Als Betriebsdatenerfassung – BDE – wird ein Prozess bezeichnet, bei dem alle Ist-Daten eines Unternehmens zusammengetragen und ausgewertet werden. Die Ergebnisse zeichnen ein sehr genaues Bild des Unternehmens, seiner Potenziale und Schwachstellen. In gut geführten Unternehmen ist die BDE kein einmaliger Vorgang, vielmehr wird sie fortlaufend im Betriebsalltag durchgeführt und zur Kontrolle von Veränderungen genutzt.
Grundsätzlich versucht die BDE alle Zustände und Prozesse innerhalb des Betriebes messbar zu machen. Dazu werden Maschinendaten mit Rüst-, Arbeits- und Störzeiten gemessen. Hinzu kommen sämtliche das Personal betreffende Daten wie etwa Arbeitszeiten, Pausen oder Krankentage. Der gesamte Materialbestand wird überprüft und sämtliche Daten über bestehende Aufträge gesammelt. Zur Erfassung aller Daten dienen verschiedenste Barcodescanner, personell bediente Terminals und Geräte zur sensorischen Erfassung von temporären Prozessen.
Alle Daten werden zentral zusammengeführt und ausgewertet. Das Resultat sind vielfältige Listen über Maschinenbelegungen, Kapazitätsauslastungen und Störungen. Ebenso gibt es Zeittafeln für die personenbezogenen Arbeitsvorgänge. Diese Tabellen machen das Unternehmen mit seinen Prozessen transparent und analysierbar.
Die universelle, perfekte BDE-Lösung gibt es nicht. Vielmehr bestehen die einzelnen Systeme aus einer ganzen Reihe verschiedener Komponenten. Dabei sind Software und Hardware exakt auf das Unternehmen und seine Geschäftsprozesse zugeschnitten.
Es ist unmöglich, den Preis einer Betriebsdatenerfassung pauschal zu bestimmen. Zu unterschiedlich sind die Prozesse in den einzelnen Unternehmen. Grundsätzlich wird die BDE umso teurer, je differenzierter und strukturierter ein Unternehmen ist. Viele Abteilungen, Dienstleistungen, Fertigungsprozesse und Mitarbeiter können die Kosten in die Höhe treiben. Bereits vorhandene Komponenten wie etwa Zeiterfassungsgeräte können in das BDE-System integriert werden.
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