Bei einem BHKW (Blockheizkraftwerk) handelt es sich um eine modulare Anlage, die eine effiziente Alternative zu traditionellen Heizwerken darstellen kann. Dabei werden in einem BHKW durch die Methode der Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. Wie viel von diesen produziert wird, hängt hierbei von den Bedürfnissen Ihres Unternehmens ab.
Findet nichtsdestotrotz eine Überproduktion statt, können Strom und Wärme in das öffentliche Wärme- beziehungsweise Stromnetz eingespeist werden. Ihr Energieversorger kauft Ihnen diese in der Regel für circa 5 Cent pro Kilowattstunde ab. Somit können Sie durch die Installation eines BHKWs nicht nur Energiekosten sparen und sich von den traditionellen Energiequellen unabhängig machen, sondern auch zur Schonung der Energieressourcen beitragen.
Vor dem Erwerb eines BHKWs könnte es von Vorteil sein, genau zu überprüfen, ob und wie rentabel diese Anschaffung für Ihr Unternehmen sein wird. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ist dafür die gängigste Methode. Dabei ist in der Regel ein Einsatz in denjenigen Objekten wirtschaftlich, in denen das ganze Jahr über ein kontinuierlicher Strom- und Wärmebedarf besteht.
Grob lässt sich sagen, dass die Wärmeleistung mindestens circa 3.000 Stunden im Jahr betragen sollte, um eine Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Dabei sollte die erzeugte elektrische Energie möglichst im Objekt selbst verbraucht werden, was einen Ankauf vom Energieversorger erspart. Dadurch entstehen die so genannten verdrängten Stromkosten, über die sich die Amortisationszeit und damit die Wirtschaftlichkeit einer Anlage errechnen lässt.
Oft wird der Anschaffungspreis von Blockheizkraftwerken als der größte Nachteil dieser Anlagen gesehen. So liegt der Anfangspreis eines Mini-BHKWs bei circa 12.000 Euro. Der Preis einer großtechnischen Anlage kann jedoch mehrere zehntausend Euro überschreiten. So hängt der Anschaffungspreis von mehreren Faktoren ab, unter anderem:
Grob lässt sich sagen, dass je höher die elektrische und thermische Leistungen, sowie der Wirkungsgrad eines BHKWs, desto teuerer wird die Anlage. So lässt sich ein Mini-Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 3-7 Kilowatt und einer thermischen Leistung von 6-14 Kilowatt für näherungsweise 13.000 Euro erwerben. Dabei kann es mit Diesel, beziehungsweise mit Pflanzenölen betrieben werden und weist einen recht hohen Wirkungsgrad von 80% auf. So ist solch eine Anlage für die Strom- und Wärmebedürfnisse von einem Einfamilienhaus, beziehungsweise von kleineren und mittelgroßen Unternehmen von bis zu 70 Mitarbeitern meist ausreichend.
Doch sollten vor dem Erwerb eines BHKWs in jedem Fall ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Anbieter, als auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden. Mit Rücksicht auf das Objekt und die Bedürfnisse Ihres Unternehmens lässt sich in der Regel die passende Anlage ermitteln.
Dabei können neben dem Anschaffungspreis unter anderem auch folgende Kosten anfallen, die bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung ebenfalls berücksichtigt werden sollten:
Investitionskosten:
Verbrauchs- und Betriebsgebundene Kosten:
So ist zu beachten, dass nach maximal 4.000 Betriebsstunden eine Wartung des BHKW erfolgen sollte. Hierzu können Sie mit den meisten Anbietern einen Wartungsvertrag abschließen. Dabei liegen die jährlichen Wartungskosten für ein Standardpaket für ein solches Werk bei ungefähr 1.000 Euro. Oft umfasst ein Standardpaket unter andrem folgende Leistungen:
Die umweltschonende und kostensparende Erzeugung von Wärme und Strom wird durch staatliche Förderprogramme unterstützt. Dabei können Sie beispielweise von einem Investitionszuschuss in Höhe von circa 7.300 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle profitieren. Dieser Zuschuss setzt sich hierbei aus einer Basisförderung von ungefähr 6.700 Euro, sowie einem Umweltbonus für den geringen Schadstoffausstoß im Wert von circa 500 Euro zusammen. Doch gilt diese vollständige Förderung erst ab 5.000 Vollbenutzungsstunden. Eine Leistung von bis zu 4.000 Vollbenutzungsstunden wird mit 80% dieser Summe unterstützt.
Zudem wird nach der neuesten Regelung nicht nur der ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Strom mit circa 5 Cent pro Kilowattstunde vergütet, sondern auch der selbstgenutzte Mini-BHKW-Strom. Darüber hinaus wird bei der Inbetriebnahme eines Mini-Blockheizkraftwerks die Energiesteuer für den verbrauchten Brennstoff rückerstattet. Beispielweise beträgt die Rückerstattung für Erdgas circa 0,5 Euro pro Kilowattstunde.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zusätzliche Investitionszuschüsse und zinsgünstige Kredite im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Darüber hinaus können die meisten BHKW-Anbieter vor allem mittelständischen Unternehmen Leasing als eine Finanzierungsalternative gewährleisten. Dabei können die Leasingraten von den Steuern abgesetzt werden, wodurch die Liquidität Ihres Unternehmens geschont wird.
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