Solaranlagen

Finanzierungsratgeber

Solaranlagen & Photovoltaik: Leasing

Nicht jeder kann sich den Kauf einer Solaranlage leisten. Eine Alternative stellt hier das Leasing dar, bei dem der sogenannte Leasingnehmer die Kosten für die Anlage in monatlichen Raten abzahlt. Doch diese Finanzierungsform ist nicht für jeden Solaranlagenbetreiber geeignet – lesen Sie im Folgenden, für wen sich tatsächlich Leasing lohnt und mit welchen Kosten und Erträgen zu rechnen ist.

So funktioniert das Leasing von Solaranlagen

Sonnenenergie ist auf dem Vormarsch, Photovoltaikanlagen werden auf der ganzen Welt zur Stromerzeugung eingesetzt. In Deutschland sind bereits über 2 Millionen Solaranlagen in Betrieb. Der Kauf einer Solaranlage ist jedoch mit relativ hohen Kosten verbunden, sodass nicht jeder in der Lage ist, eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage selbst zu finanzieren. Hier bietet sich das Leasing als Finanzierungsmodell an.

Bei dieser Option kauft eine Leasinggesellschaft eine vom Leasingnehmer ausgewählte Photovoltaikanlage und überlässt ihm diese gegen Zahlung eines monatlichen Entgelts zur freien Nutzung. Ein großer Vorteil dieser Finanzierungsform ist die Möglichkeit, sämtliche Kosten vor Abschluss des Leasingvertrags exakt kalkulieren zu können. Solaranlagen und Photovoltaik Leasing lohnt sich jedoch nicht für jeden. Im Folgenden erfahren Sie, warum.

Für wen lohnt sich Solaranlagen-Leasing?

Solaranlage (Icon)In Deutschland gilt als Voraussetzung für das Leasing von Solaranlagen, dass es sich um eine sogenannte selbstständige Betriebseinrichtung handelt. Das bedeutet, dass eine aufgeständerte Solaranlage auf dem Dach vorhanden sein muss, welche nicht in die Fassade integriert ist. Diese gilt nämlich als Bestandteil des Hauses.


Solaranlage & Sonneneinstrahlung (Icon)Eine weitere wichtige Voraussetzung zum Leasen ist die Anlagengröße. Die meisten Leasinganbieter setzen als Untergrenze 30–50 kWp an, sodass dieses Finanzierungsmodell nicht für kleinere Anlagen geeignet ist. Damit können Privatpersonen mit einem eigenen Solardach meist nicht vom Leasing profitieren.

Solaranlagen-Leasing im gewerblichen Bereich

Da im Unternehmensbereich deutlich größere Solaranlagen verbaut werden als in Privathaushalten, stellt das Leasing hier eine attraktivere Option dar. Bevor ein Leasingvertrag abgeschlossen wird, führt die Leasinggesellschaft eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durch. Dabei werden die Kreditwürdigkeit des potenziellen Kunden sowie der Standort, die Eckdaten und die Details der Anlage (Modultyp, Wechselrichter, Zertifizierungen, Hersteller und Preise der einzelnen Komponenten) geprüft. Zum Ende des Leasingvertrags kann der Leasingnehmer entscheiden, ob er diesen verlängert, die Photovoltaikanlage übernimmt oder sie der Leasinggesellschaft zurückgibt.

Solaranlagen-Leasing: Kosten & Ertrag

Die Kosten für das Leasing einer Solar- oder Photovoltaikanlage müssen stets individuell ausgehandelt werden. Wird beispielsweise auf einer 500 qm großen Dachfläche einer Lagerhalle eine Photovoltaikanlage von rund 60 kWp mit Systemkosten von rund 60.000 Euro installiert, kann durch diese bei einer Einspeisevergütung von derzeit 8,53 Cent/kWp ein Gesamterlös in Höhe von rund 147.340 Euro auf die Laufzeit von 20 Jahren erzielt werden.

Üblicherweise wird eine solche Anlage auf Leasingbasis mit einer festen Zinsbindungsdauer von zehn Jahren und einem Restwert von 30 Prozent finanziert. Die Gesamtleasingkosten betragen also inklusive des am Schluss zu realisierenden Barwertes 78.000 Euro, sodass aus den Stromerlösen aus der garantieren Laufzeit von 20 Jahren ein Überschuss von 69.340 Euro erzielt wird.

Bei dieser Art der Finanzierung beträgt die Eigenkapitalverzinsung auf die Gesamtlaufzeit berechnet 14,29 Prozent. Die Wartungs- und Versicherungskosten sowie die Degression bei der Einspeisevergütung in Höhe von 0,5 Prozent pro Jahr wurden hier bei der Kalkulation bereits berücksichtigt.

ComputermausDoch nicht leasen? Lesen Sie mehr zur Photovoltaikanlagen-Abschreibung.

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Für Betreiber der Anlage fallen während der Vertragslaufzeit neben den festgelegten Leasingraten noch Gebühren für die Versicherung und Wartungskosten an. Diese Kosten können steuerlich geltend gemacht werden. Den monatlichen Ausgaben steht die gesetzlich vorgeschriebene Einspeisevergütung als Einnahme gegenüber. Die Kosten für die Komponenten und die Montage der Anlage trägt die Leasinggesellschaft.

Beispielrechnung Ertrag
Leasing einer Photovoltaikanlage auf einer Lagerhalle:
Größe der PV-Anlage:
Nettoinvestitionskosten:
Betrachtungszeitraum:
Leasingvertragslaufzeit:
60 kWp
60.000,– Euro
20 Jahre
12 Jahre
Globalstrahlung/Energieeinstrahlung
1.080 kWh/m²/a
X
X
PerformanceRatio/Systemwirkungsgrad
80 %
=
=
Energieertrag
864 kWh/m²/a

864 kWh/m²/a

X
Vergütungssatz (EEG 2014)
0,0853 Euro/kWh

=


73,67 EUR/m²/a 

73,67 EUR/m²/a X 100 kWp = 7.367,00 Euro/a
Gesamtertrag nach 20 Jahren
Leasingkosten
147.340,00 Euro
  78.000,00 Euro
Überschuss 69.340,00 Euro

Vorteile von Solaranlagen- & Photovoltaik-Leasing

  • Solarenergie ist kostenlos und sauber
  • Solaranlagen erzeugen Strom, ohne begrenzte Ressourcen zu verbrauchen
  • sichere Kalkulationsbasis durch feste Leasingraten während der Vertragslaufzeit
  • Leasingvertrag mit individueller Laufzeit sorgt für Planungssicherheit
  • steuerliche Absetzbarkeit der Finanzierungskosten als Betriebsausgaben
  • maßgeschneiderte Finanzierungsberatung
  • Möglichkeit zur Nutzung von staatlichen Fördermitteln
  • Sie binden kein Eigenkapital
  • Sie behalten Ihre Liquidität

Weitere Alternative zum Kauf: Solaranlagen-Miete

Neben Leasing besteht die Möglichkeit, Solaranlagen zu mieten.

Der wesentliche Unterschied: Beim Leasing wird der Vertrag mit dem Leasinggeber, also einem Dritten, definiert. Hierbei werden Konditionen und Leasingzeiträume festgelegt und durch Bedingungen für beide Seiten gerahmt. Bei der Vermietung stellt der Solaranlagen-Anbieter die Anlage zur Verfügung. Eine Zwischeninstanz wie beim Leasing gibt es hier nicht. Zusammen mit einem Mitarbeiter der Solarfirma bestimmt der Kunde die Größe und Leistung der Solaranlage. Die Zusammenarbeit bei der Planung und während des Betriebs ist demzufolge viel direkter als beim Leasing.

So finden Sie Ihre optimale Finanzierungsform

Leasing als Finanzierungsform für Solaranlagen eignet sich in erster Linie für Unternehmenskunden. Käuferportal stellt für Sie kostenlos bis zu drei Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region zusammen, die Sie bezüglich der Leasingoption ausführlich beraten. Füllen Sie einfach unseren Online-Fragebogen aus und beschreiben Sie Ihre Anforderungen - anschließend erhalten Sie darauf abgestimmte Angebote. Nehmen Sie sich Zeit, um die individuellen Möglichkeiten zur Zahlung und das Ertragspotenzial einer Photovoltaikanlage auf Ihrer Dachfläche errechnen zu lassen und vergleichen Sie die Angebote gründlich miteinander. Mit Käuferportal finden Sie einen Partner, mit dem Sie Ihre Solaranlage planungssicher leasen können und folglich Zeit und Geld sparen. 

Bildquellen:
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© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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