Solaranlagen

Finanzierungstipps

Photovoltaik-Preise & Kosten

Eine Photovoltaikanlage zu kaufen und zu installieren lohnt sich jetzt besonders, denn die Preise sind so günstig wie noch nie. Käuferportal gibt Ihnen Hintergrundinformationen zu den aktuellen Preissenkungen, anfallenden Zusatzkosten und Förderungen. Erfahren Sie bei uns auch, wie Sie den richtigen Anbieter für Ihre neue Anlage finden.

Wie funktioniert Photovoltaik?

Photovoltaik nutzt eine kostenfreie und unbegrenzte Energiequelle: die Sonne. Photovoltaikanlagen wandeln die elektromagnetischen Strahlen der Sonne (Photonen) über Solarzellen in elektrischen Strom um. Die einzelnen Solarzellen sind zu größeren Solarmodulen zusammengefasst, die häufig auf Dächern oder bei größeren Solarkraftwerken auch auf dem Boden zu finden sind. Sie erzeugen sauberen Strom und tragen zur Verminderung von CO2-Emissionen bei. Neben ihrem ökologischen Wert haben sie auch einen wirtschaftlichen Vorteil. Der erzeugte Strom kann vergütet in das öffentliche Netz eingespeist oder selbst verbraucht werden.

Infografik: Energiesparpotenzial Solaranlagen
Energiesparpotenzial einer Photovoltaikanlage © Käuferportal

Der Kauf einer Photovoltaikanlage für das Eigenheim stellt eine große Investition dar. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie sich die Kosten für eine PV-Anlage zusammensetzen und was für die Montage auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus gezahlt werden muss.

ComputermausKäuferportal berät Sie umfassend zum Thema Photovoltaik. Mehr Informationen zu Planung & Beratung von Solar- und Photovoltaikanlagen finden Sie hier.

Was kosten Photovoltaikanlagen?

Photovoltaik galt lange als besonders kostenintensiv. Seit 2006 sind die Photovoltaikanlagen-Preise für fertig installierte Systeme aber um mehr als 70 Prozent auf mittlerweile um die 1.400 Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) gefallen. Die Gründe liegen zum einen in dem rasant gestiegenen Wettbewerbsdruck durch den Markteintritt günstiger asiatischer Firmen, aber auch in der verringerten Einspeisevergütung.

  Info

Die Preise für Photovoltaikanlagen werden meist in Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Der Kilowatt-Peak-Wert beschreibt die bestmögliche Leistung der Solarzellen in Kilowatt – also bei bestem Sonnenschein. Um 1 kWp-Leistung zu erreichen, benötigen Solaranlagen in der Regel eine Fläche von etwa 9 Quadratmetern. Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern liegen in einer Größenordnung von 4 bis 5 kWp, was in etwa einem Platzbedarf von 36 bis 45 Quadratmetern entspricht.

Infografik: Preisentwicklung für Solaranlagen bis 2016
Preis pro kWp für Photovoltaik-Dachanlagen bis 10 kWp 2006-2016 © Käuferportal | Datenquelle: BSW-Solar, Photovoltaik Preismonitor

Die Kosten für PV-Anlagen sind abhängig von unterschiedlichen Preisfaktoren und setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Eine Photovoltaikanlage besteht im Wesentlichen aus Solarmodulen zur Energiegewinnung. Der entscheidende Preisfaktor ist daher die Wahl des Solarmodul-Typs und wie viel Quadratmeter davon verbaut werden. Zusatzgeräte, die Montage durch den Fachmann, die Wahl des Herstellers und auch die in Anspruch genommenen Fördermittel beeinflussen den Kaufpreis ebenso.

Alle Preisfaktoren auf einen Blick:

Kostenpunkt: Solarmodule

Den größten Kostenfaktor beim Kauf einer Photovoltaikanlage bilden die Solarmodule. Es wird zwischen monokristallinen, polykristallinen sowie sogenannten Dünnschichtmodulen unterschieden, die sich in Preis und Leistung deutlich voneinander unterscheiden.

Monokristalline Solarmodule

Monokristalline Solarmodule sind besonders effizient, aber auch am teuersten. Bei der Herstellung wird aus dem geschmolzenen Silizium ein Block herausgezogen, der aus einem sogenannten Monokristall besteht. Er weist keinerlei Defekte an den Kristallgrenzen auf, was zu höheren Wirkungsgraden führt.

  • Wirkungsgrad: 14–18 %
  • Preis: 0,63–0,72 €/Wp
  • Preis für ein Einfamilienhaus (4.000 kWh/Jahr): ca. 2.700 €

Polykristalline Solarmodule

Für die Herstellung polykristalliner Solarmodule wird Silizium geschmolzen, in Blöcke gegossen und anschließend in Scheiben zersägt. Polykristalle sind verunreinigter als Monokristalle, was zu einem etwas geringen Wirkungsgrad führt. Dafür bieten sie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

  • Wirkungsgrad: 12–16 %
  • Preis: 0,58–0,65 €/Wp
  • Preis für ein Einfamilienhaus (4.000 kWh/Jahr): ca. 2.400 €

Dünnschichtmodul

Bei Dünnschichtmodulen wird eine dünne Schicht aus beispielsweise kristallinem Silizium auf ein Trägermaterial aufgedampft. Sie sind durch ihren geringen Materialaufwand sehr günstig, dafür aber sehr viel ineffizienter als kristalline Solarmodule.

  • Wirkungsgrad: 6–10 %
  • Preis: 0,4–0,6 €/Wp
  • Preis für ein Einfamilienhaus (4.000 kWh/Jahr): ca. 2.000 €

Insbesondere asiatische Firmen haben den Preis für Solarmodule in den letzten Jahren stark gedrückt. Das ist schlecht für die deutsche Solarindustrie, aber gut für den Verbraucher.

Preise für mono- und polykristalline Solarmodule im Überblick
Netto-Preise pro Wp für mono- und polykristalline Solarmodule im Überblick © Käuferportal

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  Kostenpunkt: Wechselrichter

Ein weiterer Kostenfaktor beim Kauf einer Photovoltaikanlage ist der Wechselrichter. Solarzellen produzieren Gleichstrom, Haushaltsgeräte benötigen allerdings Wechselstrom. Ein Wechselrichter wandelt den produzierten Strom um. Die Kosten für einen Wechselrichter hängen von der Qualität und der Nennleistung ab. Die Kosten eines Wechselrichters für ein Einfamilienhaus liegen im Schnitt bei rund 2.000 Euro. Hinzu kommen weitere Kosten, wie zum Beispiel für den Netzanschluss und den Zähler.

ComputermausWelcher Wechselrichter ist der beste? Erfahren Sie mehr im Wechselrichter-Test.

  Kostenpunkt: Montage

Neben den reinen Materialkosten muss letztlich auch die fachmännische Montage der Fotovoltaikanlage bezahlt werden. Die Preise für die komplette Installation hängen vom Anbieter, aber in erster Linie vom Umfang der Montagearbeiten ab. Für ein Einfamilienhaus ist mit durchschnittlich 500 bis 800 Euro zu rechnen. Hinzu kommen noch Planungs- und Dokumentationskosten.

ComputermausKäuferportal informiert Sie über Montage & Aufbau von Photovoltaikanlagen.

Preisbeispiel für ein typisches Einfamilienhaus*
Blauer Pfeil, mittigbenötigte kWp: 4.000
Photovoltaikanlage-Komponenten
Monokristalline Solarmodule für 4 kWp (36 qm): 2.700 €
Wechselrichter: 2.000 €
Montage/Installation: 800 €
Zusätzliche Kosten für Netzanschluss, Planung etc.: 500 €
Gesamtkosten PV-Anlage: 6.000 €
*unverbindliche Preisangabe zur Orientierung, unter Nichtberücksichtigung eventueller Fördermittel

  Zusatzoption: Photovoltaik-Speicher

Akku halbvoll (Icon)Bislang wurde der erzeugte Strom von Photovoltaikanlagen aufgrund der hohen Einspeisevergütung bevorzugt in das öffentliche Netz eingespeist. Seit Neuestem wollen viele Photovoltaik-Besitzer ihren Strom aber lieber selber nutzen. Das liegt zum einen an der sinkenden Vergütung und zum anderen an den stetig steigenden Stromkosten. Zur Stromspeicherung notwendige Solarspeicher kosten derzeit allerdings noch zwischen 6.000 und 15.000 Euro.

ComputermausMehr zu Solarspeichern und Akkus.

Welche Zusatzkosten gibt es?

Neben den Anschaffungskosten sollten bei einer Kostenkalkulation auch eventuelle Folgekosten berücksichtigt werden. In der Regel sind Photovoltaikanlagen relativ pflegeleicht – die laufenden Kosten daher vergleichsweise gering.

Werkzeug / Installation Icon

Im Laufe der Jahre können immer wieder kleinere Wartungen erforderlich sein. Man rechnet für die laufenden Wartungskosten insgesamt ca. 1 Prozent des Anlagenwerts pro Jahr (also ca. 60 €/Jahr bei einem Anlagenwert von 6.000 €).

Haus, Regenschirm - Icon

Photovoltaikanlagen müssen gegen Schäden versichert werden. Für Versicherungsbeiträge müssen etwa 0,8 Prozent des Anlagewertes pro Jahr bezahlt werden (also ca. 50 €/Jahr bei einem Anlagenwert von 6.000 €).

Stromzähler - Icon

Zusätzlich fällt noch eine Zählergebühr an, für die circa 40 Euro pro Jahr veranschlagt werden müssen.

Bezahlen - Icon

Da viele Bauherren ihre Solarstromanlage teilweise oder komplett fremdfinanzieren, kommen zu den laufenden Photovoltaik-Kosten häufig noch Darlehenskosten hinzu.

ComputermausMehr zu Solaranlagen Förderung & Finanzierung.

  Tipp

Die Ausgaben, die durch den Betrieb der Anlage entstehen, können steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen die laufenden Betriebskosten der Anlage, die Kosten für Wartung und Reparatur, Finanzierungs- und Versicherungskosten, die Kosten für die Miete des Stromzählers sowie die Anschaffungskosten.


ComputermausInformationen zu Photovoltaikanlage-Steuer.

Wann rentiert sich eine Photovoltaikanlage?

Wer in eine Photovoltaikanlage investiert, fragt sich, wann sich die getätigte Investition wieder amortisiert hat. Die finanzielle Amortisation hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Einspeisevergütung für den Strom der Photovoltaikanlage
  • Laufzeit der Photovoltaikanlage
  • Kaufpreis der Photovoltaikanlage
  • Sonnenstunden im Jahr/ Jahresenergieertrag der Photovoltaikanlage
Einspeisevergütung für Dachanlagen bis 10 kWp in Cent/kWh
Januar 2016 Februar 2016 März 2016
12,31 12,31 12,31

Unter den derzeitigen Vergütungssätzen bringt eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 4 kWp einen jährlichen Ertrag von 492,40 Euro durch die Einspeisevergütung (bei Volleinspeisung).

ComputermausFür weitere Informationen lesen Sie mehr über die Wirtschaftlichkeit und den Nutzen von Solaranlagen sowie über die Vergütung von Solarstrom.

Gleichmäßige Kostenverteilung durch Solaranlagenmiete
​​​Sie möchten Ihren Strom mit einer Solaranlage erzeugen, ohne eine große Investition auf einen Schlag tätigen zu müssen? Immer beliebter wird es, Solaranlagen direkt vom Anbieter zu mieten. Der Vorteil: In der monatlichen Miete sind bereits die Photovoltaikanlage mit Wechselrichter sowie alle anfallenden Leistungen enthalten.

Fördermittel

Bund, Länder, Gemeinden und Städte, aber auch Energieversorger bieten zahlreiche Förderprogramme an, um den Bau von Photovoltaikanlagen im Zuge der Energiewende zu unterstützen. So unterstützt der Bund die private Erzeugung von Solarstrom über die Einspeisevergütung. Über die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) können zinsgünstige Kredite für die Anschaffung und Installation einer Photovoltaikanlage, aber auch eines Solarspeichers beantragt werden.

Je nach Standort sollte man sich auch über lokale Förderprogramme informieren. Auch hier werden zinsgünstige Kredite sowie Zuschüsse angeboten. Letztlich stellen auch Energieversorgungsunternehmen Fördermittel für die Errichtung von PV-Anlagen bereit. Während einige Stadtwerke einen Aufschlag auf die staatlich gezahlte Einspeisevergütung zahlen, gewähren andere einen einmaligen Zuschuss.

Solaranlagen Fördermittel
Fördermittel im Überblick © Käuferportal

ComputermausWollen Sie mehr zu Photovoltaik & Solaranlagen sowie deren Förderung & Finanzierung erfahren? Dann klicken Sie hier.

Den passenden Anbieter finden

Galten Photovoltaikanlagen lange Zeit als zu teuer, sind sie heute sehr erschwinglich. Wer selber solaren Strom erzeugen und besonders günstig dabei wegkommen möchte, kann Photovoltaikanlagen mieten, leasen oder gebraucht kaufen. Neuwertige Anlagen kosten mittlerweile nur noch einen Bruchteil dessen, was sie noch vor einigen Jahren gekostet haben, und sind in jedem Fall eine überaus lohnenswerte Investition.

Zukünftige Betreiber einer Photovoltaikanlage sollten für einen umfassenden Preisvergleich Angebote von unterschiedlichen Photovoltaik-Herstellern einholen. Käuferportal vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich qualifizierte Anbieter aus Ihrer Region. Wie das geht? Beschreiben Sie Ihre Anforderungen einfach in unserem Online-Fragebogen. Anschließend finden wir für Sie passende Firmen in Ihrer Nähe, die Ihnen ein individualisiertes Angebot erstellen. So können Sie die Preise von Photovoltaikanlagen vergleichen und sich für das beste Preis-Leistungsverhältnis entscheiden.

Bildquelle:
© anweber | fotolia.com

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