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Hausbau-Kataloge

Hausbaukataloge verschaffen Ihnen einen ersten Überblick über Haustypen, Bauweisen und Bauausführungen. Worauf Sie dabei achten sollten, zeigt Ihnen Käuferportal. Welche geprüften Hausbau-Anbieter sich in Ihrer Nähe befinden, schlagen Sie einfach in unserem Branchenbuch nach. Sinnvoll ist es auch, vor dem Hausbau in entsprechende Musterhausparks zu fahren.

Haussuche per Katalog – bequem und anschaulich

Fertighaus Modul
© zabanski | fotolia.com

Wer am Anfang eines Bauprojekts steht, muss sich erst einmal orientieren. Die Auswahl ist groß: Es stehen nicht nur verschiedene Bauunternehmen, Haustypen und unzählige Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie müssen sich auch für eine bestimmte Bauweise und Ausbaustufe entscheiden.

Hausbau-Kataloge bieten hier einen ersten Überblick, den Sie sich ganz bequem von Zuhause aus verschaffen können. Doch was ist überhaupt eine Ausbaustufe? Und was ist der Unterschied in der Bauweise zwischen Massiv- und Fertighaus?

Käuferportal erklärt die wichtigsten Grundbegriffe bei der Hausplanung

Hausbau-Kataloge von A bis Z

A wie Ausbaustufe

Die Ausbaustufe beschreibt, in welchem Zustand Ihnen der Bauunternehmer die Immobilie übergibt. Sie wird im Bauvertrag festgelegt. Je mehr Eigenleistungen Sie übernehmen, umso günstiger wird Ihr Bauvorhaben. Für gewöhnlich stehen folgende Ausbaustufen zur Verfügung:

Rohbau SymbolAusbaustufe 1: Der Hausanbieter stellt den Rohbau fertig, meist inklusive Sanitärgrund- und Elektroinstallationen. Den Innenausbau übernehmen Sie als Bauherr selbst.

Ausbau SymbolAusbaustufe 2: Beinhaltet die komplette Haustechnik. Zusätzlich zu Rohbau, Sanitärgrund- und Elektroinstallationen wird auch die Heizungsanlage eingebaut und der Estrich verlegt.

Sanitär Ausbau SymbolAusbaustufe 3: Beinhaltet die Haustechnik und Bäder, d. h. Rohbau, Sanitärgrund- und Elektroinstallationen sowie Heizungsanlage.

Malerarbeiten SymbolAusbaustufe 4: Wird auch „malerfertig“ genannt. Das Haus wird bis auf Maler- und Tapezierarbeiten fertiggestellt (Türen, Fensterbänke und Bodenbeläge sind bereits enthalten).

einzugsfertigeinzugsfertig: Das Haus ist sowohl innen als auch außen komplett ausgebaut, tapeziert und gestrichen. Sie können die Immobilie ohne weitere Eigenleistungen beziehen.

Die jeweiligen Leistungen müssen im Detail mit dem Bauunternehmer ausgehandelt werden. Die Bezeichnung „schlüsselfertig“ ist nicht rechtlich geschützt und wird von Firmen unterschiedlich interpretiert.

B wie Bauweise

Bei der Bauweise wird zwischen der Fertig- und der Massivbauweise unterschieden. 

Fertigbauweise: Die Fertighäuser bestehen aus industriell vorgefertigten Bauteilen. Das schränkt den Bauherren in seiner Gestaltungsfreiheit ein, ist jedoch auch kostensparend und zeiteffizient. Falls Sie schnell und günstig in ein Eigenheim ziehen wollen, ist die Fertigbauweise von Vorteil.

Massivbauweise: Massive Häuser werden auf klassische Weise gemauert. Gestalterisch ist deshalb fast alles möglich. Häufig sind Häuser in Massivbauweise auch etwas robuster als Fertighäuser. Die Planung und der Bauprozess sind allerdings komplizierter, langwieriger und kostenintensiver. 

Viele Häuser werden auch in Mischform errichtet.

E wie Energielevel

Jeder Neubau in Deutschland muss den energetischen Richtlinien gerecht werden, die in der Energieeinsparverordnung (EnEV) und im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) festgelegt sind. Die Einstufung des Gebäudes richtet sich nach dem Heizwärmebedarf (HWB) der Immobilie. Dieser wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m²a)) angegeben.

Energiestandards im Überblick

Häuser der Effizienzstufen 55 und 40 werden durch die KfW mit Zuschüssen und günstigen Krediten gefördert. Weitere Informationen zu Förderungsmöglichkeiten beim Hausbau finden Sie hier.

G wie Garage

Garage SymbolWenn Sie einen Neubau planen, sollten Sie auch an einen Abstellplatz für Ihr Auto denken. Eine Garage beansprucht zusätzlichen Raum auf ihrem Grundstück. 

K wie Keller

Bei der Planung Ihres Eigenheimes sollten Sie sich überlegen, ob Sie dieses unterkellern wollen. 

Argumente für einen Keller: Ein Keller bietet nicht nur Platz für Hausanschlüsse und die Heizungsanlage, sondern auch für Vorräte und einen Hobbyraum. So schaffen Sie mehr Nutz- und Wohnraum und steigern dabei den Wert Ihres Hauses. Die steilen Kellertreppen sind jedoch oft nicht barrierefrei. 

Argumente gegen einen Keller: Ein Keller verlängert die Bauzeit und erhöht die Kosten des Bauprojekts. Jedoch nicht so stark, wie die meisten meinen: Auch ohne Keller ist ein Erdaushub, die frostsichere Gründung der Fundamente sowie eine Bodenplatte mit Wärmedämmung und Feuchtigkeitssperre nötig. 

P wie (Anzahl der) Parteien und Preis

Mit einem Eigenheim möchten Sie für sich und Ihre Familie ein neues Zuhause schaffen. Falls Sie sich für ein Mehrfamilienobjekt entscheiden, kann der Preis für die einzelnen Parteien sinken. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

Einfamilienhaus IconEinfamilienhaus: Bezeichnet ein Haus, das nur von einer Familie bewohnt wird. Der Bauherr trägt alle Kosten und Risiken allein, ist unabhängig von Nachbarn und genießt gestalterische Freiheit. 

Doppelhaus IconDoppelhaus: So wird ein Haus bezeichnet, das zwei getrennte Eingänge hat und von zwei Familien bewohnt wird. Fassadenfarbe und Fensterverteilung sind dabei oft gleich gestaltet. Die Raumaufteilung kann ggf. individuell gestaltet werden. Beim Doppelhaus wird der Grundstückpreis durch zwei geteilt und die Energiebilanz des Hauses erhöht. In Gestaltungsfragen müssen Sie sich jedoch mit einer anderen Partei einig werden. 

MehrfamilienhausZwei- und Mehrfamilienhäuser: Unter Zwei- und Mehrfamilienhäusern versteht man Häuser, in denen zwei oder mehr Parteien wohnen können. Meist befinden sich die einzelnen Wohneinheiten übereinander. Bei solchen Bauvorhaben sinken die Kosten pro Wohnpartei, es müssen jedoch besondere rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden (z. B. Gründung einer Genossenschaft). Die Gestaltung wird beim Neubau von allen Parteien gemeinsam vorgenommen.

Was Ihr Bauvorhaben insgesamt kostet, hängt von vielen Faktoren ab: Dem Grundstück, dem Haustyp, der Bauweise, der Ausstattung etc. Lesen Sie hier mehr.

S wie Schallschutz

Gerade bei Doppelhaushälften, Reihen- oder Mehrfamilienhäusern – also in Wohnsituationen in direkter Nähe zu Ihren Nachbarn – sollten Sie schon in der Planungsphase auf den Schallschutz achten. 

Maßnahmen zum Schallschutz

  • Die Wände sollten ausreichend dick und massiv sein (17,5 cm Wanddicke sorgen für ein Schalldämm-Maß von 50 bis 58 dB).
  • Bei der Trittschalldämmung sollten Sie zu elastischen Bodenbelägen wie Linoleum, Kork oder Kunststoffbelägen greifen (besonders bei der Verlegung von Parkett).
  • Denken Sie bei Fluglärm oder Verkehrslärmbelästigung an schalldämmende Fenster und Türen. 

W wie Wohnfläche

Eine wesentliche Frage bei der Planung eines Eigenheimes ist die Größe. Diese wird in erster Linie von Ihren finanziellen Mitteln und persönlichen Bedürfnissen bestimmt.

Im Folgenden finden Sie einige Richtwerte: Beispiel Designhaus Grundriss

3 Personen: 100 bis 120 qm

4 Personen: 120 bis 140 qm

5 Personen: 140 bis 160 qm

 

Anbieter und Hersteller finden

Viele Hausanbieter stellen ihre Kataloge auf der Unternehmenswebsite kostenlos zum Download zur Verfügung. Meist wird auch der Katalogversand vom jeweiligen Unternehmen übernommen und ist somit für Sie kostenlos. 

Branchenbücher

Das Angebot ist riesig. Die meisten Bauherren sind berufstätig und haben Familie, sodass die Zeit zum „Kataloge blättern“ knapp ist. Darum ist es sinnvoll, eine Vorauswahl an Katalogen zu treffen. Hierfür sollten Sie zuerst in Erfahrung bringen, welche zertifizierten Bauunternehmen in Ihrer Region tätig sind. 

Dabei hilft Ihnen Käuferportal. Wir vermitteln Ihnen aufgrund Ihrer individuellen Wünsche und Angaben geprüfte Anbieter aus Ihrer Nähe. 

  Tipp der Redaktion

Schauen Sie auch in unserem Branchenbuch vorbei und lesen Sie neben detaillierten Beschreibungen von Anbietern und Herstellern auch Erfahrungsberichte unserer Kunden.

Musterhäuser 

Wenn Sie sich mit verschiedenen Katalogen einen Überblick verschafft haben, sollte sich die Beratung auf einer persönlichen Ebene fortsetzen. Dies kann zum Beispiel an Referenzobjekten oder in Musterhausausstellungen passieren. Dort können Sie sich ebenfalls ein noch genaueres Bild Ihres Wunscheigenheimes machen. 

Angebote anfordern und vergleichen

Um Preise vergleichen zu können, sollten Beratungsgespräche im besten Fall mit einem konkreten Angebot enden. Fordern Sie auch von Käuferportal bis zu drei unverbindliche Angebote an, die genau an Ihren Wünschen und Anforderungen ausgerichtet sind.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH