Solaranlagen

Solaranlagen-Modelle

Solaranlagen an Fassaden

Nicht jedes Dach bietet optimale Voraussetzungen für eine Solaranlage. Eine Alternative ist die Montage an einer Hausfassade. Erfahren Sie hier bei Käuferportal mehr über die Vor- und Nachteile sowie die Kosten einer solchen Anlage. Außerdem informieren wir Sie über die unterschiedlichen Anlagentypen und geben Ihnen wertvolle Tipps zu Montage und Kauf.

Warum eine Fassadenmontage?

Wenn das geeignete Dach zur Installation einer Solaranlage fehlt, können die Module auch in die Gebäudefassade integriert werden. Die senkrecht angebrachten Module bringen im Vergleich zu einer geneigten Installation allerdings bis zu 30 Prozent weniger Ertrag und sollten nur dann montiert werden, wenn es keine andere Möglichkeit zur Anbringung gibt oder die Ausrichtung der Dachfläche ungünstig ist.

 

Solarmodule an Haussfassade
Solarmodule an der Hausfassade © Käuferportal | morgner-heizung.de

Vor allem bei Neubauten fügt sich die Optik oft nahtlos an das Gebäude an. Kaufinteressenten sollten hier vor allem Wert auf eine moderne Glasabdeckung legen. Außerdem können die Module gleichzeitig als Wärmedämmung für die Außenfassade dienen, wodurch Sie Heizkosten einsparen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist der Schutz der Hauswand vor Witterungseinflüssen.

Montagevoraussetzungen

Um maximale Ergebnisse zu erzielen, müssen die Module an einer unverschatteten Fassade angebracht werden. Am besten eignet sich, wie auch bei der Dachmontage, eine nach Süden, Südwesten oder Südosten ausgerichtete Anlage. Achten Sie vor der Montage konkret auf folgende Aspekte:

Haus Icon

Gibt es Verschattungen durch das Gebäude selbst – etwa durch Vorsprünge, Brüstungen oder Vordächer?

Baum Icon

Verdunkeln andere Gebäude oder Pflanzen die Anlage an der Fassade?

Flamme (Icon)

Können die geltenden Brandschutzverordnungen für die Fassade eingehalten werden?

Sonneneinstrahlung auf unterschiedlich ausgerichteten Fassaden- oder Dachflächen

Der Ertrag einer Fassadenanlage kann, im Gegensatz zu einer Solaranlage auf dem Dach, besonders im Sommer niedriger sein. Dafür sind die Energiegewinne im Winter umso höher. Die Module werden durch die senkrechte Ausrichtung nicht zugeschneit und der reflektierende Schnee erhöht die Stromausbeute zusätzlich. Die geringeren Erträge können allerdings gut durch eine Vergrößerung der Modulfläche ausgeglichen werden. Wie effizient die jeweilige Ausrichtung der Solarmodule ist, können Sie in der nebenstehenden Grafik sehen.

 

  Tipp

Die senkrecht montierten Kollektoren einer thermischen Solaranlage an der Hausfassade nutzen die tiefstehende Sonnenstrahlung im Winter aus und schützen die Fassade im Sommer gleichzeitig vor Überhitzung. Auf das Jahr gesehen benötigt eine solche Fassadenanlage jedoch rund 50 Prozent mehr Kollektorfläche als eine 45 Grad geneigte Solaranlage auf dem Dach, um den gleichen Wirkungsgrad zu erzielen.

Montagemöglichkeiten

Je nach Beschaffenheit des Gebäudes sowie der Fassade kommen unterschiedliche Montagelösungen zum Einsatz, wie folgende Grafik zeigt:

Montagemöglichkeiten einer Solaranlage an der Fassade
Partielle oder ganzflächige Installation einer Solaranlage © Käuferportal | arens-metallbau.de

Je größer die zur Verfügung stehende Fassadenfläche ist, desto besser sind die Erträge. Für eine großflächige Nutzung sind vor allem Glasfassaden und freie Fassadenflächen geeignet. Für kleinere Montagevorhaben können Fassadenanlagen auch an freien Flächen zwischen Fenstern, Fensterläden, Schiebetüren, Vordächern oder Wintergärten mit Solarmodulen montiert werden.

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Anlagen-Typen

Bei der Montage einer Fassadenanlage ist es wichtig, dass die einzelnen Modulplatten richtig belüftet oder gedämmt werden, sodass kein Hitzestau entsteht. Eine Überhitzung kann bewirken, dass der Ertrag gemindert wird.

In ihrem Aufbau unterscheiden sich Solaranlagen an Hausfassaden in zwei grundlegende Typen:

  Kaltfassade mit kristallinen Solarmodulen

Metallkonstruktion kristalliner Solarmodule an einer Fassade
Metallkonstruktion kristalliner Solarmodule an einer Fassade
© Käuferportal | fimo-solar.de

Von einer Kaltfassade spricht man, wenn die Hauswand weiterhin die typischen Funktionen einer Fassade, wie beispielsweise die Wärmedämmung übernimmt. Die Solarmodule befinden sich auf einer Metallkonstruktion, die wiederum mit der Fassade verankert wird. Dadurch entsteht ein etwas größerer Abstand zwischen Modulen und Wand, wodurch eine ausreichende Hinterlüftung gewährleistet ist. Als Module kommen entweder Solarmodule aus kristallinem Silizium oder auch preisgünstigere und gegen Wärme unempfindlichere Dünnschichtmodule zum Einsatz.

  Warmfassade mit Dünnschicht-Solarmodulen

An einer sogenannten Warmfassade sind die Solarmodule als fester Bestandteil in die Fassade integriert. Sie sind mit einem Dämmstoff hinterlegt und sind neben der Energiegewinnung gleichzeitig für die Wärmedämmung der Hauswand verantwortlich. Die Dünnschicht-Solarmodule werden direkt an die Hausfassade montiert. Ihre Wirkung bleibt auch bei hohen Temperaturen bestehen.

Warmfassade mit Dünnschicht-Solarmodulen
Warmfassade mit Dünnschicht-Solarmodulen © Käuferportal | baulinks.de

Kosten einer Solarfassade

Weil Fassadenanlagen noch als Nischenprodukte gelten, sind die Kosten für eine solche Anlage entsprechend höher als für eine herkömmliche Aufdach-Anlage. Der Preis einer Solaranlage mit Dünnschichtmodulen liegt je nach Anbieter, technischer Ausstattung und Montage zwischen 350 und 850 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche. Bei vielen Anbietern sind die benötigte Unterkonstruktion, der dazugehörige Wechselrichter und die Verkabelung im Preis inbegriffen.

Experten raten dazu, die Einbindung einer Fassaden-Solaranlage so früh wie möglich einzuplanen. Dann sind auch die Kosten entsprechend niedriger, da eine nachträgliche Montage durch Arbeiten wie die beispielsweise zusätzliche Abdichtung bestimmter Bauelemente, die eingeschränkteren Anpassungsmöglichkeiten etc. immer mit höheren Kosten verbunden ist. Außerdem können Sie bei einer direkten Einplanung der Fassadenanlage zu preisgünstigen Dünnschichtmodulen greifen.

Fassadenanlagen vom Profi

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Bildquelle:
© anweber | fotolia.com

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