Immobilienverkauf

Sicherheit beim Immobilienverkauf

Maklervertrag

Bei der Beauftragung eines Immobilienmaklers gibt es viele Unsicherheiten. Eine davon ist der Abschluss eines Vertrags. Muss die Zusammenarbeit vertraglich geregelt sein? Gibt es einen Spielraum bei der Vertragsgestaltung? Welche Details und Bedingungen lassen sich festhalten? Wir beantworten Ihnen alle Fragen, die im Zusammenhang mit dem Maklervertrag entstehen.

Maklervertrag nicht gesetzlich vorgeschrieben

Viele Auftraggeber und Käufer sind der Meinung, dass für den Immobilienverkauf oder die Vermietung einer Wohnung ein schriftlicher Vertrag mit dem Makler abgeschlossen werden muss. Allerdings kann der Makler seine Provision auch ohne schriftlichen Vertrag geltend machen. Er muss laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch §§ 652–654 nur nachweisen können, dass die Vermittlung der Immobilie aufgrund seiner Tätigkeit zustande gekommen ist. Für den Auftraggeber bzw. Käufer heißt das, die Maklerprovision wird dann fällig, wenn in der Ausschreibung darauf hingewiesen wurde. Für Verkäufer reicht prinzipiell eine mündliche Absprache mit dem Makler.

  Tipp

Vereinbaren Sie, wenn möglich, einen Maklervertrag immer in schriftlicher Form. Bei späteren Unklarheiten oder Streitigkeiten können Absprachen leichter nachgewiesen und offene Fragen schneller geklärt werden.

Inhalt eines Maklervertrags

Der Maklervertrag regelt vor allem die Provision sowie die Art und den Umfang der Maklertätigkeit. Lassen Sie sich im Zweifelsfall einzelne Passagen erklären oder lassen Sie sich von einem Sachverständigen beraten. Des Weiteren sollte der Maklervertrag folgende Punkte enthalten:

  • Objektart
  • Verkäuferdaten
  • Maklerdaten
  • Auftragsdauer
  • Etwaige Aufwandsentschädigung
  • Reservierungsgebühr
  • Auftragsbefristung

Unterschreiben Sie den Vertrag erst, wenn alle inhaltlichen Aspekte für Sie klar verständlich sind. Die genannten Informationen beziehen sich auf die private Vermittlung von Immobilien. Für gewerbliche Objekte gelten andere Auflagen und Vorschriften. Hier kommt häufig ein spezialisierter Gewerbemakler zum Einsatz.

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Verschiedene Vertragsformen

Ein Maklerauftrag kann mündlich oder in schriftlicher Form vereinbart werden. Man unterscheidet zwischen drei Formen des schriftlichen Maklervertrags:

Einfacher Maklerauftrag:

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Der einfache Maklerauftrag lässt dem Verkäufer viele Freiheiten. Er kann mehrere Makler mit der Vermittlung der Immobilie beauftragen, die ihrerseits nicht verpflichtet sind, Anzeigen zu schalten. Zudem hat der Makler nicht das alleinige Verwaltungsrecht über die Immobilie. Dem Verkäufer entstehen keine Verpflichtungen und er kann die Vermittlung der Immobilie auch selbst in die Hand nehmen.

Makleralleinauftrag:

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Bei einem Alleinauftrag vergeben Sie den Auftrag der Vermittlung Ihrer Immobilie an nur einen Makler. Dieser ist dann verpflichtet, alles für die erfolgreiche Vermittlung der Immobilie zu tun. Für seinen Hausverkauf ist der Besitzer der Immobile an den Makler gebunden und darf keine anderen Makler einschalten. Jedoch kann der Verkäufer parallel dazu versuchen, seine Immobilie selbst zu vermitteln.

Tipp

Legen Sie im Maklervertrag eine Zeitspanne fest, nach deren Ablauf Sie sich vorbehalten, andere Makler einzuschalten. Sechs Monate sind ein guter Zeitrahmen. Auf diese Weise können Sie auch sichergehen, dass der beauftragte Makler sich voll auf die Vermittlung Ihrer Immobilie konzentriert.

Qualifizierter Alleinauftrag:

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Ein qualifizierter Alleinauftrag berechtigt den Makler exklusiv, die Immobilie zu vermitteln. Auch der Verkäufer selbst darf die Immobile nicht verkaufen oder vermieten. Er verpflichtet sich, alle Kaufinteressenten direkt an den Makler weiterzuleiten. Verkauft der Besitzer trotzdem selbst, muss er im Zweifelsfall Schadensersatz leisten. Auch dieser ist im qualifizierten Maklerauftrag festgeschrieben. Für Makler ist dieser Vertragstyp besonders attraktiv und motivierend, weil er ihnen die Gelegenheit gibt, in jedem Fall ihre Provision zu verdienen. Die meisten seriösen Makler arbeiten daher mit einem qualifizierten Alleinauftrag.

Vor-und-Nachteile-der-Vertragsarten-abwaegen

Die verschiedenen Formen des Maklervertrags haben Vor- und Nachteile für den Auftraggeber. Der einfache Maklerauftrag lässt viel Spielraum für flexible Handlungen. Der qualifizierte Alleinauftrag hingegen garantiert einen hochmotivierten Makler und eine kurze Vermittlungsdauer. Wenn eine Immobilie also schnell und zuverlässig vermittelt werden soll, lohnt sich der Schritt in diese Richtung. Als Hausverkäufer sollten Sie genau abwägen, welche Vertragsart für Sie die beste ist. In jedem Fall sollten Sie aber auf einen schriftlichen Maklervertrag bestehen, um Missverständnisse zu vermeiden.
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