Solaranlagen

Unabhängig ganz ohne Anfangsinvestition

Solaranlage mieten

Sie möchten Ihr eigener Stromproduzent werden und dafür eine Solaranlage auf Ihrem Dach installieren, besitzen allerdings nicht genügend Rücklagen für eine Anschaffung? Die gute Nachricht: Seit einiger Zeit kann man ganz einfach eine Solaranlage mieten. Das Konzept hat in den letzten Jahren immer mehr umweltbewusste Menschen von sich überzeugt und könnte schon bald das herkömmliche Kaufmodell ablösen. Käuferportal informiert Sie über die Miete einer Solaranlage und erklärt, worauf Sie achten müssen, um die vielen Vorteile für sich zu nutzen.

Zweck und praktische Umsetzung

Wer umweltfreundlich Strom erzeugen möchte, jedoch die hohen Anschaffungskosten nicht aufbringen kann oder möchte, für den ist die Solaranlagenmiete eine günstige Alternative: Der Mieter zahlt einen monatlichen Preis, um sich eine Solaranlage auf das Dach installieren zu lassen und diese so zu nutzen, als wäre es die eigene.

Der hohe Kaufpreis entfällt beim Mietmodell und verteilt sich stattdessen über die gesamte Nutzungsdauer.

Eine gemietete Solaranlage unterscheidet sich hinsichtlich Installation und Betrieb nicht von einer gekauften. Es werden die gleichen elektrischen Anpassungen im Hausstromanschluss vorgenommen, so beispielsweise der Einbau eines Zweirichtungsstromzählers zur Messung von Eigenverbrauch und Netzeinspeisung. Für den eingespeisten Strom erhält der Mieter die reguläre Einspeisevergütung. Zusätzlich benötigter Strom wird weiterhin aus dem Netz des Stromversorgers bezogen.

Betreiber ja, Eigentümer nein

​​​Durch das Mietverhältnis werden Sie zum Betreiber der Solaranlage und nur Sie dürfen diese bei der Bundesnetzagentur anmelden. Eine Eintragung des Vermieters in das Grundbuch ist nicht erforderlich. Unberührt bleibt jedoch das Besitzverhältnis, denn der Vermieter ist weiterhin der Eigentümer „Ihrer“ Solaranlage.

Anbieter

Das Mietmodell wurde 2013 erstmals vom Photovoltaikunternehmen MEP Werke angeboten. Seitdem baut die Firma ihr Angebot kontinuierlich aus. Mittlerweile vermieten auch andere Anbieter Solaranlagen. Überwiegend handelt es sich dabei um regionale Energieversorger (Stadtwerke).

Vorteile und Nachteile

Ist die gemietete Solaranlage auf den Stromverbrauch Ihres Haushalts abgestimmt und bietet die Dachfläche optimale Bedingungen für eine hohe Produktion, dann nutzen Sie die folgenden Vorteile

  • Sicherheit durch konstante Miethöhe
  • kein einmaliger, sehr hoher Anschaffungspreis
  • kein Kredit nötig, dadurch keine Zusatzkosten
  • Kosten für Montage, Wartung, Ersatzteile und Versicherung sind in der Miete enthalten
  • kein eigener Aufwand bei der Organisation von Montage, Wartung und Reparatur
  • Umsetzung in wenigen Wochen (Vergleich: mehrere Monate Bearbeitungsdauer für einen KfW-Förderkredit)

Die Nachteile zeigen, dass eine Solaranlage zur Miete gründliche Überlegungen erfordert und nicht für jeden die bessere Wahl ist:

  • über die gesamte Mietdauer (etwa 20 Jahre) teurer als eine gekaufte Solaranlage
  • Mietvertrag lässt sich bei Hausverkauf nicht auflösen, muss ebenfalls verkauft werden
  • nicht immer Erwerb der Solaranlage am Vertragsende
  • keine KfW-Förderung möglich

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Kosten

Wenn Sie mit der üblichen Vertragsdauer von 18 bis 20 Jahren eine Solaranlage mieten, zahlen Sie während dieser gesamten Dauer einen konstanten monatlichen Preis. Je nach Anbieter und gewählter Anlagengröße betragen die Kosten für eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus etwa zwischen 50 und 100 Euro.

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Je weniger Strom Sie zusätzlich aus dem Netz beziehen müssen, umso mehr sparen Sie.

Durch den Eigenverbrauch Ihres Solarstroms sinkt Ihr Bedarf nach Strom vom Versorger deutlich. Manche Energielieferanten reduzieren deshalb den monatlichen Abschlag sofort nach Inbetriebnahme der Solaranlage. Falls dies nicht geschieht, wird sich Ihre monatliche Abschlagshöhe spätestens mit dem nächsten Abrechnungsjahr stark reduzieren.

Zumindest theoretisch stellt die EEG-Umlage einen weiteren Kostenfaktor dar. Eine Abgabe für selbstgenutzten Solarstrom muss allerdings erst für Photovoltaikanlagen ab einer Nennleistung von 10 kWp gezahlt werden. Vermieter von Solaranlagen berücksichtigen die Grenze und bieten in der Regel nur Anlagen mit geringerer Nennleistung an. Somit müssen Sie keine EEG-Umlage zahlen.

​​​Vorsicht bei notwendigen Baumaßnahmen
Häuser mit alten Dacheindeckungen eignen sich nicht immer für die Montage einer Solaranlage. Wird eine Modernisierung des Daches notwendig, lohnen sich die Ausgaben aus rein finanzieller Sicht eventuell nicht.

Beziehen Sie daher unbedingt alle Faktoren in Ihre Überlegungen ein:

  • aktueller Stromverbrauch
  • Größe, Zustand, Neigungswinkel und Ausrichtung der Dachfläche
  • Strompreiserhöhung (Prognose)
  • künftige Miethöhe
  • lokale Sonneneinstrahlung und Verschattungen
  • steuerliche Besonderheiten bei Netzeinspeisung
Ein Beispiel zur Berechnung der Ersparnis gegenüber konventionellem Strom:
jährlicher Stromverbrauch: 3.000 kWh
Nennleistung der Solaranlage: 3,0 kWp
Mietkosten monatlich/jährlich: 50 € / 600 €
Eigenverbrauchsanteil: 65 %
benötigter Netzstrom: 1.050 kWh (= 35 %)
Strompreis*: 29 Cent
Einspeisevergütung: 12 Cent
Kosten für 35 % Netzstrom (vereinfacht durch die Differenz aus Strompreis und Einspeisevergütung gebildet): 179 €
gesamte jährliche Kosten einer Mietsolaranlage: 779 €
Kosten ohne regenerative Energiequelle: 870 €
jährliche Ersparnis*: 91 €​
*Beachten Sie: In dieser Berechnung ist keine Strompreiserhöhung berücksichtigt. Da diese aber langfristig als realistisch gilt, ist mit einer von Jahr zu Jahr wachsenden Ersparnis auszugehen.

Und was passiert nach Vertragsende?

Ist der Mietvertrag abgelaufen, liefert die Solaranlage normalerweise noch mindestens fünf bis zehn Jahre zufriedenstellende Erträge. Zwar baut der Vermieter die Solaranlage kostenlos ab, jedoch gibt es sinnvollere Alternativen:

  1. Fortführung der Miete: Wird die Miete fortgesetzt, dann häufig zu deutlich günstigeren Konditionen als zuvor. 
  2. Solaranlage kaufen: Für einen geringen Betrag (beispielsweise zum aktuellen Marktwert oder zu einem symbolischen Preis) geht die bisher gemietete Solaranlage vollständig in den Besitz des Betreibers über.

Ist es sinnvoll, eine Solaranlage zu mieten?

Wer sich die Investition in eine Solaranlage sowie die Unterhaltungskosten leisten kann und dadurch keine Liquiditätsprobleme befürchten muss, ist mit dem Kauf einer Solaranlage gut bedient. Sind die Ersparnisse nicht allzu hoch, dann ist das Mieten einer Solaranlage sinnvoll. Denn das Mietmodell bietet zwei große Vorteile: 1. langfristige finanzielle Sicherheit und 2. vollständigen Service ohne Zusatzkosten. Das Modell lohnt sich somit für Haushalte, die unabhängig vom Stromanbieter werden möchten, umweltfreundlichen Strom erzeugen wollen und eine sichere Finanzierungsart suchen. Viele Haushalte mieten bereits eine Solaranlage, anstatt sie zu kaufen. Fordern Sie bei Käuferportal kostenlos Angebote von Solaranbietern an und erkundigen Sie sich am besten gleich nach einer Mietoption.

Bildquelle:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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