Solaranlagen

Solaranlage & Photovoltaikanlage

Montage und Aufbau

Die Photovoltaikanlage wurde geliefert, nun muss sie noch installiert werden. Wer auf den Solarteur verzichten und die Montage selbst vornehmen möchte, sollte einiges beachten. Hier finden Sie wichtige Informationen darüber, was Sie vor, während und nach der Installation beachten müssen – und wann Sie auf keinen Fall auf einen Fachmann verzichten sollten.

Vor der Montage des Solargenerators

Vor der Montage sind einige Dinge zu beachten, damit Ihre neue Solarstromanlage einwandfrei funktioniert und den maximalen Ertrag erwirtschaftet. Folgende Punkte sind entscheidend:

Lage
Bevor Sie mit der Montage Ihrer neuen Anlage beginnen, stellen Sie sicher, dass der Installationsort frei von Beschattung ist. Auch eine Teilbeschattung sollten Sie vermeiden (z. B. durch Bäume, Nachbargebäude, den Schornstein etc.). Die Umgebung sollte frei von übermäßigem Staub und aggressiven Dämpfen sein.

Wirkungsgrad-Faktoren einer Solaranlage
Anlagen-Leistungsfähigkeit nach Himmelsrichtung und Neigungswinkel © Käuferportal

Dach
Prüfen Sie die Dachbeschaffenheit. Die Stabilität und Unversehrtheit des Daches bzw. der Stelle, wo die Anlage montiert werden soll, sind Voraussetzung für eine lange Nutzungsdauer der Anlage.

Neigung und Ausrichtung der Anlage
Alle Module müssen die gleiche Ausrichtung und Neigung haben. Optimal ist eine südliche Ausrichtung mit einem Neigungswinkel von 30 Grad. In dieser Position fährt die Photovoltaikanlage den maximalen Ertrag ein. Ein Unterschied besteht jedoch zu solarthermischen Anlagen, die keinen Strom, sondern Warmwasser bereitstellen: Hier wird ein Neigungswinkel von 45 Grad empfohlen. Auf keinen Fall sollte ein Winkel von 15 Grad unterschritten werden, da dann nicht nur mit Ertragsminderung zu rechnen ist, sondern auch die Selbstreinigung der Anlage beeinträchtigt wird.

Ertragstabelle: Modulausrichtung
Ausrichtung Neigung

 

10°

20°

30°

40°

50°

Süd

97 %

99 %

100 %

99 %

97 %

Südost/ Südwest

94 %

95 %

95 %

90 %

88 %

Ost/West

90 %

88 %

85 %

83 %

80 %

Die fünf Schneelastzonen in Deutschland: Intensitätszunahme von 1 bis 3
Schneelastzonen in Deutschland: Intensitätszunahme von 1 bis 3 © Käuferportal

Blitzschutz
Blitzeinschläge können Photovoltaikanlagen schwer beschädigen. Oft ist die Solarstromanlage der höchste Punkt des Hauses, weshalb ein Blitzschutz für die Solarstromanlage ratsam ist. Wenn bereits ein Blitzschutzsystem für das Gebäude vorhanden ist, reicht es in den meisten Fällen, die Anlage dort mit anzuschließen. Überlassen Sie jedoch die Installation einem Fachmann, damit Sie im Fall eines Blitzeinschlags versichert sind.

Schneelast
Mit in Ihre Planung einbeziehen sollten Sie das Schneeaufkommen in Ihrer Region. Als Orientierung dient die Aufteilung Deutschlands in Schneezonen (Siehe Bild). Außerdem stehen im Netz Schneelastrechner wie jener der Firma CREATON zur Verfügung, die über die Eingabe Ihrer Postleitzahl das Schneeaufkommen in Ihrer Region ermitteln. Allgemein gilt jedoch: Je stärker die Neigung der Photovoltaikanlage ist, desto besser kann der Schnee von den Modulen rutschen.

Windstärken
Weitere Gefahr für Ihre Anlage kommt aus der Luft: Durch starken Wind entsteht auf der Rückseite von Aufdachmodulen ein Sog, der das Montagesystem aus seiner Verankerung reißen kann. Halt geben zusätzliche Dachbefestigungen an den Ecken.

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Verschiedene Installationsorte

Es gibt verschiedene Arten, wie die Photovoltaikanlage montiert werden kann. Eine davon ist die Installation auf dem Dach. Hier wird unterschieden zwischen Schräg- und Flachdächern sowie zwischen der Aufdach- und der Indach-Montage. Bei der Indach-Montage wird die Anlage nicht auf die Dachziegel, sondern anstatt der Ziegel verbaut. Daneben kann die Anlage auch an der Fassade, auf Garagen, Anbauten wie Wintergärten oder Vordächern angebracht werden. Die nachfolgende Grafik illustriert einige der Möglichkeiten. Für alle Arten der Anbringung existieren unterschiedliche Montagelösungen. Das Montagesystem sollte abgestimmt sein auf:

  • die Solarmodule
  • das Gewicht der Solarmodule
  • Belastungen durch Wind und Schnee
Hier können Solaranlagen montiert werden
Montagemöglichkeiten einer Solaranlage © Käuferportal | baulinks.de

Montage auf Schrägdächern

Wenn Sie ein Schrägdach mit einer Photovoltaikanlage ausstatten möchten, eignet sich die sogenannte Aufdachmontage. Sie ist günstiger und auch der Montage- und Materialaufwand sind geringer als bei der Indachlösung.

Drei Bestandteile sind für die Montage wichtig: Die Dachbefestigung (in der Regel in Form von Dachhaken), die Trägerkonstruktion (in Form von Schienen) und die Modulbefestigung. Zunächst werden Dachhaken auf dem Dachstuhl befestigt. Dafür entfernt man an den entsprechenden Stellen vorübergehend die Dachbedeckung. Anschließend wird eine Trägerkonstruktion aus Metall, meistens aus dem leichten Werkstoff Aluminium, angebracht. Sie bildet die Halterung für die Solarmodule. Sind alle Module verlegt, verbinden Klemmen diese miteinander. Erst nach Abschluss der Montage erfolgt das Verlegen der Elektronik.

  Tipp

Betreten Sie auf keinen Fall die Module! Vermeiden Sie es auch, Gegenstände auf den Modulen abzustellen, da Sie diese ansonsten irreparabel beschädigen könnten.


Weitere Tipps finden Sie hier!

Montage auf Flachdächern und im Freiland

Die Montage auf Flachdächern bietet einen großen Vorteil: Oftmals können die Module genau nach Süden und mit dem optimalen Neigungswinkel ausgerichtet werden. Schrägdächer lassen hier weniger Spielraum.

Für die Montage benötigen Sie eine sogenannte Aufständerung, damit die Platten nicht flach auf dem Dach liegen. Vorteile des Aufständerns sind:

  • bessere Belüftung der Anlage, so erhitzt sie nicht bei starker Sonneneinstrahlung
  • Erhöhung des Selbstreinigungseffektes, Schnee und Schmutz rutscht besser herunter

Testen Sie die Stabilität Ihres Flachdachs, bevor Sie hinaufsteigen. Flachdächer sind in der Regel nicht darauf ausgelegt, oft betreten zu werden. Gehen Sie vorsichtig vor.

Richtiger Abstand gegen Verschattung

Auf Flachdächern oder bei Freiflächenanlagen ist es üblich, die Module hintereinander aufzubauen. Achten Sie hierbei auf genügend Abstand, damit sich die Module nicht gegenseitig die Sonne nehmen.

Eine Solaranlage soll 20 bis 30 Jahre störungsfrei laufen. Die fachgerechte Montage der Module und Installation der Elektrik sind die Voraussetzung hierfür. Bei recht hohen Anschaffungskosten kann der Gedanke aufkommen, bei der Montage zu sparen. Doch lohnt sich die Selbstmontage?

Selbstmontage nur mit ausreichendem Fachwissen!

Für die Selbstmontage empfehlen sich gute handwerkliche Fähigkeiten. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie über das nötige Fachwissen verfügen, überlassen Sie die Montage einem Fachmann. Damit sichern Sie sich auch in einem Versicherungs- oder Gewährleistungsfall ab. Generell raten Hersteller und Verkäufer von einem Selbstversuch ab.

Elektrik nur vom Fachmann!

Wenn Sie die Montage selbst vornehmen, denken Sie daran: Die elektrischen Anschlüsse müssen durch einen Fachmann installiert werden.

Woran erkennen Sie den Fachmann?

Die Solaranlagen-Montage erfordert viele Kenntnisse und Fertigkeiten. Um sicherzugehen, dass Sie einen richtigen Solarfachmann engagieren, sollten Sie diese drei Hinweise beachten:

1. Besitzt der Handwerker das RAL-Gütezeichen für Solarenergieanlagen?
2. Handelt es sich um einen Meisterbetrieb?
3. Haben Sie einen transparenten Kostenvoranschlag von ihm erhalten?

Keine einheitlichen Preise!

Der Preis für die Installation richtet sich in der Regel nach der Leistung der Anlage. Einheitliche Preise werden von den Fachverbänden jedoch nicht bekanntgegeben. Daher ist es wichtig, dass Sie sich mindestens zwei Angebote einholen.

Nach der Montage: Lassen Sie sich einen Anlagenpass ausstellen!

Zusammen mit einer neuen Solaranlage erhalten Sie eine Anlagenpass. Dieser hält fest, welche Informationen und Dokumente nach der Montage, sprich bei der Übergabe der montierten Photovoltaikanlage, vorliegen und welche Richtlinien bei der Installation beachtet wurden. Außerdem enthält der Pass ein Muster für das Abnahmeprotokoll. Dieses soll dokumentieren, dass die Anlage bei der Übergabe fehlerfrei funktioniert. Der Pass ist vom Handwerker auszufüllen. Der Pass ersetzt zwar nicht die Garantie, wird aber bei vielen Versicherern positiv bedacht, da er ein Qualitätsmerkmal für den Betrieb der Solaranlage darstellt.


Checkliste Montage

  • Montagesystem: Lassen Sie sich ein Trägersystem von Ihrem Solarteur empfehlen und beachten Sie die Montagerichtlinien des Herstellers.
  • Wechselrichter: Dieser sollte so nah wie möglich an den Einspeisepunkt montiert werden.
  • Zähler: Die Zähler müssen nicht zwingend im vorhandenen Zählerschrank angebracht werden.
  • Anmeldung bei Netzbetreiber: Die Formulare für die Anmeldung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach den geforderten Unterlagen.
  • Inbetriebnahmeprotokoll: Wichtiges Dokument, das den Zeitpunkt der Inbetriebnahme und die Funktionstüchtigkeit festhält. Sie dient dem Netzbetreiber als Nachweis, dass der Strom vorschriftsmäßig erzeugt wird.
  • Einweisung durch den Solarteur: Lassen Sie sich die Anlage und Ihre
  • Funktionsweise vom Solarteur genau erklären: Wie sind Datenlogger und Wechselrichterdaten zu deuten, was sagt der Einspeisezähler aus etc.
  • Wichtige Unterlagen: Unbedingt aufbewahren sollten Sie das Inbetriebnahmeprotokoll, den Garantienachweis, Datenblätter und Rechnungen. Diese Unterlagen helfen Ihnen bei Ihrer nächsten Steuererklärung und im Schadensfall.

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