Telefonanlagen

Die digitale Alternative

IP-Telefonie – so geht’s!

Bei der IP- oder auch Internet-Telefonie werden Telefongespräche über eine Internetverbindung hergestellt – statt klassisch über das Telefonnetz. So lassen sich nicht nur Verbindungskosten sparen, sondern auch mehr Funktionen nutzen als bei traditionellen Telefongeräten. Alles Wissenswerte zu Anschluss, Geräten und Funktionalitäten erfahren Sie hier auf Käuferportal.

Die Technik: Telefonieren über das Internet

IP-Telefonie
Viele Möglichkeiten: Telefonieren über die Internetverbindung

Anders als bei den gewöhnlichen Telefonverbindungen werden bei der IP-Telefonie keine Telefonkabel für die Verbindung zweier oder mehrerer Gesprächspartner benötigt. Stattdessen lässt sich die Internetverbindung für die Herstellung von Telefongesprächen nutzen. Spezielle IP-Telefone können direkt an das Netzwerk angeschlossen werden und übertragen die Gesprächsinformationen mithilfe eines Internet-Protokolls (IP) in Form von digitalisierten Datenpaketen. Daher sind für diese Art des Telefonierens auch die Bezeichnungen Internet-Protokoll-Telefonie, Voice over IP (VoIP) oder virtuelle Telefonie gebräuchlich.

Die Geräte: Softphone oder Hardphone?!

Die Verbindungsherstellung bei der IP-Telefonie kann mit unterschiedlichen Geräten erfolgen:

  1. Ein sogenanntes Softphone ist eine spezielle Software, mit deren Hilfe der Computer PC und Handyzum Telefonieren genutzt werden kann. Voraussetzung sind lediglich ein Mikrofon und ein Lautsprecher. Ein Hand- oder Headset macht das Telefonieren am Computer deutlich bequemer, ist aber nicht notwendig. Daneben lassen sich auch Smartphones für die IP-Telefonie verwenden, wenn eine entsprechende Software (App) zur Verfügung steht.

  Achtung!

Wollen Sie unterschiedliche Geräte mit der Telefonanlage verwenden, müssen Sie unbedingt auf die Komptabilität achten: Viele VoIP-Telefonanlagen funktionieren zwar mit allen Betriebssystemen, mitunter gibt es aber auch Software, die speziell auf Mac OS X oder Windows ausgerichtet ist. Hier kann es zu Fehlern oder eingeschränkter Funktionalität kommen, wenn diese auf anderen Betriebssystemen installiert wird.

IP-Telefonie
auch analoge Telefone können für IP-Telefonie verwendet werden
  1. IP-Telefone sehen im Wesentlichen aus wie normale Telefone, verfügen aber über einen Netzwerkanschluss und können so die Verbindung mit dem Internet herstellen. Manche Modelle haben zudem ein deutlich vergrößertes Display mit integrierter Kamera, sodass auch klassische analoge oder ISDN-Telefone für die Internettelefonie verwendet werden können.
    Hierfür braucht es allerdings einen entsprechenden Adapter (Analog-Telefon-Adapter (ATA) oder ISDN-Telefon-Adapter (ITA)), der an den Router angeschlossen wird und so die notwendige Verbindung mit dem Internet sicherstellt.

Tipp der Redaktion

ATA und ITA heute sind bereits in vielen aktuellen DSL-Routern integriert und müssen daher selten zusätzlich angeschafft werden.

Anbieter, die IP-Telefone führen:

Die Vor- und Nachteile der Internet-Telefonie

Prognose
© Trueffelpix | Fotolia.com

  Kostenfreiheit:

Bei Anbietern von VoIP-Verbindungen fallen in der Regel keine Kosten für die Einrichtung eines Anschlusses an. Auch die Vermittlung von Gesprächen zwischen IP-Telefonie-Teilnehmern verursachen keinerlei Kosten – abgesehen von der Nutzung des Internets. Wer aber ohnehin über eine Internet-Flatrate verfügt, kann damit im Netz gänzlich kostenfrei telefonieren, unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort der Gesprächsteilnehmer.

  Kostenreduktion:
Verbindungen mit herkömmlichen Telefonanschlüssen, internationale Gespräche und Anrufe auf Mobiltelefon können deutlich günstiger ausfallen als über die regulären Tarife der Telefon- und Mobilfunkanbieter.

  Durch die einheitliche Verkabelung von Computer- und Telefonnetzwerk profitieren vor allem Unternehmen davon, dass ihre Infrastruktur-Kosten sinken und weniger Systemkomponenten beschafft werden müssen.

  Konstanz:
Unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort eines Gesprächsteilnehmers sowie unabhängig vom jeweils verwendeten Gerät ist dieser stets unter der gleichen Adresse bzw. Rufnummer erreichbar.

  Bei der Einrichtung einer Telefonanlage mit eigenen IP-Telefonen muss dafür auf die Funktion DDI („Direct Dial In“) geachtet werden. Sie stellt sicher, dass sich jeder Mitarbeiter an jedem beliebigen Gerät mit seiner persönlichen Kennung anmelden und dort unter seiner Nummer angerufen werden kann.

  Daten-Vielfalt:
Neben der Übermittlung von Sprache können parallel auch Dokumente und Bilddaten übertragen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass das verwendete Gerät diese Funktion unterstützt. Während die meisten Softphones für Computer und Smartphone standardmäßig diese Funktionalitäten bieten, muss bei der Wahl eines VoIP-Telefons eigens darauf geachtet werden, dass eine Bild- und Dokumentübertragung möglich ist.

  Notrufe & Sondernummern:
Das Absetzen eines Notrufes ist bisher in Deutschland und Europa noch nicht einheitlich geregelt. Teilweise unterstützen Softphones keinen Notruf, da der Anrufer nicht lokalisierbar ist und so nicht an die nächstgelegene Notrufzentrale durchgestellt werden kann.

  Auch die Verwendung von Sonderrufnummern ist nicht bei allen Anbietern von IP-Telefonie-Software möglich.

  Fax:
Das Versenden oder Erhalten von Fax-Nachrichten wird nicht von allen Geräten und Softwares unterstützt. Achten Sie hier auf die Angaben: Fax2Mail, Mail2Fax, Web2Fax, Fax over IP oder T.38. Diese stellen sicher, dass Faxe versendet und erhalten werden können. Alternativ können Sie sonst über moderne Kopierer Faxe scannen, verschicken und empfangen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

  Internetverbindung:
Bei Ausfall der Strom- oder Internetverbindung besteht keine Erreichbarkeit des Telefons mehr. Auch kann nicht auf das Telefonnetz ausgewichen werden. Nur bei Verwendung eines Smartphones ließe sich alternativ das Mobilfunknetz nutzen – allerdings verbunden mit den entsprechenden Kosten für das anfallende Daten-Roaming.

  Unternehmen sollten daher bei ihrer Internetverbindung unbedingt auf Ausfallsicherheit achten.

  Gesprächsqualität:
Die erfolgreiche Verbindung und gute Gesprächsqualität bei der IP-Telefonie hängt von der Geschwindigkeit und Qualität des Internetanschlusses ab. Voraussetzung für virtuelle Telefonie ist ein vorhandener Breitband-Internetanschluss. Allerdings wird bereits für ein einziges Gespräch mindestens 80 kbit/s an Bandbreite benötigt. Bei ungenügender Bandbreite oder voller Auslastung zu Spitzenzeiten können daher Probleme in der Datenübertragung auftreten: Das Gespräch ist undeutlich, es knackt in der Leitung oder einzelne Silben und Sätze werden nicht übermittelt.

Tipp der Redaktion

Die Anzahl der möglichen Gespräche orientiert sich an der Uploadgeschwindigkeit eines Anschlusses. Da die Uploadrichtung immer deutlich weniger Bandbreite aufweist, als die Downloadrichtung, wären so bei einem 2000er Anschluss maximal 9 Gespräche gleichzeitig möglich. Die Bitrate in Richtung Netz (upstream) sollte dauerhaft zwischen 120 und 200 kbit/s je Telefonverbindung liegen, um eine gute Sprachqualität zu garantieren.

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