Fertighaus

Finanztipps

Hausbau: Preise & Finanzierung

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Forsa träumen 81 % der Deutschen vom eigenen Haus. Noch nie waren die Bedingungen dafür besser als heute: Die Immobilien-Preise sind günstig und die Zinsen niedrig - und als Kapitalanlage lohnen sich Immobilien immer. Lesen Sie hier, wie Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim finanzieren können.

Preise: So viel kostet ein Haus

Geld-HausVielerorts steigen die Mietpreise - ein guter Zeitpunkt sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Käuferportal fasst für Sie die gängigsten Kosten und wichtigsten Aspekte rund um Hausbau-Preise und Hausbaufinanzierung zusammen.

Der Preis eines Hauses wird maßgeblich beeinflusst durch die Größe der Wohnfläche, die Bauweise und die gewählten Baumaterialien.

Zur groben Orientierung finden Sie in der folgenden Tabelle Beispielpreise für Standard-Haustypen mit durchschnittlicher Ausstattung.

Durchschnittspreise nach Bauweise
 

Bungalow

Bungalow Modell

Wohnfäche ca. 90 m2

Einfamilienhaus

Einfamilienhaus Modell

Wohnfäche ca. 120 m2

Merhfamilienhaus

Mehrfamilienhaus Modell

Wohnfäche ca. 240 m2

Fertighaus 80.000 - 150.000 €

100.000 - 220.000 €

150.000 - 350.000 €
Massivhaus 100.000 - 180.000 €

150.000 - 280.000 €

220.000 - 450.000 €
Holzhaus 90.000 - 200.000 €

130.000 - 250.000 €

200.000 - 300.000 €

Faktoren, die den Hauspreis bestimmen

  • Keller oder Bodenplatte: Der Preis eines Kellers beträgt durchschnittlich 15 % des Hauspreises. Wie teuer Keller oder Bodenplatte tatsächlich sind, hängt von der Beschaffenheit des Baugrundes ab.
  • Schlüsselfertig oder Eigenleistung: Durch Eigenleistungen können bis zu 10 % der reinen Baukosten eingespart werden. Voraussetzungen dafür sind ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick - und viel Zeit. Mit 850 Stunden Eigenleistung lassen sich beim Bau eines Einfamilienhauses für 250.000 Euro (140 m², 3 Etagen, Keller) die Baukosten um 25.000 Euro verringern.
  • Ausbau und Ausstattung: In diese Kategorie gehören neben Küche und Bad auch Extras wie Garage, Wintergarten oder Solaranlage. Eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus mit einer Leistung von 4 Kilowatt/Peak kostet z.B. 6.600 Euro (netto). Je umfangreicher die Ausstattung, desto höher ist folglich der Gesamtpreis.
  • Energieeffizienz: Investitionen in die Energieeffizienz eines Hauses bedeuten zunächst Mehrkosten, die sich erst mittel- bis langfristig amortisieren. Je höher die Energieeffizienz, desto höher die Mehrkosten, desto höher die langfristige Ersparnis in den Energiekosten.
  • Etagen und Zimmer: Je mehr Zimmer und Etagen, desto höher der Hauspreis. 3 – 4 Zimmer sind meist im Grundpreis enthalten. In der Standardhausvariante müssen Sie für 4 - 6 Zimmer rund 5.000 Euro zusätzlich berechnen. Ebenso weitere 5.000 Euro, wenn Sie sich für ein zweites Geschoss entscheiden sollten.
Beispielrechnung: Einfamilienhaus 120m2, Fertighaus
Grundpreis Bauvorhaben 90.000 €
Fertighausbauweise 20.000 €
4-6 Räume 7.000 €
Schlüsselfertig 20.000 €
2 Etagen 5.000 €

Vollunterkellerung

35.000
GESAMTPREIS 177.000 €

Kosten: Damit müssen Sie beim Hausbau rechnen

Der größte Anteil der Gesamtkosten entfällt auf den Erwerb des Hauses und des Grundstückes. Etwa 20 Prozent machen die Nebenkosten aus. Diese setzen sich aus Baunebenkosten, Kosten für die Außenanlagen, Erwerbsnebenkosten, Finanzierungskosten und sonstige Kosten zusammen.

Kosten-Aufteilung Einfamilienhaus
Kosten-Aufteilung für ein Einfamilienhaus

 

Was sind die Erwerbsnebenkosten?

  • Maklerkosten: Viele Grundstücke lassen sich nur mithilfe von Maklern finden. Deren Courtage beträgt durchschnittlich 4,5 % des Grundstückspreises (GP).
  • Notarkosten: Der Kauf eines Grundstücks ist nur mit einer beglaubigten Urkunde möglich. Diese wird von einem Notar ausgestellt. Die Kosten für den Notar liegen bei ca.1,2 % des GP.
  • Grunderwerbsteuer: Diese liegt derzeit bei 3,5 % des GP. 

Was sind die Baunebenkosten?

  • Bodengutachten: Der Bodengutachter prüft, ob ein Grundstück für den Hausbau überhaupt geeignet ist. Er schätzt die Kosten für die notwendigen Erdbauarbeiten und Wasserschutz-Maßnahmen. Die Kosten für dieses Gutachten liegen bei rund 400 Euro.
  • Vermessungskosten: Die Vermessung des Grundstücks muss vor dem Bauauftrag erfolgen und daher meist selbst finanziert werden. Die Kosten liegen bei durchschnittlich 2.500 Euro.
  • Baugenehmigung: Die Kosten für die Baugenehmigung liegen zwischen 400 und 800 Euro. Kosten für Prüfstatiker: Beim Fertighauskauf ist ein Prüfstatiker meist Teil des Gesamtpreises. Baut man selbst, muss man einen Statiker beauftragen und mit Kosten von 1.500 bis 2.500 Euro rechnen.
  • Architekten-Honorar: Die Kosten für einen Architekten liegen bei ca. 12,5 % der Hausbau-Kosten.
  • Anschlüsse: Kanal-/Abwasseranschluss, Wasseranschluss, Stromanschluss, Gasanschluss, Telefonanschluss, Fernwärmeanschluss

Was sind die Finanzierungskosten?

  • Bankbearbeitungsgebühren
  • Honorar Baufinanzierungsberatung
  • Wertermittlungskosten
  • Abschlussgebühren Bausparvertrag
  • Bereitstellungszinsen
  • Bauzeitzinsen
  • Kosten Grundschuldeintragungen

Was sind die Kostenfaktoren der Außenanlage?

  • Gartenanlage, Pflasterarbeiten, Einfriedung, Garage/Carport

Welche sonstigen Kosten kommen hinzu?

Ausbau, Möblierung, Umzug, Qualitätssicherung/Baubetreuung

  HINWEIS: Alle genannten Nebenkosten sind nicht allgemeingültig. Sie variieren nach dem Umfang und der Gründlichkeit der Bauplanung sowie nach regionalen preislichen Unterschieden. Sehen Sie zur Orientierung eine beispielhafte Kostenaufstellung:

Einfamilienhaus 120 m2, Fertighaus
+ 500 m2 Grundstück (Berlin, Bauland ø 170 €/m2)
Hauspreis 177.00 €
Grundstückspreis 85.000 €
Erwerbsnebenkosten 7.225 €
Baunebenkosten (ohne Architekt) 6.400 €
Finanzierungskosten (geschätzt) 30.000 €
Kosten für die Außenanlage 5.000 €
Sonstige Kosten 20.000 €
GESAMTPREIS 330.625 €

Finanzierung: Schritt für Schritt zum Immobilienkredit

Fertighaus BeratungFür die Hausbau-Finanzierung gilt: Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto besser können Sie die monatliche Belastung Ihren Wünschen anpassen. Doch auch bei wenig oder keinem privaten Investitionsvolumen lässt sich die Finanzierung des Eigenheims mit diversen Darlehen und Kredit-Kombinationen stemmen.

Die wichtigsten Begriffe und Schritte auf dem Weg zur Finanzierung

  • Eigenkapital: Hausbau-Experten und Verbraucherschützern geben als Faustregel an, dass 20 bis 30 Prozent der Finanzierung aus eigenen Mitteln erfolgen soll. Zusätzlich sollten zwischen drei bis sechs Monatsgehälter als Sicherheitsreserve vorliegen.
  • Kreditbedarf: Kalkulieren Sie den benötigten Kredit anhand ihrer dauerhaften Einnahmen und Ausgaben. Bedenken Sie auch unplanmäßige Kosten. Leitsatz zur Berechnung des maximalen Kreditbetrags: Finanzielle Belastbarkeit (pro Monat) x 12 Monate x 100 = Maximaler Kreditbetrag
  • Bankkredit und Bausparvertrag: Bausparverträge werden oft für die Immobilienfinanzierung eingesetzt. Lassen Sie sich bei Bausparfinanzierungen auf jeden Fall den Gesamteffektivzins inklusive aller Kosten nennen.
  • Zinsbindung: Die Festschreibung der Zinsen über 12 bis 15 Jahre ist ideal, wenn die Zinsen niedrig sind. Die Kosten für die lange Zinsbindung sind nur unwesentlich höher als Zinsbindungen von bis zu zehn Jahren.
  • Sondertilgung: Nutzen Sie die Möglichkeit, mehr zu tilgen als vereinbart, wenn es Ihre Finanzen zulassen.
Dahrlehensbedarf und Eigenkapital beim Hausbau
Überblick von benötigter Darlehenshöhe, Eigenkapital und Zinsbindungszeitraum in Deutschland in 2013
20 % und 50 % Eigenkapital, 20 Jahre Rückzahlung, 3,5 % p.a nominal
Einfamilienhaus 120 m2, Fertighaus
500 m2 Grunddtück (Berlin, Bauland ø 70 €/m2)
Finanzierungsbedarf: 330.625 €
Variante I (20% Eigenkapital) Variante II (50% Eigenkapital)
Eigenkapital 66.123 € Eigenkapital 165.312 €
Kredit 264.502 € Kredit 165.312 €
Zinsen 103.659 € Zinsen 64.786 €
monatl. Rate 1.534 € monatl. Rate 958 €

Förderung: Welche Unterstützung bietet der Staat?

Der Staat fördert den Hausbau. Finanzielle Unterstützung gibt es in Form von Darlehen der KfW, spezifische Förderungen auf Länderebene, sowie der Eigenheimzulage, dem sogenannten Wohnriester.

 

  • KfW-Darlehen: Die Bank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Kredite bis zu 30 % der gesamten Baukosten. Vor allem fördert die KfW Energiesparmaßnahmen: Der Einbau klimafreundlicher Energie- und Heizungssysteme, moderne Wärmedämmung oder energieeffizienter Fensterbau werden mit zusätzlichen Fördermitteln unterstützt.
  • Wohnriester: Diese staatliche Eigenheimzulage gilt für Häuser, die nach 2007 gebaut oder gekauft wurden. Die Fördersumme kann direkt abgerufen und in die Immobilie gesteckt werden. Der Wohnriester ist an einige Voraussetzung wie die Kopplung an andere Riester-Verträge gebunden und eher für Besserverdiener geeignet.

Wohnungsbauförderung und Eigenheimförderung der deutschen Bundesländer

Jedes Bundesland fördert den privaten Hausbau. Die länderspezifischen Förderprogramme unterscheiden sich in folgenden Punkten:

  • Was wird gefördert?
    Ausbau, Umbau, Modernisierung von selbstgenutztem Wohneigentum
  • Wer wird gefördert?
    Ehepaare, Lebenspartner oder Alleinerziehende mit mind. 1 Kind
  • Wie wird gefördert?
    Durch zinsgünstige und nachrangig abzusichernde Darlehen
  • Wie hoch ist die Förderung?
    Die Förderdarlehen beginnen mit ca. 63.800 Euro und sind nach oben offen (abhängig von der Kinderzahl)
  • Was ist für die Genehmigung besonders zu beachten?
    Fördermittelanträge müssen unbedingt vor Maßnahmenbeginn (vor der Unterschrift Kauf- und/oder Bauvertrag) gestellt werden.
KPN programm 124 (max. Forderbetrag 50.000 €, 2,12 % Zinsen)
20% Eigenkapital, 20 Jahre Rückzahlung, 4,5 & Sollzinsen
Einfamilienhaus 120 m2, Fertighaus
500 m2 Grundstück (Berlin, Bauland ø 170 €/m2)
Finanzierungsbedarf: 330.625 €
Fördersumme 50.000 € Eigenkapital 165.312 €
Zinsen 11.390 € Kredit 165.312 €
monatl. Raten 255 € Zinsen 64.786 €
Vorteil:

Beginn der Rückzahlung

erst nach 10 Jahren

monatl Raten
  0 - 10 Jahre 1.244 €
  10 - 20 Jahre 1.499 €
  20 - 30 Jahre 255 €

Der Weg zum eigenen Traumhaus: kostenlos Angebote einholen

Lassen Sie sich von bis zu drei geprüften Partnern aus unserem Netzwerk kostenlos ein Angebot machen. Vergleichen Sie diese und entscheiden Sie sich für das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© grafikplusfoto | Fotolia
© Robert Kneschke | Adobe Stock
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH