Archive for the ‘Im Portal’ Category

Besser dreimal abgebrannt als einmal umgezogen (Fortsetzung I)

Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Wie ich im ersten Post erwähnte, werde ich den Leser nun ins Büro der IT entführen, um mich mit dem Umzug der Technik kurz auseinander auseinanderzusetzen, wenn man mit dem Unternehmen umzieht.

Aus Sicht der IT. Mit offenen Augen und trüben Blickes starrt Hannes auf den Mac. Die zweite Tasse Kaffee steht neben dem Mauspad. Eine gewisse Form der Gereiztheit kann er nicht unterdrücken, wenn Mitarbeiter mit Anliegen an ihn herantreten – er ist schließlich der Hauptansprechpartner der IT. Und da geht’s grad drunter und drüber.

“Die Installation der Bodentanks ist bald abgeschlossen, dann ist der Bodenplan mit ein paar Änderungen wieder up to date”, meint er, “und wir können den Einrichtungsplan in Angriff nehmen. Es ist wie beim Hausbau: Erst muss das Fundament, also der Bodenplan, stehen und dann kann das ganze Gebäude, also der Raumplan und  der Einrichtungsplan, oben drauf.”

Neues-Büro-von-Käuferportral

Das Schwierige ist, dass die Raumeinteilung wiederum Einfluss auf den Bodenplan hat. Baut man konsequent nach dem Bodenplan und denkt dann erst an die Raumplanung, entsteht durch nachträglich eingezogene Rigipswände ein abgetrennter Raum ohne eigene Bodentanks und die Folge wären kreuz und quer verlegte Kabel durchs ganze Büro.

Was extrem wichtig ist, ist die Gewährleistung der Durchsatzraten. “Wir haben bei Vertragsabschluss nicht beachtet, aus welchem Jahrhundert die CAT-Leitungen sind”, führt Hannes aus und erklärt: “CAT5 ist zwar ausreichend, aber für eine Standleitung wären höhere Durchsätze geeigneter. Jetzt müssen wir zusehen, ob wir die Spannung problemlos erhöhen können oder ob wir wie ein Brummi auf der Autobahn rechtsspurig fahren.” Was mir schnell genug erscheint, reicht der IT nicht aus; die würden sicher lieber den Schumi auf der Autobahn mimen, nur werden wir uns den Rennwagen (CAT7) nicht leisten können. Ist aber auch unnötig, schließlich wir streamen keine Videos.

Kleinigkeit. Neben dem Problem mit den Bodentanks war das natürlich nicht alles. Kleinigkeiten wie Überprüfung der Steigleitungen gehen damit einher aber auch die Datensicherung, also die Sicherung unseres gesamten Backends rauben zusätzlich Zeit und Nerven. Letztlich wird auch noch ein Parallelbetrieb aufgebaut: Der Umzug darf ja das Tagesgeschäft nicht behindern, also haben wir derzeit 2 Server, 2 Telefonleitungen, 2 Internetleitungen … etc.

Als Hannes sein Fazit, seine ‘eiserne Regel’, aus dem Hut zieht, muss er selbst ein bisschen lachen: “Den Umzug immer so viele Monate im Voraus planen, wie Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt sind.”, sagt er und schüttelt dabei den Kopf. =) Ist natürlich nur Spaß, aber man sollte ernsthaft sechs Monate vor dem beabsichtigten Umzugstermin die ersten Besichtigungen machen und sich Angebote von Umzugsfirmen einholen. In der Hinsicht haben wir alles richtig gemacht und einfach nur richtig Pech gehabt.

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Besser dreimal abgebrannt als einmal umgezogen

Freitag, Juni 18th, 2010

Nachdem wir eineinhalb Jahre die Mohrenstraße unsicher gemacht haben und die wenigen Quadratmeter stark in Anspruch nahmen, fiel uns auf, dass sich nicht nur die Müllsäcke sondern auch die Mitarbeiter in den Gängen stapelten. Es ist schlicht und einfach Zeit für den Umzug in ein größeres Büro.

Unser neues Büro

Das neue Büro. Das kriegen wir auch hin – Dachten wir. Jeder weiß, wie stressig und zeitintensiv ein Umzug sein kann, aber mit 35 Mitarbeitern und ebenso vielen Arbeitsplätzen, noch weitaus mehr PC’s, plus Server, Möbel etc. in eine 700qm Bürofläche unweit unseres jetzigen Standortes umzuziehen, überstrapaziert den Vergleich mit privaten Umzugserfahrungen. Besonders problematisch zeigen sich ausgerechnet die Dinge, die man zuvor großspurig mit einer bloßen Handbewegung weggefegt hat. Aber von vorn.

Weitsicht. In weiser Voraussicht haben wir tatsächlich schon Monate zuvor nach geeigneten Büros Ausschau gehalten. Doch die Verhandlungen zogen sich immens in die Länge. Obwohl wir einige Büros zur Auswahl hatten, hing die konkrete Planung und Umsetzung ein wenig im Raum-Zeit-Kontinuum fest und wir gerieten in den letzten Wochen in Zugzwang.

Umsicht. Die Wahl unseres jetzigen Büros fiel nicht schwer. Vom erneut repräsentativen Sitz im Hofgarten an der Friedrichstraße kann man seinen Blick über Berlin schweifen lassen. Ich glaube allerdings, dass dies bei der Besichtigung zu exzessiv betrieben wurde, denn hätte man den Blick einmal nach unten gerichtet, wären die weit auseinanderliegenden Bodentanks womöglich aufgefallen. Aus den Bodentanks entspringen Strom- und Internetkabel und diese sind nun einmal unerlässlich für ein Start-up. Nachdem nun die ganze Raumplanung durch war, begann man zu überlegen, wo denn der Strom für all die neuen Arbeitsplätze herkäme – Ein Debakel und prompt waren die Probleme geboren. Wo kriegen wir denn jetzt auf die Schnelle ein paar dutzend Bodentanks her? Fachmännisch installiert und die Buchsen gleich angeschlossen, versteht sich. Alle Planung war hinfällig und musste neu überdacht werden, der Zeitplan gerät ins Stocken, provisorische Lösungen müssen her.

Voraussicht. Wie konnte man das vergessen, so einfach übersehen. Neben den anderen Kleinigkeiten konnte man die Bodentanks doch nicht vergessen. Die anderen Kleinigkeiten waren übrigens:

  • Anmeldung, Ummeldung, Abmeldung vom Telefon- und Internetnetz
  • Raumplanung (Wände entfernen und neue Rigipswände einsetzen lassen)
  • Inneneinrichtung planen
  • Inneneinrichtung und Büromöbel kaufen
  • Leasinganträge stellen (Bonität prüfen lassen sowie Jahresumsatzplanung vorlegen)
  • Netzwerk einrichten, Kabelführung bestimmen, Steigleitungen prüfen
  • Parallelen Server installieren & Daten-Back-up
  • Mietkonditionen verhandeln
  • räumliche und personelle Expansionsmöglichkeiten beachten (u.a. Vormietrecht)
  • Mietvertrag juristisch prüfen lassen, beurkunden, gegenzeichnen und –gern vergessen- zurückversenden!
  • Maler- und Instandsetzungsfirma beauftragen

Ich weiß, dass ich noch einiges weggelassen habe. Sollte was Existenzielles darunter gewesen sein, könnt ihr es in den Kommentaren gern ergänzen. Diese obigen Punkte und Mühen sind etwas, worüber man in einigen Jahren lächeln wird, doch heute sorgen sie für Schweiß auf der Stirn und Stressfurchen im Gesicht. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Es ist unglaublich, wie viele Leute und Ressourcen wie Arbeitszeit gebunden sind. Im Folgenden kann man sehen, was die IT alles umzusetzen hat (Fortsetzung 1), die sozusagen die praktische Umsetzung aller Maßnahmen durchführt, um zu gewährleisten, dass wir unsere Arbeit ungestört fortsetzen können. Danach folgt dann der organisatorische Teil, der hauptsächlich das Management bindet (Fortsetzung 2), und der den Umzug rückblickend zusammenfassen wird.

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Einige Änderungen, eine lange Pause & WM-Start

Freitag, Juni 11th, 2010

Es ist schon etwas länger her, dass wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Wir haben nicht drei Monate im Urlaub verbracht- nein, stattdessen haben wir unsere ganze Energie und Zeit darin investiert, Käuferportal besser und größer zu machen. Da bleibt leider nicht viel Zeit zum Schreiben.

Was ist neu?

Oberste Priorität in den letzten Monaten hatte die Verbesserung unseres Webauftrittes. Wie ihr sehen könnt, ist die Startseite völlig neu gestaltet, genauso wie unsere Kaufberatungen. Es war, nach vielen Tests und Auswertungen, uns sehr wichtig eine klare Struktur in unser Web-Format zu bringen, gleichzeitig aber auch das Design zu modernisieren und die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Mit mehr Übersict im Aufbau und weniger kleinteiligen Modulen haben wir den Plan umgesetzt, aber fertig sind wir noch lange nicht – die Seite befindet sich gerade in einem “Wechselstand”, da wir, wie bei einem Auto, verschiedene Teile nur mit der Zeit austauschen, bis es bald ganzheitlich fertig ist.

Natürlich waren Usability und Navigation die vordergründigen Punkte für unsere Änderungen, aber auch, weil es (pünktlich zum Sommer und zur WM) Zeit für eine Änderung war. Und ändern wird sich in nächster Zeit viel: das Käuferportal zieht nämlich vom Gendarmenmarkt weg. An der Französischen Straße werden wir unsere Zelte erneut aufschlagen, geplant ist der Umzug Anfang Juli.

Trotz aller Aufgaben und des erhöhten Stressfaktors wollen wir hier wieder regelmäßig Neuigkeiten bringen, die interessant sein könnten und freuen uns natürlich immer auf das Feedback unserer Leser, Anbieter und Kunden. Bis bald und eine schöne WM wünscht das Portal!

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Käuferportal goes Cebit

Mittwoch, März 10th, 2010

So schnell kanns gehen. Kaum ist die Cebit da, ist sie auch schon wieder vorbei. Neben Unmengen von Kugelschreibern und Schlüsselanhängern haben Basti für die PR, Robert und Henrik für das Business Development und Robin für alles zusammen ein paar interessante Erfahrungen und Geschichten mitgebracht, die wir euch natürlich nicht vorenthalten werden, ob ihr wollt oder nicht.

Die KP-Cebit Force ist schon Montag am Abend angekommen und hat nach einer etwas beängstigenden Taxifahrt mit einem höchstwahrscheinlich betrunkenen oder lebensmüden Fahrer das Hotel sicher erreicht, um sich dort an der Minibar auf den ersten Tag einzustimmen.

Wie es so war:

Zwar gehen hier die Meinungen stark auseinander, aber wir fanden die Stimmung an sich etwas gedrückt. So richtig viele Leute waren am ersten Tag noch nicht da und die Anwesenden sind mehr durch die Hallen geschlichen als gelaufen. Auch die berüchtigten Cebit-Partys waren eher verhalten. Keine Hostessen, die auf den Tischen getanzt haben und ein unterdrücktes Lachen hinter der Hand, a la High-Society-Golfturnier, war das höchste aller Cebit-Gefühle. Nein so schlimm war es nicht, aber eben doch weit unter unseren Erwartungen.

Viel Hype gab es ja auch wegen dem Google-Stand. Goolge auf der Cebit waren schon “newsworthy” genug, aber dass auf dem Messestand die umstrittenen Street-View Autos mit Farbe bekleckert wurden, glich dann doch eher einer avangardistischen Kunstaustellung in Berlin-Kreuzberg. Dass und vor allem was mit dem Messestand aufgeklärt werden sollte, denn dies war das Konzept dahinter, scheint uns bis heute nicht ganz logisch.

Die beiden Konzernriesen Telekom und Microsoft haben die altbewährte Strategie “the bigger the better” verfolgt, so dass sie fast eine ganze Halle ausfüllten. Dass die Medien (vor allem TV) so etwas immer noch anzieht, wie Honig die Bienen, ist leider auch noch Program. Da kommt man sich als StartUp schon vor wie David gegen Goliath und möchten sie in einer schwachen Sekunde am liebsten dann auch mit Steinen bewerfen können.

Genug der Schimpfereien, eines muss mann der Leitmesse für IT und Kommunikationstechnologie schon lassen. Sie ist eine Leitmesse für IT und Kommunikationstechnologie und hat das Motto “Connected Worlds”, also auch den Spagat zwischen Besucher- und Fachmesse, erstaunlich gut gemeistert. Branchen-Innovationen und Otto-Normal-Bürger-Bespaßung gingen angenehm einher.

Was wir so denken:

  • Die Cebit wird weiterhin mit Hausmessen großer Unternehmen konkurrieren.
  • Als Markplatz, so wie wir ihn kennen, ist sie mittlerweile völlig überholt. Käufer und Verkäufer treffen sich zunehmend im Internet.
  • Die Veranstalter reagieren mit verkürzter Messedauer und mehr Konferenzangeboten auf die Bedürfnisse der Besucher. So geht sie zunehmend in die Richtung Fachmesse mit Entertainmentfaktor.
  • Zwar gab es für die Internet-Branche die Webciety doch nur Flirten mit dem Netz reicht nicht mehr, denn dorthin verlagern sich sowohl die potentiellen Kunden, als auch die Branchenexperten mit ihren Lösungen und Geschäftsabschlüssen.
  • Die Cebit 2010 fühlt, nach eigenen Angaben, den Aufwind im IT-Sektor. Wir warten lieber ertmal ab, ob es nur ein Lüftchen ist und wenn nicht, wohin die Reise geht.

Und hier was unsere Jungs sonst noch so “gelernt” haben:

  • Je hübscher die Hostessen, umso sinnfreier ist das Produkt.
  • Die Preise sind wie bei uns am Gendarmenmarkt (kleine Cola 3,00€ und eine Currywurst 5€) und Internet gabs für 10 Euro die Stunde.
  • Der neue VZ-Chef findet Facebook doof.
  • Die meisten Neuerungen können wir uns wohl eh nie leisten (obwohl so ein 3-D Fernseher schon sehr verlockend ist).

Bild unter cc-Lizenz von thomsson (Flickr)

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Buzz Echo

Donnerstag, Februar 4th, 2010

Zwei Wochen, nachdem das Käuferportal sich auf das “Spiel mit dem Social Media Feuer” eingelassen hat, ist es hier wieder etwas ruhiger geworden. Das neue Jahr zieht uns mit einer erstaunlichen Gewalt durch die Tage, Wochen und Monate. Nachdem das letzte Echo auch verhallt ist, wird es Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Und weil Sätze out sind und Informationsflut in ist: heute mal in Form von kurzen Gedankengängen.

Der Buzz, der entstanden ist – die Reaktionen, seien sie nun positiv oder negativ gewesen – haben uns regelrecht überwältigt. Natürlich haben wir, nicht zuletzt aufgrund von Roberts Bekanntheitsgrad, mit einer gewissen Response gerechnet. Aber so viel Ansturm hatten wir definitiv nicht erwartet, und waren positiv vom Momentum des ersten Tweets überrascht. Die einzigen, die sich zurücklehnen konnten, waren unsere Jungs aus der IT. Die Seite lief trotz des massiven Ansturms einfach mal ungestört weiter. Sehr cool.

Die Reaktionen erfolgten in drei Wellen: zuerst natürlich über Twitter und Kommentare auf unsere beiden Blogpostings und später auch über Blogs, Online- und Printmedien. Nach dem ersten Tweet schienen die meisten belustigt und überrascht – denn hey, wer kauft schon einen Twitteraccount, viel Spaß damit – nach dem zweiten Tweet schlug die Stimmung dann eine negative Richtung ein, “hey, wir wurden verarscht!”.

Dass so eine “PR-Aktion” gewagt ist – sicher. Wir waren aber doch ein bisschen verwirrt darüber, wie viele Follower sich tatsächlich ausgenutzt vorkamen. Erst beschwerte man sich über den Sell-Out eines Twitter-Users (nämlich Basic) und darüber, dass man Basic ja wegen Basic folgte (also wegen der Person), und nicht wegen des Status (also der vielen Follower) seines Accounts. Damit hatten wir gerechnet und wie bei einem NASA-Countdown gezählt, wie viele sich empört abwenden würden (weniger, als gedacht). Als wir den Account dann “zurückschenkten”, war man aber genauso enttäuscht, weil wir angeblich ein falsches Anliegen vermittelt hatten.
Leider ist dabei untergegangen, dass wir auf unsere Partnerschaft mit Buzzriders aufmerksam machen und uns selbst auf die Schippe nehmen wollten: Wir, das Käuferportal, wissen gar nicht, was man mit einem Twitteraccount anfangen sollten, wir kommen aus einer anderen Welt. Wir schenken ihn zurück.

Immerhin wurde ich endlich mal in Medien mit großer Reichweite zitiert. Kann man also wenigstens behaupten, ich hätte einen persönlichen Gewinn davongetragen. Lebensziel #3308 erreicht.

Endlich fast berühmt!

Endlich fast berühmt!

Ich war sehr enttäuscht, dass wir den Twitteraccount nicht behalten durften. Die unzähligen, verpassten Gelegenheiten an Schabernack (SCHABERNACK, wie lange möchte ich dieses Wort schon benutzen und komme nicht dazu) verfolgen mich jede Nacht. Hach.

Ich frage mich, wie viele Menschen von rausgeworfenem Geld geredet hätten, wenn wir die Zusammenarbeit zwischen Buzzriders und Käuferportal ohne den Twitterkauf verkündet hätten? Nun, es wäre eine ökonomische Transaktion gewesen, ohne viel Schnickschnack. Es kam viel Kritik dazu, wie diese Zusammenarbeit eigentlich aussieht oder woraus sie besteht. Wäre die auch gekommen, wenn wir keine “PR” dafür gemacht hätten? Wie hätte man das sonst gestalten können? Fragen über Fragen.

Amüsant hingegen: “Man hätte das ja auch anders machen können!”, teilweise ernstgemeint auch: “Wieso habt ihr nicht einfach für Haiti gespendet?“. Haben wir . Wollten wir aber keine PR mit machen. Wäre ja auch irgendwie komisch, das Leid anderer Menschen dafür ausnutzen. Zugegeben, auch viele Follower und Retweeter fühlten sich in ihrem Leid als User ausgenutzt. Wir stehen damit sowieso auf der dunklen Seite der Macht. Ups.

“So funktioniert Social Media nicht” – eine gewagte These. Ich bin ja der Ansicht, dass genau SO Social Media funktioniert und nicht anders. In den Kommentaren wurde dazu viel gesagt, was dafür und was dagegen spricht. Interessant, und ich lade gerne zur Diskussion ein.

Aus der Kategorie “Schade, dass ich das nicht direkt getwittert habe”:

Wegen des enormen, fünfstelligen Kaufpreises des Twitter-Accounts, werden Mitarbeiter mit den folgenden Initialien entlassen: PJ, SC, RH, RB, MK, NK. Der Rest auch. Das Unternehmen besteht nur noch aus einem Twitter-Account.

Sicher, an der negativen Stimmung haben wir nur uns selbst an die Nase zu greifen, schließlich haben wir keinen Social Media Berater engagiert der das alles koordiniert. Denn beim ganzen Twitter-Trubel ist leider untergegangen, was wir eigentlich hatten vermitteln wollen: Eine Tongue-In-Cheek Aktion über B2B-Firmen im Social Media (gehört da jeder hin? Vielleicht ja, vielleicht nein, leider ist diese Diskussion nie entstanden), über die Nutzung von Twitteraccounts und ihren allgemeinen Wert, über eine Zusammenarbeit, die wieder verstärkt auf lokale Geschäftsbeziehungen und Angebote hinweisen möchte und über ein bisschen Humor im Internet.

Letzteres haben wir anscheinend mächtig in den Sand gesetzt, aber das ist nicht schlimm, ich persönlich lache jedenfalls auch gerne über meine eigenen Witze.

Es war nicht unser Anliegen, die Twitter Community und die treuen Follower von Robert zu täuschen. Wir haben versucht, so gut es geht auf Fragen über Formspring zu antworten (und laden auch weiterhin dazu ein, Fragen zu stellen) und uns in die Diskussion einzuklinken (wir konnten leider nicht auf jedes Kommentar einzeln antworten). Wir gehen selbstkritisch mit der Aktion um und sehen die Kritik, die wir dafür einstecken mussten.

Andererseits hat uns dieser Versuch viel Spaß gemacht, mit vielen neuen Perspektiven in Verbindung gebracht und war gleichzeitig unser erster Schritt in eine involviertere Zukunft. Ein bisschen Learning by Doing hat noch nie geschadet. Auch, wenn der Buzz nicht langlebig (dafür aber sehr intensiv) war: für uns hat es sich in jeglicher Hinsicht gelohnt, und hoffen, dass auch andere Start Ups sich nicht zurückhalten werden, wenn es um solche Erfahrungen geht.

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One Year In The Life

Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Das Jahr 2009 ist für Käuferportal wohl DAS Jahr gewesen. So kurz vor Weihnachten kann man es sich schon mal erlauben, ein bisschen sentimental zu werden, glaube ich. An dieser Stelle blicken wir alle in die Zukunft und belegen das kommende Jahrzehnt mit Wünschen, wir zerbrechen uns den Kopf über neue Strategien und wie das, was wir geschafft haben, noch besser wird. Wir machen uns im Privaten sowie im Arbeitsleben neue Vorsätze, die wir auch alle mit Sicherheit einhalten werden.

Wir blicken auch gemeinsam zurück auf die letzten zwölf Monate voller Stress, Erfolge, Energie und den Plänen, die wir geschmiedet haben. Das alles in Worte zusammen zu fassen wäre mindestens genauso größenwahnsinnig wie das, was wir uns für das nächste Jahr und die kommenden Jahrzehnte noch so vorgenommen haben. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn am Ende waren es doch immer die Menschen – unser Angels, unser Team — die das hier möglich gemacht haben. Diese Menschen sind Tag ein, Tag aus, Woche für Woche durch dieses Büro gerannt, haben gelacht, haben wild im Flur am Telefon diskutiert, haben sich beim Fußballspielen den Knöchel umgeknickt oder sind frustriert in die Raucherpause gegangen. So ist das. Uns bleiben die schönsten Erinnerungen an all das, eingepackt in wenige Momentaufnahmen, die für immer ein Jahr im Käuferportal festhalten werden…

PS: Liebe Kollegen, bitte tötet mich nicht.

Robin & Mario

PJ

weihnachtshütte

nicki

schlittschuhfahren
kartfahren2

gudelaunetee

norman

hans-eis

malteusw

schneeballkarsten

mohrenstraße

kevin

schlittschuh

poker2

zweiterplatz

weihnachtsmarkt

lala

thetouchofgod

siegerkart

schneeballschlacht

robinsgeburtstag

robinkerzen

robin-fußball

portalerlunch

nachdenkerpose

mila-wins

milajuliankicker

mikey

mario-schlittschuhlaufen

happybirthday

lisa

lalajonas

kickern

kartfahren

kai

jens

geburtstagrobin

fußball

finan2

fabi-abschied

geburtstagsparty

einkaufswagen

dritterplatz

deutschlernen

bescheuertemädels

basti-spasti

bastirobin

arloundsteve

abendessen

robinsteve

arlo

tiramisu

basti

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Next Friday

Dienstag, November 10th, 2009

Mehr als ein Jahr ist nun die Gründung von Käuferportal her. Damals gab es keine klaren Abteilungen oder Strukturen- da hat jeder da angepackt, wo es nötig war. So hat man sich zwangsläufig zu einer verrückten und sympathischen Familie zusammengeschlossen, die Tag und Nacht im Büro schwitzen wollte, um etwas Großartiges aufzubauen. Wir sind heute auf gutem Weg dahin, haben uns aber zunehmend verändert. Geregelte Arbeitszeiten, Verantwortungsbereiche, Abteilungen. Das nimmt dem ganzen Existenzgründer-Feeling ein bisschen den Charme, zugegeben, macht aber deshalb nicht gleich weniger Spaß. Es ist gut, notwendig und sowieso unausweichlich.

Toast ist wichtig im Portal

Toast, ein wichtiges Grundnahrungsmittel, im Portal besonders beliebt noch vor Kaffee und Schokolade

Das Unternehmen wächst mit jedem Tag ein Stück mehr, sei es durch Haustiere, Gewichtszunahme oder neuen Teammitgliedern. Und obwohl wir größer werden, wollen wir jeden Mitarbeiter bei Käuferportal an dieser Entwicklung beteiligen und transparent bleiben. Irgendwann ist eine kleine Tradition entstanden, die wir alle besonders schätzen und zu lieben gelernt haben:

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Das Viech

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Im Büro der IT hängt seit einiger Zeit etwas seltsam anmutendes am Deckenstrahler herum. Dieses, ähm, Haustier, habe ich liebevoll “Viech” getauft. Das Viech:

Was das nur sein könnte?

Was das nur sein könnte?

Na, wer erkennt’s? Richtig, es ist “das Viech” aus dem erfolgreichen ersten Teil der Matrix-Reihe, genannt “The Sentinel” oder eben “das Viech”. Ahem. Es wäre aber auch irgendwie schade, wenn unsere IT nicht wenigstens ein bisschen ins Nerd-Schema passen würde. Tatsächlich programmieren die überhaupt nicht im Dunkeln und eigentlich sind die auch recht umgänglich. Ich war zu Anfang schwer enttäuscht. Da trägt auch keiner Superhelden T-Shirts. Dann habe ich herausgefunden, dass sie sich nachts alle heimlich zu einer LAN treffen und dort ihren Nerd-Gelüsten nachgehen.

… alles Spaß natürlich, ohne unsere IT würde hier ganz schnell alles den Bach runter gehen und wir freuen uns jeden Tag wieder auf den Kampf zwischen BWL und Informatik. Wie in der Schule früher.

SEntinel

Übrigens gehört das Teil unserem Frontend-Mann Marc...

Original aus Matrix

Das Original aus dem Film

Ab sofort werde ich wohl desöfteren durch das Büro gehen und einige denkwürdige Dinge fotografieren, die den Charme des Käuferportals ausmachen. Vorrausgesetzt, ich darf mir weiterhin auch Carstens brandneue Digicam ausleihen.  Ich verspreche einen hohen Entertainmentfaktor.

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Ehssan Dariani im Portal

Mittwoch, Oktober 21st, 2009

Ehssan Dariani, seines Zeichens selbsternannter „spiritueller Führer“ der deutschen Gründerszene, machte letzte Woche einen kurzen Abstecher in die Käuferportal-Headquarters. In den heiligen Hallen am Berliner Gendarmenmarkt berichtete der studiVZ-Gründer von seiner Ideenfindung, den Anfängen von Social-Networks in Deutschland und warum man als Gründer ein „Black Swan“ sein sollte.

Anlass zu seinem Vortrag gab der einjährige Geburtstag der Käuferportal-Website. Vor knapp einem Jahr hatte Ehssan bereits schon einmal eine flammende Rede gehalten – und auch diese Mal folgten die nun schon fast 30 Portaler gebannt seinen Anekdoten und provokanten Thesen.

Wir haben es leider völlig versäumt, Ehssan im Portal zu fotografieren... Fail.

Wir haben es leider völlig versäumt, Ehssan im Portal zu fotografieren... Fail.

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