Finetrading

Fintrading ist die Lösung für ein im Mittelstand bekanntes Problem: Mittelständische Unternehmen haben häufig gemeinsam, dass sie trotz marktfähigen Produkts und positiver Marktchanchen einen latenten Mangel an liquiden Mitteln aufweisen. Dies führt dazu, dass zwingend notwendige Investitionen, um im Wettbewerb zu bestehen, oder einen erkämpften Marktvorteil zu sichern, oft zu lange heraus geschoben werden. Dadurch wird das Wachstum gebremst und langfristig der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Mit Hilfe der Finanzierungsmöglichkeit des Finetradings lässt sich dieser Problematik entgegenwirken

So funktioniert Finetrading

Finetrading ist in seiner Funktionsweise mit der eines Zwischenhändlers zu vergleichen. Der Mandant entscheidet sich dabei wie üblich für die von ihm gewünschten Produkte bzw. Waren, allerdings wird der eigentliche Kauf dann von dem Finetrading-Unternehmen übernommen. Das Finetrading-Unternehmen kauft die Ware innerhalb der Skontofrist und verkauft sie dann wiederum an den Mandaten mit einem relativ langem Zahlungsziel. Ein Zahlungsziel von bis zu 4 Monaten ist dabei beim Finetrading üblich. Die Rückzahlung ist innerhalb dieses Zeitraums üblicherweise flexibel gestaltet. Außerdem ist es beim Finetrading üblich eine Höchstgrenze (Finetrading-Limit) zu vereinbaren, bis zu der -mit Hilfe dieses Finanzierungsinstruments- eingekauft werden darf.

Die Kosten des Finetradings

Die Dienstleistung des Finetradings wird über so genannte Stundungsgebühren abgegolten. Diese richten sich nach der Bonitätslage des Mandaten, der Höhe des Finetrading – Limits und der mittleren Rechnungshöhen des Mandanten. Dabei gilt: Umso mehr Einzelrechnungen, desto höher ist die Stundungsgebühr des Finetradings. Die Höhe der Stundungsgebühr bemisst sich außerdem nach der Dauer, die das Finetradingdarlehen beansprucht wird. Abgerechnet wird die Gebühr dabei tagesgenau. Im ersten Monat entstehen in manchen Fällen sogar gar keine Gebühren, weil die anfallenden Kosten für das Finetrading durch den beanspruchten Skontoabschlag durch den Lieferanten getragen wird.

In machen Fällen ist das Finetrading kostenneutral

Komplett kostenneutral wird das Finetrading häufig dann, wenn mit den Lieferanten hohe Skontisätze ausgehandelt werden. Als Richtgröße kann man sagen, dass Skontisätze über 3% dazu führen, dass man im ersten Monat des Finetradings keine Kosten hat, oder sogar Geld zurück erhält. Die Finetradingunternehmen unterstützen deshalb auch häufig ihre Mandanten beim Aushandeln dieser Abschlagssätze.


Inhalt
  1. Einkaufsfinanzierung
  2. Finetrading

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