Immobilienverkauf

Wer bezahlt die Courtage?

Maklerprovision

Für Kaufinteressenten und Verkäufer von Immobilien ist die Maklerprovision oft undurchsichtig. Zudem sorgt die Aufteilung der Provisionszahlung auf die Vertragsparteien regelmäßig für Unklarheiten. Beide Seiten sollten sich jedoch mit der Bezahlung des Dienstleisters auskennen. Käuferportal gibt Ihnen einen Überblick zu allen wichtigen Aspekten der Provision.

Höhe der Provision nicht gesetzlich festgelegt

Die Provision oder auch Maklercourtage bezeichnet das Honorar, das ein Immobilienmakler für den Verkauf oder die Vermietung eines Hauses beziehungsweise einer Wohnung erhält. Im Bürgerlichen Gesetzbuch §§ 652-654 ist zwar festgelegt, dass ein Makler bei Vertragsabschluss Geld für die Vermittlung erhält. Wie hoch diese Immobilienmakler-Kosten ausfallen müssen, ist rechtlich allerdings nicht geregelt. Meistens beträgt die Höhe der Provision zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommt die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Der genaue Betrag unterscheidet sich allerdings von Region zu Region.


Verschiedene Provisionsformen

Es existieren drei Formen der Maklerprovision:

Haus Pfeil 1

Innenprovision:

Die Innenprovision handelt der Verkäufer einer Immobilie mit dem Makler aus. Der Käufer erfährt die festgelegte Innenprovision nicht.

Haus Pfeil 2

Außenprovision:

Als Außenprovision wird die Vergütung bezeichnet, die vom Käufer einer Immobilie an den Makler zu entrichten ist. Sie wird üblicherweise in den Anzeigen ausgewiesen. Jeder Käufer hat allerdings das Recht, mit dem zuständigen Makler über die Höhe der Provision zu verhandeln.

Haus Pfeil 3

Mischprovision:

Bei der Mischform der Provision teilt sich diese zwischen dem Verkäufer und dem Käufer der Immobilie auf. Wer welchen Anteil bezahlt, ist regional unterschiedlich. Die Mischprovision kommt relativ häufig vor.

Erhalten Sie bis zu 3 Top-Empfehlungen für den Verkauf
Ihrer Immobilie.

Bis zu 25.000€ höheren Verkaufspreis erzielen¹
Bürogebäude modern mit Glasfassade
Mietshaus Altbau
Bungalow
Einfamilienhaus

Regionale Unterschiede des Maklerhonorars

In vielen Bundesländern oder Regionen zahlen Verkäufer und Käufer die Provision anteilig, in anderen wird diese nur vom Käufer der Immobilie getragen. Die Angaben können allerdings immer nur als Richtwert dienen und sich zum Teil sogar lokal unterscheiden.

Die Höhe der Provisionsanteile unterliegt regionalen und lokalen Schwankungen
Bundesland Maklerprovision insgesamt (inkl. Mehrwertsteuer) Verkäuferanteil (inkl. Mehrwertsteuer) Käuferanteil (inkl. Mehrwertsteuer)
Baden-Württemberg 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Bayern 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Berlin 7,14 % 0 % 7,14 %
Brandenburg 7,14 % 0 % 7,14 %
Bremen 5,95 % 0 % 5,95 %
Hamburg 6,25 % 0 % 6,25 %
Hessen 5,95 % 0 % 5,95 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 % 2,38% 3,57 %
Niedersachsen 7,14 % oder 4,76–5,95 % 3,57 % oder 0 % 3,57 % oder 4,76–5,95 %
Nordrhein-Westfalen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Rheinland-Pfalz 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Saarland 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen-Anhalt 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Schleswig Holstein 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Thüringen 7,14 % 3,57 % 3,57 %

Maklervertrag als Grundlage für die Provision?

Ein schriftlicher Maklervertrag ist gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben. Eine mündliche Absprache zwischen Vermieter und Makler reicht prinzipiell aus. Allerdings ist es ratsam, eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. Gibt es keinen schriftlichen Vertrag, kann der Makler dennoch sein Honorar einfordern. Er muss lediglich beweisen können, dass seine Bemühungen ausschlaggebend für den Immobilienverkauf oder die Vermietung einer Wohnung waren. Diese Regelung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch § 652 BGB Abs. 1 festgeschrieben. Eine Provision wird also nur bei einer erfolgreichen Vermittlung der Immobilie erhoben.

Tipp der Redaktion

Glühbirne einfachIn folgenden Fällen darf keine Provision erhoben werden:

  • Wenn der Makler ein eigenes Interesse an der Vermietung hat, also zum Beispiel gleichzeitig Eigentümer oder Verwalter der Immobilie ist.
  • Die Maklerprovision wird vom Gesetz ausgeschlossen, wenn es sich um die Vermittlung einer Sozialwohnung handelt.
  • Eine Provision darf nicht erhoben werden, wenn keine neue Vermittlung stattfindet, also das Mietverhältnis nur fortgeführt oder erneuert wird.

Einführung des „Bestellerprinzips“

Am 1. Juni 2015 kam es zu einer rechtskräftigen Reformierung des Maklerrechts. Diese beinhaltet unter anderem eine Neuregelung der Maklerprovision: Künftig ist die Provision von der Person zu zahlen, die den Makler auch beauftragt, also „bestellt“ hat. Die Regelung ist gültig für die Vermietung von Wohnungen, bei Verkäufen gelten nach wie vor die bisherigen Bestimmungen.

Über die eigenen Rechte informieren

Wer mithilfe eines Maklers ein Haus verkaufen oder eine Immobilie vermieten will, sollte sich im Voraus über das Honorar informieren, das dieser für seine Dienste erhält. Auch die Rahmenbedingungen und die eigenen Rechte rund um die Provision zu kennen, erleichtert die Beauftragung eines Maklers.

Sie sind auf der Suche nach einem Immobilienmakler? Käuferportal hilft Ihnen und vermittelt kostenlos und unverbindlich bis zu drei Angebote.

Bildquelle:
© Käuferportal
© Dark Vectorange | Fotolia
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© JS | Fotolia
© KB3 | https://de.fotolia.com/id/63233142
© KB3 (TV) | Fotolia, Käuferportal (TV)
© Tiberius Gracchus | Fotolia
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
© unknown | iStock
Immobilienverkauf cta deutschlandkarte lang
Angebote für Immobilienverkauf
von regionalen Anbietern vergleichen
Bitte wählen Sie Ihren Standort
  • Unverbindliche Angebote
  • Nur qualifizierte Anbieter
  • Bundesweites Netzwerk
  • Über 1.000 Anfragen monatlich
Deutschlandkarte Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen