher empfehlenswert. Wie oft die Reinigung durchgeführt werden muss, hängt vom Standort ab. In Stadtlage reicht es aus, die Anlage alle zwei Jahre zu säubern. Die Reinigung selbst sollte von Fachleuten durchgeführt werden. Module und Kollektoren dürfen nicht betreten werden. Eine falsche Reinigung kann die Anlage beschädigen und ist für Laien außerdem gefährlich. Vor allem für die lichtarme Wintersaison sind saubere Photovoltaikmodule von Vorteil. Schnee kann von der glatten Fläche besser abrutschen und die Module erzielen mehr Erträge.

Reinigungsmethoden

Professionelle Reinigungsunternehmen setzen, je nach Größe und Beschaffenheit der Photovoltaikanlage, verschiedene Reinigungsmethoden ein.

Solaranlagen-Reinigung mit einer Teleskopstange

Herkömmliche Reinigung mit Teleskopstange

Diese Reinigungsart wird vor allem für kleine oder schwer zugängliche Anlagen verwendet. Mit einer weichen Glasbürste an einer Teleskopstange werden die Module vorsichtig bearbeitet. Je nach Dachhöhe können die Arbeiten so auch vom Boden aus erfolgen.

 Automatisierte Solaranlagen-Reinigung

Automatisierte Reinigung

Für die Reinigung mittlerer und großer Anlagen verwenden einige Firmen auch automatische Geräte. Hier kommt beispielsweise das Reinigungsgerät Sola-Tecs W der Firma Cleantecs zum Einsatz. Ein Hochdruckreiniger versetzt das Gerät in Rotation und versorgt die Bürstenwalze mit Reinstwasser. Hierbei handelt es sich um entmineralisiertes Wasser, das frei von Stoffen wie Kalk oder Salz ist. Die automatisierte Reinigung entfernt auch hartnäckigen Schmutz von den Modulen.

 Solaranlagen-Reinigung mit einem PV-Spin

Reinigung mit PV-Spin

Die Reinigung mit einem speziellen Bürstengerät erzielt ein besonders gutes Reinigungsresultat. Vor allem bei größeren Anlagen kommt diese automatische Reinigungsmethode zum Einsatz. PV-Spin bewegt sich selbstständig über die Solaranlage und besteht aus zwei gegenläufigen Bürsten, die mit einem Hochdruckreiniger angetrieben werden. Bevor die Bürsten die Module reinigen, weichen zwei Düsen diese mit Wasser ein.

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Bei dem verwendeten entmineralisierten Wasser handelt es sich um 99,9 Prozent reines Wasser, das keine Fremdstoffe wie Kalk, Chlor oder Magnesium enthält. Reinstwasser wird durch ein spezielles Ionenaustauschverfahren gewonnen (Siehe Grafik).

Reaktion: Entmineralisiertes Wasser zur Solaranlagen-Reinigung
Entmineralisierung des Reinigungswassers © Käuferportal | Solarpflege.de

Wichtige Faktoren bei der Reinigung

Fachbetriebe beachten die Vorgaben der Modulhersteller und verwenden ökologische und umweltschonende Solarreiniger. Nach dem Reinigungsprozess werden die Module nochmals mit Reinstwasser abgespült. Damit es bei der Reinigung von Photovoltaikanlagen nicht zu Beschädigungen kommt, richten sich professionelle Reinigungsunternehmen nach den folgenden Regeln:

Thermometer, Dämmung Icon

Möglichst keine Anwendung bei Temperaturunterschieden von mehr als 20 Grad Celsius zwischen Reinigungswasser und Oberfläche

 Reinigung, Besen - Icon

Verwendung von weichen, nicht rotierenden Bürsten, um Beschädigungen der Module (Wafer, polykristallines Silizium, Halbleiter) zu vermeiden
 

 Verbot-Icon Hochdruck-Reinigung

Keine Nutzung von Hochdrucksystemen, um Dichtungen und Klebestellen nicht zu beschädigen

Kosten für Photovoltaikreinigung

Sparschwein IconJe nach Aufwand, Anbieter, Beschaffenheit und Größe der Anlage liegt der Preis für die Reinigung einer kleinen Photovoltaikanlage eines Einfamilienhauses zwischen 80 und 600 Euro je Reinigungseinheit. Bei größeren Anlagen berechnet sich der Preis oft pro kWp: Je nach Größe der Anlage liegt dieser zwischen 8 und 11,50 Euro pro kWp.

Tipp der Redaktion

Die Kosten für eine Reinigung der Photovoltaikmodule können Anlagenbesitzer bei der nächsten Steuererklärung als Betriebskosten geltend machen.

Obwohl die Reinigung durch einen Fachbetrieb empfohlen wird, übernehmen einige Anlagenbesitzer selbst die Reinigung der Module. Das benötigte Zubehör zur Photovoltaik-Reinigung ist im Fachhandel oder über spezialisierte Online-Shops wie wischmop-shop.de erhältlich. Reinigungskomplettsets sind ab circa 170 Euro erhältlich.

Mehr Ertrag mit sauberen Photovoltaikmodulen

Mit der regelmäßigen Reinigung Ihrer Photovoltaikanlage stellen Sie eine dauerhaft gute Energieausbeute sicher. In Anbetracht des relativ hohen Aufwands und der Kosten für die nötigen Materialien lohnt sich die Investition in eine professionelle Reinigung in jedem Fall. Außerdem können die Reinigungskosten bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Bei der Suche nach dem richtigen Solaranlagen-Anbieter in Ihrer Region hilft Ihnen Käuferportal. Fordern Sie jetzt kostenlos und unverbindlich bis zu drei Angebote an, indem Sie unseren Online-Fragebogen ausfüllen.

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