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Regenerative Energie

Bioenergie

Bioenergie, also aus Biomasse gewonnene Energie, zählt zu den erneuerbaren Energien. Ihre Nutzung in Privathaushalten und in der Landwirtschaft wird zunehmend beliebter. Erfahren Sie hier die wichtigsten Fakten zum Thema Bioenergie – von ihrer Herstellung über ihre Nutzungsmöglichkeiten bis hin zu ihren Vor- und Nachteilen – und finden Sie bei uns passende Anbieter.

Wie wird Bioenergie produziert?

So entsteht Bioenergie

Bioenergie zählt – neben Solar-, Wind- und Wasserkraft – zu den regenerativen, also erneuerbaren Energien und dient als Alternative zu Energie aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Erneuerbar deshalb, weil die Ausgangsstoffe der Energiegewinnung in überschaubaren Zeiträumen regelmäßig nachwachsen.

Hauptenergiequelle der verschiedenen Verfahren ist Biomasse. Darunter fällt alles, was aus pflanzlichen Materialien oder tierischen Ausscheidungen besteht. Diese Biomasse, die in fester, flüssiger oder gasförmiger Form vorliegen kann, wird je nach Verfahren in unterschiedlichen Schritten aufbereitet und entweder zu Wärme, Strom oder Kraftstoff verarbeitet.

 

Das Wort „Bio“ in Biomasse bezieht sich nicht auf eine etwaige ökologische Herkunft, sondern auf „biotisch“ bzw. „biogen“ – was bedeutet, dass diese Form der Energie durch Lebewesen entsteht.

Wärme- und Stromerzeugung aus Bioenergie

Der Großteil der Energie wird in Deutschland heutzutage noch aus fossilen oder nuklearen Quellen gewonnen. Der Anteil der Bioenergie macht insgesamt rund 8 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus – Tendenz steigend.

Zur Erzeugung von Wärme und Strom dienen Biogasanlagen und Holzheizwerke, die mit unterschiedlichen Verfahren und aus diversen biologischen Ausgangsmaterialien Energie gewinnen. Holz ist dabei der am häufigsten verarbeitete nachwachsende Rohstoff.

  • In Biomasseheizkraftwerken wird durch Verbrennung von Biomasse Wärme erzeugt.
  • In Biomassekraftwerken wird Biomasse, insbesondere Altholz und Holzreste, verfeuert und mithilfe von Turbinen in Elektrizität umgewandelt.
  • In Biogasanlagen wird durch Vergärung von Biomasse (also Gülle, Pflanzenreste etc.) Biogas erzeugt. Dieses kann dann zur Wärme- oder Stromerzeugung genutzt werden.
Anteil Bioenergie am Strommix Deutschland 2015
Stromerzeugung in Deutschland, Stand: 2015 © Käuferportal (Datenquelle: strom-report.de)

Bio-Kraftstoff

Die wichtigsten Kraftstoffe aus Bioenergie sind Biodiesel, Bioethanol und Biomethan. Sie werden aus bestimmten Pflanzen hergestellt, die ausschließlich zum Zweck der Energiegewinnung angebaut werden. Dabei kommen je nach gewünschtem Endprodukt stärke-, zucker- oder ölhaltige Pflanzen zum Einsatz. Die so gewonnenen Bio-Kraftstoffe sind in der Lage, die herkömmlichen Treibstoffe wie Benzin, Diesel oder Erdgas zu ersetzen – vorausgesetzt, die Motoren sind technisch entsprechend angepasst. In Europa ist es seit einigen Jahren üblich, Benzin und Diesel bis zu 10 Prozent Biodiesel oder Bioethanol beizumengen.

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Bioenergie für Privathaushalte und Landwirte

Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr rund 28.000 Kilowattstunden Energie, den Großteil davon zum Heizen und für die Warmwasserbereitung. Bioenergie-Anlagen in kleinem Maßstab helfen Privatpersonen und Landwirten, kostengünstig Energie zu produzieren und eine gewisse Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu erreichen.

Pellet- und Hackschnitzelheizungen

In Privathaushalten gewinnen Holzhackschnitzel- oder Pelletheizungen aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit immer mehr an Bedeutung und gelten als gute Alternativen zu Öl- oder Gasheizungen. Diese Heizungen funktionieren nach einem einfachen Prinzip: In einem Heizkessel werden Abfallprodukte der Holzindustrie, also Holzhackschnitzel bzw. gepresste Pellets, verbrannt. Durch die entstehende Wärme wird Wasser erhitzt, das dann durch Rohre an den Ort des Verbrauchs gepumpt wird.

Aufbau einer Pelletheizung

Aufbau einer Pelletheizung

Quelle: Käuferportal | BW-Holzhaus.de

Biogasanlagen

In Biogasanlagen wird Biomasse vergoren. Dazu kommen in der Regel Energiepflanzen, nicht weiter verwertbare Pflanzenreste wie Kartoffelschalen oder Rübenblätter oder organische Abfälle wie Gülle zum Einsatz. Mikroorganismen vergären diese Stoffe unter Sauerstoffausschluss und produzieren dabei Biogas. Dieses Gas kann das fossile Erdgas ersetzen und dient der Strom- und Wärmeproduktion.

Biogas-Kreislauf
Biogas-Kreislauf © Käuferportal | Stadtwerke-Bretten.de

Biogasanlagen in kleinem Maßstab eignen sich vor allem für Landwirte, da eine verhältnismäßig große Menge an organischem Material gebraucht wird, um die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage zu gewährleisten. In der Landwirtschaft fallen organische Abfälle wie Gülle sowie nicht weiter verwertbare Pflanzenreste an. Daher haben Biogasanlagen hier einen doppelten Vorteil: Die Entsorgung der Abfälle wird mit der Gewinnung kostbarer Energie verknüpft.

Auch sogenannte Mini- oder Kleinst-Biogasanlagen können sich rentieren. Besonders in Entwicklungsländern dienen sie beispielsweise der Versorgung mit Strom und Gas zum Kochen.

Vor- und Nachteile von Bioenergie

Aufgrund der unterschiedlichen Verfahren und Endprodukte ist es schwierig, allgemeine Aussagen über Vor-und Nachteile der Bioenergie zu treffen. Wir haben das Für und Wider in einer Übersicht für Sie zusammengefasst.

  • effizient und kostengünstig
  • auf Basis nachwachsender Rohstoffe
  • je nach Verfahren ergibt sich eine gute Ökobilanz (beispielsweise bei der Verwertung ansonsten nutzloser Abfälle)
  • Ausbau und Stärkung der regionalen Wirtschaft
  • ermöglicht die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • hoher Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen: Konkurrenz der Ackerflächen mit Nahrungsmittelproduktion
  • Gefährdung der Artenvielfalt durch Monokulturen
  • je nach Verfahren ist Bioenergie, ähnlich wie konventionelle Energiequellen, nicht CO2-neutral

Den passenden Anbieter finden

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Bildquellen:
© Käuferportal
© anweber | Fotolia
© BW-Holzhaus.de
© Elena Elisseeva | Shutterstock
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© Olena Mykhaylova | Shutterstock
© Stadtwerke-Bretten.de
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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