Einkaufsfinanzierung

Die Einkaufsfinanzierung findet in vielen Bereichen Anwendung. Die Einkaufsfinanzierung funktioniert im Prinzip wie ein Kredit, der hilft das Umlaufvermögen zu finanzieren. Dieser Kredit ist dann durch die Waren besichert. Insbesondere in Handelsbranchen, die mit kapitalintensiven Produkten operieren. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Kfz-Branche. Autohäuser müssen im erheblichen Maße Kapital für die Fahrzeuge vorstrecken, das dann erst einige Monate später wieder zufließt. Aber auch in anderen Einzelhandelsbranchen wird Einkaufsfinanzierung angewandt.

Kurzüberblick: Finanzierunginstrumente zur Cash-Flow Optimierung

Viele Unternehmen, die wirtschaftlich gesund sind, haben trotzdem Liquiditätsprobleme. Dies hängt damit zusammen, dass zunächst Waren eingekauft werden, welche sofort bezahlt werden müssen. Die Waren werden nun weiterverarbeitet und stehen einige Zeit im Lager bevor sie verkauft werden. Auch nach dem Verkauf dauert es weiter Wochen - manchmal sogar Monate - bis der Zahlungseingang erfolgt.

Diesen Liquiditätsengpaß kann man nun durch einen Bankkredit, durch Factoring, teilweise durch Inkasso (sorgt für einen schnelleren Geldeingang von säumigen Schuldnern) oder eben eine Einkaufsfinanzierung überbrücken.

Die Grundlage der Einkaufsfinanzierung

Die Einkaufsfinanzierung ist eine innovative neue Finanzierungsmöglichkeit für das Umlaufvermögen. Einkaufsfinanzierung findet vor allem deshalb einen Markt, weil die klassischen Finanzierungsformen für das Umlaufvermögen für immer mehr Unternehmen unzugänglich geworden sind. Zu den klassischen Formen gehören der Lieferantenkredit oder die „normale“ Fremdfinanzierung über eine Bank. Die Lieferantenkredite sind aber in den letzten Jahren durch höhere Skontisätze teuerer geworden und Kredite von Banken sind seit Basel II, und spätestens seit der Finanzkrise 2008 für viele Unternehmen unerschwinglich geworden. Die letzte klassische Finanzierungsmöglichkeit über –Eigenkapital– setzt eine hinreichenden Vorrat von Eigenkapital voraus, was auch nicht immer der Fall ist.

Einkaufsfinanzierung als alternative Finanzierungsform

Diese Angebotslücke für Liquidität bildet die Geschäftsgrundlage für Einkaufsfinanzierungsunternehmen. Das Einkaufsfinanzierungsunternehmen kauft in Ihrem Auftrag das von Ihnen gewünschte Produkt bzw. die gewünschte Ware und bezahlt diese innerhalb der Skontofrist. Die Ware wird daraufhin an sie weiterverkauft, allerdings mit einem Zahlungsziel von bis zu 120 Tagen.

Dies hilft das Umlaufvermögen zu finanzieren. Eine interessante Möglichkeit zur Finanzierung des Anlagevermögens stellt z.B. Sale-and-Lease-back dar.

Sich selbst tragende Einkaufsfinanzierung

Die Kosten der Einkaufsfinanzierung, man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Warenvorfinanzierung, hängt von mehreren Faktoren ab. Der größte Einflussfaktor ist dabei jedoch die Dauer, die man das Zahlungsziel in Anspruch nimmt. Für die Inanspruchnahme entstehen nämlich Zinsen, die allerdings branchenüblich, tagesgenau abgerechnet werden. Bei der Einkaufsfinanzierung ist es allerdings üblich, dass die Zinskosten für den ersten Monat in etwa dem Ertrag aus der Inanspruchnahme des Skontozinssatzes entsprechen, so dass sich der erste Monat kostenneutral auswirkt. Für darüber hinaus in Anspruch genommene Tage werden die Zinskosten


Inhalt
  1. Einkaufsfinanzierung
  2. Finetrading

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