Fertighaus

Bullerbü-Charme

Schwedenhaus

Schwedenhäuser sind energieeffizient, umweltfreundlich und erzeugen ein angenehmes Wohnklima. Welche Bauweisen gibt es und was kostet so ein Haus? Fragen, die wir Ihnen gerne beantworten. Suchen Sie nach einem geeigneten Anbieter, finden wir für Sie den richtigen. Wir kooperieren mit vielen namhaften Baufirmen bundesweit und vermitteln Ihnen maßgenscheiderte Angebote - kostenlos und unverbindlich.

Zwischen Bullerbü-Charme und Landhausromantik - Das Schwedenhaus

Rotes Schwedenhaus aus Holz
Typisches, rotes Holzhaus in Schweden

Vor allem durch Astrid Lindgren-Verfilmungen und Wallander-Krimis ist das Schwedenbild geprägt von Holzhäusern in warmen Farben, vor allem in Gelb oder Falunrot. Noch heute finden sich in ländlichen Gegenden Schwedens die verträumt wirkenden traditionellen Holzhäuser. Auch hierzulande werden sie immer beliebter. Die Fassadenfarbe sowie die weiß gestrichenen Sprossenfenster, Dachgiebel und Türrahmen sind typisch für das ein- oder zweietagige Schwedenhaus. Manche Häuser haben zudem einen Erker, eine Veranda oder einen direkt über dem Eingang befindlichen Balkon. Auch die Größen variieren stark.

  Info: Falunrot – Farbe mit Tradition

Pigment, das 1616 in der Kupfermine in der mittelschwedischen Stadt Falun als Nebenprodukt gewonnen wurde. Schnell entwickelte sich dieser Farbton zum beliebtesten für den Außenanstrich in ländlichen Gegenden Schwedens. Er ähnelt der Farbe von Backsteinen.

Falunrot RGB CodeDiese konnten sich jedoch nur Wohlhabende für den Hausbau leisten. Ab dem 18. Jahrhundert wurde Falunrot salonfähig und zu Schwedens Nationalfarbe für den Hausbau.

Holz – ökologisch und energieeffizient

Nur knapp zehn Prozent der Häuser in Deutschland werden bislang aus Holz gebaut, dabei überzeugt die Holzbauweise nicht nur optisch und wohnklimatisch, sondern auch wirtschaftlich, ökologisch sowie energietechnisch. 

Bauen mit Holz gilt als besonders ökologisch, da Holz zu den nachwachsenden Rohstoffen zählt. Nur Holz aus nachhaltiger Waldnutzung kann jedoch bedenkenlos verwendet werden, weil hier auf einen ausgeglichenen Bestand geachtet wird. Zertifiziert wird es mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council), das weltweit die Einhaltung der Standards für umweltfreundliche und sozial verträgliche Forstwirtschaft signalisiert. 

Vorteile von Holz:

  • nachwachsender Rohstoff
  • bewirkt keinen Anstieg von CO2 in der Atmosphäre
  • verursacht kaum Abfall (Nebenprodukte können weiterverarbeitet werden)
  • Bereitstellung/Entsorgung erfordert wenig Energie
  • ausgezeichnete Dämmwerte, dadurch weniger Heizkoste
  • ​​es gibt keinen anderen Baustoff, der eine ähnlich gute CO2-Bilanz hat

Spätestens seit der gesetzlich verpflichtenden Energiesparverordnung (EnEV) von 2009 - mittlerweile gilt bereits die EnEV 2014 - sind Sie bei der Einhaltung der Vorgaben mit einer Haus-Rahmenkonstruktion aus Holz auf der sicheren Seite. Der hervorragende Dämmwert, den Holz von sich aus mitbringt, kombiniert mit herkömmlichen Dämmstoffen, erreicht schon bei einer geringen Außenwanddicke den geforderten EnEV-Wert, der bei 0,24 W/(m2K) (U-Wert) liegt. Zum Vergleich: Um den gleichen Dämmwert wie Holz zu erreichen, benötigt man bei Beton circa die 13-fache Dicke.

  Info

Der U-Wert, oder auch Wärmedurchgangskoeffizient, gibt an, wie viel Wärme durch einen Stoff hindurchgeht, wenn Innen- und Außentemperatur unterschiedlich sind. Je geringer der U-Wert, desto besser sind die Dämmeigenschaften des Materials. Die Tabelle verdeutlicht Ihnen die Diskrepanz zwischen Holz und Beton.

Werkstoff

U-Wert in W/(m2k)

bei Mauerdicke von 30 cm

Fichte, Kiefer, Tanne 0,40
Buche, Eiche 0,60
Normalbeton 3,2

Holz besitzt zusätzlich einen sehr guten Wärmespeicherwert, der gegenüber anderen Baustoffen wie Beton oder Gips bis zu 15-mal höher ist. Sie müssen weniger heizen und sparen Energiekosten.

Vorteile eines Schwedenhauses auf einen Blick

  • gesundes Wohnklima: auch für Allergiker geeignet
  • energieeffizient: aufgrund ausgezeichneter Dämm- und Wärmespeicherwerte
  • umweltfreundlich: mit FSC-geprüftem Holz
  • feuerhemmend: im Brandfall stabiler als Gebäude in konventioneller Bauweise
  • stabil und langlebig: in Schweden gibt es gut erhaltene Holzhäuser, die bereits über 1.000 Jahre alt sind
  • großer Gestaltungsspielraum: Grundriss und Fläche betreffend

Schwedenhäuser in Fertigbauweise

Anbieter von Schwedenhäusern haben sich längst auf die Fertigbauweise spezialisiert. In sechs bis acht Wochen ist das bestellte Schwedenhaus schlüsselfertig, in der Regel jedoch ohne abgeschlossenen Innenausbau. Im Einzelnen müssen Sie mit dem Anbieter klären, was für ihn der Status „schlüsselfertig“ bedeutet. Der Begriff ist nicht genormt und kann von Bauunternehmen zu Bauunternehmen variieren. Generell sind die sogenannten Ausbaustufen auch bei einer Fertigbauweise verhandelbar. 

Achtung Bauerarbeiten - Icon

Je weniger das Unternehmen übernimmt, desto mehr an Eigenleistungen kann der Bauherr je nach Geschick selbst durchführen und Kosten sparen. 

Die meisten Anbieter werben damit, die Fertigmodule von schwedischen Herstellern zu beziehen. Forstwirtschaft ist dort das wichtigste Wirtschaftsstandbein. Gleichzeitig achtet die Regierung Schwedens per Gesetz darauf, dass stets 20% mehr Holz aufgeforstet wird, als gefällt.

Den Bauablauf können Sie sich so vorstellen:

Schritt 1: Planung (Hausentwurf, Baugenehmigung)

Schritt 2: Erdarbeiten und Bodenplatte

Schritt 3: Aufbau der vorgefertigten Module (bestehend aus Außenwandtafeln und Dachkonstruktion)

Schritt 4: Verkleidung der Fassade und Eindecken des Daches

Schritt 5: Dämmung

Schritt 6: Innenausbau und haustechnische Anlagen

Schwedenhaus Modelle

Fertigbauweise bedeutet längst nicht mehr, dass Sie ein Haus „von der Stange bekommen“. Sicher legen Sie sich mit einem Schwedenhaus generell auf eine bestimmte Optik und das Fassadenmaterial fest, aber Farbgestaltung, Geschosshöhe, Anbauten und Fläche sind Ihren Wünschen überlassen. 

Alle Anbieter weisen auf ihren Homepages eine Vielzahl verschiedener Modelle mit Fotos aus, so dass die Häuser plastisch vorstellbar werden. Ein Nachteil ist, dass auch die Raumaufteilung mit dem gewählten Haustyp beinahe immer feststeht.

Gängige Häuser-Typen sind:

Schwedenhaus Grundriss

Musterhäuser

Es ist immer ratsam, sich über die jeweiligen Anbieter zu informieren. Dazu gehören Vorortbegehungen von Musterhäusern, aber auch Erfahrungsberichte von Kunden. 

Wenn Sie sich die Musterhäuser ansehen, bekommen Sie ein Gefühl für das Wohnklima, die Größenverhältnisse und die Raumaufteilung. Die Standorte diverser Musterhäuser können Sie den Webseiten der Anbieter entnehmen. Kundenberichte dagegen geben Ihnen Aufschluss über Qualität und Service des Bauunternehmens, auch über die Zufriedenheit über die eigentliche Bauphase hinaus. 

Schwedenhaus Anbieter

  • Aladomo
  • Berg-Schwedenhaus GmbH
  • Eksjöhus
  • Ellerbeck-Schwedenhaus
  • Fjorborg-Haus
  • Karlson Hus
  • Trivselhus
  • Schwedenhaus

Kosten

Die Preise für Schwedenhäuser sind abhängig von ihrer Größe, ihrer Ausbaustufe und ihrem Energiestandard. Außerdem ist das Bauen im Süden Deutschlands im Allgemeinen deutlich teurer als im Norden. 

In der Regel müssen Sie bei einem schlüsselfertigen Haus mit einem Quadratmeterpreis von zwischen 1.100 und 1.400 Euro rechnen. Aber die Kosten bleiben so individuell wie die Wünsche, die man an sein neues Heim hat. So ist der Innenausbau und -einrichtung zu den reinen Baukosten hinzuzurechnen. 

Eigenleistungen, wie Malerarbeiten oder das Verlegen der Fußbodenbeläge usw., können die Kosten senken. Die Ersparnisse können sich auf bis zu 25.000 Euro belaufen und Banken honorieren die selbst übernommenen Leistungen, da diese zum Eigenkapital dazugerechnet werden. Allerdings muss man für die sogenannte Muskelhypothek viel Zeit investieren. 

In der folgenden Kostenaufstellung finden Sie die Preise für ein Schwedenhaus mit einer Fläche von rund 100 Quadratmetern in verschiedenen Ausbaustufen:

  Ausbauhaus Fast fertig Schlüsselfertig
Schwedenhaus rd. 100m2 81.500 € 108.400 139.000 €

Fördermöglichkeiten

Wird das Haus nach den Richtlinien des energieeffizienten Bauens ausgestattet, kann ein zinsgünstiger Kredit bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) beantrag werden. Gefördert werden die Effizienzstandards KfW-40, KfW-55 (inkl. Passivhaus) und KfW-40 Plus. Das Effizienzhaus KfW-40 ist hier das Haus mit dem niedrigsten Energiebedarf. Der bewilligte Kreditrahmen beträgt bei allen drei Modellen pro Wohneinheit max. 100.000 Euro. Allerdings gewährt die KfW einen Tilgungszuschuss:

  Kreditbetrag* (max.) Tilgungszuschuss
KfW-55 (inkl. Passivhaus) 100.000 € 5 % des Zusagebetrages
KfW-40 (inkl. Passivhaus) 100.000 € 10 % des Zusagebetrages
KfW-40 Plus 100.000 € 15 % des Zusagebetrages

* ab 01.04.2016

Angebote erhalten und sparen!

Ein Schwedenhaus ist nicht nur ökologisch, sondern auf lange Sicht auch für den Geldbeutel wirtschaftlich. Hierzulande ist man als Holzhausbesitzer ein echter Hingucker, da traditionell noch auf Massiv- und Betonbauweise gesetzt wird. Für drei unverbindliche und kostenlose Angebote von Anbietern aus Ihrer Region klicken Sie hier.

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