Inkasso

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Inkasso-Beratung

Unbezahlte Rechnungen sind mehr als ein Ärgernis, die können die Existenz eines Unternehmens oder einer Person gefährden. Beim Eintreiben von Schulden helfen Inkassounternehmen. Wir erklären Ihnen die gängigen Inkassodienste. Gerne vermitteln wir Ihnen bis zu drei Inkassobüros, die in Ihrer Region arbeiten. Unser Service ist kostenlos und unverbindlich. Hier geht es zu unserem Fragebogen.

Was Inkassounternehmen bieten

Inkassounternehmen kommen in der Regel dann zum Zuge, wenn Gläubiger bereits vergeblich versucht haben, ihre Schulden einzutreiben. Dies sind die klassischen Tätigkeitsfelder von Inkassodienstleistern:

  • Schuldeneinzug im Auftrag eines Gläubigers
  • Verhandlung über Zahlung von Raten
  • Verhandlung eines Vergleichs zwischen Gläubiger und Schuldner
  • Finanzielle Abwicklung der Zahlung
  • Erwirken von gerichtlichen Bescheiden
  • Verwerten von finanziellen Sicherheiten
  • Abkaufen von Forderungen

Um das ausstehende Geld einzutreiben, mahnen Inkassobüros Schuldner per Post, Telefon oder auch persönlich. Allerdings dürfen sie dabei gewisse Grenzen wie etwa das Aussprechen von Drohungen nicht überschreiten.

Wenn ein Gläubiger sich entscheidet, seine Forderung zu verkaufen, überträgt er das Ausfallrisiko an ein Inkassounternehmen. Das Unternehmen lässt sich das Risiko, dass es das Geld nicht eintreiben kann, mit einem kräftigen Abschlag von 50 Prozent und mehr bezahlen.

Manche Inkassobüros übernehmen auch das Factoring für Firmen, die sich kein eigenes Forderungsmanagement leisten wollen. Dabei tritt die Firma die Forderungen, die sie gegenüber ihren Schuldnern hat, an das Inkassounternehmen ab. So kann zum Beispiel ein Handwerker seine nicht bezahlten Rechnungen einmal monatlich einem Inkassounternehmen übergeben, das dann das Forderungsmanagement übernimmt.

Man unterscheidet zwischen „echtem Factoring“ und „unechtem Factoring“. Beim echten Factoring übernimmt das Inkassounternehmen das Ausfallrisiko. Beim unechten Factoring bleibt das Ausfallrisiko beim Auftraggeber.

  Tipps der Redaktion

Tipp 1: Wenn Sie eine Forderung verkaufen wollen, holen Sie sich mehrere Angebote ein. Der Abschlag, den die Inkassounternehmen verlangen, ist Verhandlungssache.

Tipp 2: Bestimmte Forderungen lassen sich auch auf Online-Marktplätzen wie Debitos und Smart Collect verkaufen. Unter Umständen sind dort die Abschläge geringer.

Welches Inkassounternehmen eignet sich für wen?

Es lassen sich drei Arten von Inkassounternehmen unterscheiden:

  • Klassische Inkassobüros, die eine behördliche Genehmigung brauchen, aber sonst gesetzlich weitgehend ungeregelt sind
  • Anwälte, die auch Inkasso-Dienstleistungen anbieten
  • Online-Marktplätze zum Handeln von Forderungen

Welche der drei Wege, Schulden einzutreiben, für Sie der richtige ist, hängt in erster Linie von der Art Ihrer Forderung ab. Handelt es sich um eine unumstrittene Forderung (etwa eine Rechnung für ein Produkt, das nachweislich geliefert worden ist), ist ein klassisches Inkassobüro die richtige Adresse.

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Rechnen Sie damit, dass der Streit vor Gericht landet, ist es sinnvoll, gleich einen Anwalt mit dem Inkasso zu beauftragen. Der Nachteil ist, dass der Anwalt Gebühren berechnet, auch wenn er beim Eintreiben der Schulden keinen Erfolg hatte. Inkassounternehmen wälzen die Kosten für ihre Arbeit gänzlich auf den Schuldner ab. Scheitern sie beim Schuldeneintreiben, berechnen sie dem Gläubiger nichts oder nur eine Gebührenpauschale, die oft nicht höher als 25 Euro ist.

Online-Marktplätze wie Debitos und Smart Collect eignen sich vor allem für Forderungsverkäufe im gewerblichen Bereich, die sich leicht gegenrechnen lassen.

Beispiel

Schuldet ein Autohaus einem Handwerker 10.000 Euro, so kann der Handwerker diese Forderung auf einem Onlinemarktplatz an jemanden verkaufen, der die Forderung bei seinem nächsten Autokauf gegenrechnet. Der typische Abschlag bei Online-Marktplätzen beträgt 30 Prozent. Somit spart der Käufer der 10.000-Euro-Forderung beim Autokauf 3.000 Euro. Dem Handwerker bleiben immerhin 7.000 Euro.

Vergleich von Inkasso-Dienstleistern
Leistung Inkassobüro Inkassoanwalt

Inkasso-Onlinemarktplatz

Eintreiben unumstrittener Forderungen geeignet, aber eventuell muss Anwalt eingeschaltet werden geeignet

ungeeignet

Forderungsverkauf möglich, hohe Abschläge

ungeeignet

möglich, geringere Abschläge
Factoring-Dienstleistungen hoch

ungeeignet

ungeeignet

Vorsicht vor schwarzen Schafen

In Deutschland gibt es über 750 Inkassobüros – und nicht alle arbeiten mit sauberen Mitteln. Das kann unter Umständen auf den Auftraggeber, also den Gläubiger, zurückfallen. Verlangt ein Inkassounternehmen zu hohe Gebühren vom Schuldner oder wendet es unerlaubte Drohungen kann, kann der Gläubiger seinen Vertrag fristlos kündigen.

  Tipps der Redaktion

Tipp 1: Wählen Sie ein Inkassounternehmen, das dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) angehört. Der BDIU gibt seinen Mitgliedern strenge Regeln und verfolgt schwarze Schafe der Branche

Tipp 2: Stellen Sie sicher, dass das Inkassounternehmen in Ihrem Bundesland ordnungsgemäß angemeldet ist

Inkassodienstleister finden mit Käuferportal

Bei der Auswahl des richtigen Inkassodienstleisters gibt es viel zu beachten. Über Käuferportal erhalten Sie unverbindlich und kostenlos drei Angebote von seriösen Inkassobüros in Ihrer Nähe, die Sie in Ruhe vergleichen können.

Bildquellen:
© Käuferportal
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© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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