Die Alternative zu fossilen Brennstoffen

Pelletheizung

Pelletheizungen sind eine umweltschonende Alternative zu Öl- und Gasheizungen. Sie erzeugen Energie, indem stäbchenförmigen Holzpellets verbrannt werden. Die Systemtechnik unterscheidet bei Pelletheizungen grundsätzlich zwei Gruppen: Einzelraumheizung und Zentralheizung.

Zwei Arten von Pelletheizungen

Einfacher Pelletofen: Ein Einzelofen dient als Kamin-Ersatz. Der Ofen beheizt einen einzigen Wohnraum und funktioniert automatisch. Er versorgt sich selbst mit Pellets, sodass der Vorratsbehälter höchstens einmal täglich aufgefüllt werden muss. Obendrein schaltet sich der Pelletofen bei einer voreingestellten Umgebungstemperatur selbst ab. Die Asche muss von Hand entfernt werden. Das Aggregat hat einen Leistungsbereich von bis zu 10 kW, womit eine Fläche von 100 m² beheizt werden kann.

Pelletkessel für die Zentralheizung: Über ein Fördersystem werden die Pellets aus dem Lager zum Brennraum transportiert und anschließend verbrannt. Das Pelletlager sollte unweit des Heizkessels eingerichtet werden. Das Wasser im Heizkreislauf des Kessels wird erhitzt und mittels Wärmetauscher das Heizungs- und Trinkwasser erwärmt. Ein Pufferspeicher fängt die gewonnene Wärme ab, sodass diese zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann. Pelletkessel eignen sich eher für Einfamilienhäuser. In Reihe geschaltete Pelletzheizungen – sogenannte Kaskadenanlagen – versorgen ganze Wohnkomplexe mit bis zu 1 MW Nennleistung.

 ​​ Tipp der Redaktion
Der Kessel läuft unter Volllast am effizientesten, daher sollte der Tank eher kleiner bemessen sein. Zu große Pelletkessel laufen häufig unter Teillast, was sich negativ auf den Wirkungsgrad und die Lebensdauer auswirkt.
 
Funktionsweise einer Pelletheizung - Käuferportal
© Agentur für Erneuerbare Energie

 

 ​ Beispielrechnung

Für ein Einfamilienhaus wird ein Pelletkessel mit einer Wärmeleistung von etwa 20 Kilowatt benötigt. Der entsprechende Lagerraum für einen Jahresbedarf umfasst ca. 18 m³, was einer Raumfläche von rund 8 m² entspricht. Pelletsheizungen sind von der Systemtechnik grundsätzlich in zwei Gruppen zu unterscheiden. Für einen optimalen Wirkungsgrad empfiehlt sich zusätzlich ein Pufferspeicher mit einem Volumen von maximal 35 Liter. Pro Jahr fallen 30 Kilogramm Asche an.

Vor- und Nachteile einer Pelletheizung gegenüber fossilen Brennstoffanlagen

Im Komfort und in der Wärmeausstrahlung ähneln Pelletheizsysteme Heizöl- und Gasheizungen. Wir erläutern Ihnen die Pros und Contras eines pelletbetriebenen Heizsystems.

Vorteile

  • Versorgungssicherheit aufgrund großer Holzreserven
  • Niedriger Anschaffungspreis der Pellets (230 bis 270 Euro pro Tonne) im Vergleich zu schwankenden Heizöl- und Gaspreisen
  • Staatlicher Förderzuschuss beim Umstieg
  • Holz als nachwachsender Rohstoff sorgt für ökologisch nachhaltiges Heizen
  • Kaum Geruchsbelästigung und Rückstände bei Verbrennung
  • Holzasche kann leicht entsorgt und als Gartendünger weiterverwendet werden
  • CO2–neutrale Bilanz bei der Verbrennung
  • Bei Gewinnung, Aufbereitung und Transport von Holzpellets liegt die CO2-Emission bei maximal einem Drittel im Vergleich zu fossilen Brennstoffen

Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten (etwa 11.000 bis 14.000 Euro)
  • Großer Platzbedarf für Lagereinrichtung und Fördersystem
  • Bei langen Transportwegen verschlechtert sich die Umweltbilanz

Bildquelle:
© L.Klauser | fotolia.com

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