Voraussetzungen und Kosten

Tiefenbohrung

Die Nutzung regenerativer Energiequellen ist Teil des ökologischen Verantwortungsbewusstseins eines Unternehmers. Zur Förderung der Erdwärme bietet sich die platzsparende Erdsonde an. Dabei ist eine Tiefenbohrung unablässig. Meist reicht eine Tiefenbohrung 40 bis 50 m unter die Erde, jedoch auch eine Tiefe von über 100 m ist nicht selten. 

Die Grundvoraussetzung für die Tiefenbohrung sind eine Zufahrtsmöglichkeit und hinreichend Platz für den Lkw. Zudem werden amtliche Erlaubnisse benötigt. Bei einer Bohrung von bis zu 100 m Tiefe ist das Wasser-Wirtschaftsamt zuständig, hier ist eine Bohrgenehmigung einzuholen. In Wasserschutzzonen ist eine derartige Bohrung grundsätzlich untersagt. Sollte die Tiefenbohrung mehr als 100 m in den Boden gehen, so ist eine Erlaubnis vom zuständigen Bergbauamt Pflicht.

Eine Tiefenbohrung zur Energiegewinnung ist recht teuer. Sie ist sinnvoll, wenn kein hinreichender Platz für Erdwärmekollektoren vorhanden ist. Jedoch sollte vor der Tiefenbohrung ein geologisches Gutachten über die Beschaffenheit des Untergrundes eingeholt werden. Denn nicht alle Bodenarten leiten die Wärme gleichermaßen gut. So eignen sich vor allem feste Gesteinsarten oder sehr feuchte Lehme ideal zur Nutzung der Geothermie.

Wie viel Energie kann entzogen werden?

Als Mittelwert wird die Wärmeentzugsleistung für eine Erdsonde mit 50 Watt pro Tiefenmeter angegeben. Dieser Wert kann jedoch in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes stark schwanken.

Welche Kosten fallen an?

Eine Tiefenbohrung ist recht teuer. Zwischen 30 und 50 Euro pro Tiefenmeter muss der Unternehmer zahlen. Die Preisschwankungen sind zum einen regional bedingt, zum anderen können sie von den unterschiedlichen Untergründen abhängen. Da es sich bei der Erdwärme um eine regenerative Energiequelle handelt, sollten Unternehmer beim Bundesumweltamt oder bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach eventuellen Förderprogrammen für eine Tiefenbohrung fragen.

Bildquellen:
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