Fertighaus

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Fertigteilhaus

Fertigteilhäuser aus industriell vorgefertigten Bauteilen sind günstig, schnell aufgebaut und werden immer beliebter. Käuferportal informiert sie über Merkmale, die richtige Planung und Preise. Gerne vermitteln wir Ihnen auch passende Anbieter aus Ihrer Region - holen Sie sich bis zu drei Angebote ein und sparen Sie durch den Vergleich bis zu 30 %. 

Was ist ein Fertigteilhaus?

Fertighaus Modul
© Matthias Zabanski | fotolia.com

Fertigteilhäuser sind komplett oder zu Teilen vorgefertigte Häuser. Im Gegensatz zur herkömmlichen „Stein-auf-Stein“-Bauweise, bei der die Baumaterialien einzeln auf die Baustelle geliefert und anschließend von unterschiedlichen Fachfirmen zusammengefügt werden, wird das Fertighaus in maschinell vorgefertigten Modulen zum Bauplatz transportiert und nach Herstellung von Keller und Bodenplatte innerhalb von zwei Tagen montiert.

So kann der Bauherr nach Abschluss des Innenausbaus bereits nach wenigen Wochen einziehen und spart dank der standardisierten Bauweise gleichzeitig Kosten.

Hilfe vom Hausbau-Anbieter

Bei der Planung Ihres Fertighauses können Sie aus zahlreichen Modulen und Kombinationen wählen und sich Ihr Wunschhaus individuell erstellen lassen. Der jeweilige Fertighausanbieter hilft Ihnen bei der Planung, unterstützt Sie bei wichtigen Behördengängen oder Bankverhandlungen und leitet den Bauprozess. 

  Tipp der Redaktion

Klassisch unterscheidet man beim Hausbau zwischen Fertigbau und Massivbau. Früher wurden Vor- und Nachteile oft gegeneinander aufgewogen. So galt das Fertighaus lange als günstige Variante, die aber in Bezug auf Winddichte oder Schallschutz nicht mit einem Massivhaus konkurrieren konnte. Fakt ist: Die Fertighausindustrie ist heute in der Lage, Fertighäuser auch in Massivbauweise anzubieten. Die massiven Baustoffe werden „fertig“ geliefert und nur noch zusammengesetzt. Fertig- und Massivbau schließen sich nicht länger aus. 

Vorteile

  • kurze Bauzeit, schnell bezugsfertig
  • niedrige/fixe Baukosten
  • Besichtigung von Musterhäusern möglich
  • viele Fertighausanbieter bieten Unterstützung bei Grundstücksuche, -kauf und Baugenehmigung 
  • Bau unabhängig von Witterungseinflüssen 
  • in vielen Ausbaustufen und Baustilen erhältlich

Nachteile

  • eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten, oft wenig individualisierbar
  • niedrigerer Wiederverkaufswert als „Stein-auf-Stein“ gebaute Häuser
  • nachträgliche Veränderungen am Haus nur schwer realisierbar 
  • günstige Fertighäuser oft weniger luftdicht 

Bauweise eines Fertigteilhauses 

Wie jedes konventionell errichtete Haus, können auch Fertigteilhäuser inzwischen in jeder erdenklichen Bauform, in unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Ausbaustufen errichtet werden. Achtung: Der Begriff „Fertighaus“ ist dabei oft irreführend. Je nach Ausbaustufe variiert der Grad der Fertigstellung. So kann „fertig“ nur den Abschluss der Rohbaumaßnahmen und in einem anderen Fall die komplette Fertigstellung inklusive Innenausbau meinen. Welche Qualitätskriterien wichtig sind, erfahren Sie hier.

Ausbaustufen

Das wohl wichtigste Unterscheidungskriterium von Fertighäusern sind die Ausbaustufen. Sie geben den Grad der Fertigstellung an und beschreiben die Leistungen, die beim Hausbau von der Baufirma bzw. dem Bauherrn übernommen werden. Was die drei Ausbaustufen allerdings genau meinen, ist rechtlich nicht eindeutig definiert und kann vom Anbieter weiträumig ausgelegt werden. Hier lohnt es sich, detaillierte Informationen zum Leistungsumfang beim Anbieter einzuholen.

Schlüsselfertiges Haus

Schlüsselfertiges HausDas schlüsselfertige Haus ist die Fertighausvariante mit den umfangreichsten Leistungen. „Schlüsselfertiges Bauen“ meint in der Regel den Hausbau sowie den Innenausbau, der die Installation von Elektroanschlüssen, Heizung, Sanitäranlagen, Verputzung und Dämmung umfasst. „Schlüsselfertig“ bedeutet aber nicht immer auch „bezugsfertig“. Oft bleiben Streich- oder Tapezierarbeiten dem Bauherren überlassen.

Ausbauhaus/Mitbauhaus

Ausbauhaus bzw. MitbauhausBei Ausbauhäusern, auch Mitbauhäuser genannt, müssen Hausbesitzer selbst Hand anlegen. Die Baufirma erledigt meist den Rohbau, den Innenausbau übernimmt der Bauherr selbst. Das spart Kosten. In der Regel ist ein Ausbauhaus bei der Übergabe gegen äußere Einflüsse wie Regen und gegen unbefugtes Eintreten geschützt. Wie hoch der Fertigstellungsgrad im Detail ist, muss individuell vereinbart werden. 

Bausatzhaus

BausatzhausBei einem Bausatzhaus werden Arbeiten, die zur Errichtung des Rohbaus nötig sind (z. B. statische Berechnung, Vermessungen oder Baugenehmigung) vom Haushersteller übernommen. Anschließend werden die vorgefertigten Bauteile des Hauses lediglich zum jeweiligen Grundstück geliefert. Der Aufbau erfolgt dann vom Käufer in Eigenleistung. Gegebenenfalls können Zusatzleistungen durch den Anbieter hinzugebucht werden. 

Baustile

Fertighäuser gibt es in allen erdenklichen Haustypen und Baustilen. Erfahren Sie mehr mit einem Klick auf das Haus Ihrer Wahl.

Material

Nicht jedes Fertigteilhaus wird auf dieselbe Art und Weise gebaut. Durchgesetzt hat sich die Leichtbauweise: Der Transport der einzelnen Hauselemente ist dabei leichter zu bewerkstelligen und deshalb auch weniger kostenintensiv. Zu den häufig verwendeten Materialien beim Fertigbau gehören Porenbeton, Sandstein und Kalksandstein. Zumeist bestehen Fertighäuser aber zu einem Großteil aus Holz. Besonders beliebt: die Holztafelbauweise. Hierbei werden Holzrahmen mit Querbalken ausgestattet, das Dämmmaterial befindet sich in den Hohlräumen. Die Holztafeln an der Außenseite des Hauses können je nach Hausmodell mit Holz oder Stein verkleidet werden. 

Querschnitt einer Wand in Holztafelbauweise 

Querschnitt einer Wand in Holztafelbauweise

Quelle: Baupraxis.de | Käuferportal

  Info

Die Leichtbauweise ist zwar ein entscheidendes Kriterium für das Material eines Fertighauses, jedoch keine unbedingte Voraussetzung. Es gibt auch Fertighäuser aus Massivbau-Materialien. Hierbei werden massive Mauern aus Stein vorgefertigt und zum Baugrundstück transportiert. Nachteil: Der Transport der schweren Wände ist kostenintensiv und kann meist nur im näheren Umfeld des Herstellers erfolgen.  

Fertighaus als Energiesparhaus 

Energiesparhaus
Energiesparhaus

Aufgrund steigender Energiepreise geht der Trend im Hausbau immer mehr zu energieeffizienten Häusern. Seit 2009 ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass der Wärmebedarf bei Neubauten gemäß der Energiesparverordnung anteilig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden muss. Heute ist jedes Fertighaus in der Regel auch ein Energiesparhaus. Bei optimaler Konstruktion kann ein Fertighaus heute fast ohne Heizenergie auskommen. Durch innovative Haustechnik wie Solaranlagen, Lüftungsanlagen, kontrollierte Wärmepumpen und moderne Dämmtechnik ist es sogar möglich, sein Fertighaus derart energieeffizient zu gestalten, dass es mehr Energie erzeugt, als es verbraucht (Energieplushaus).

Mehr Informationen zu Energiesparhäusern finden Sie hier

Planung und Bau

Wer sich zum ersten Mal mit einem Hauskauf beschäftigt, ist schnell überfordert. Die wichtigste Frage bei der Hausbauplanung: Womit fange ich eigentlich an? Der Kauf eines Fertigteilhauses hat den Vorteil, dass Sie von der Planung bis zum Bau vom Hausanbieter unterstützt werden. Wichtige Behördengänge, die Grundstückssuche oder auch Finanzierungsfragen werden mit Ihnen zusammen geklärt und detailliert besprochen.

Ein typischer Kaufablauf kann wie folgt aussehen:

Schritt 1: Musterhausbesichtigung

Wer am Anfang eines Bauprojekts steht, muss sich erst einmal orientieren. Die Auswahl ist groß. Hausbau-Kataloge verschiedener Anbieter bieten einen ersten Überblick. Anschließend beginnen Sie mit der Besichtigung von Musterhäusern. Musterhäuser sind begehbare Modellhäuser, die Ihnen einen konkreten Eindruck vom potenziell zukünftigen Eigenheim verschaffen. Zum Teil findet man Musterhäuser auf dem Gelände der Anbieter, oft können Sie aber ganze Musterhaussiedlungen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Fertighaus-Modellen besichtigen. 

Schritt 2: Wahl des Anbieters

Als nächstes sollten Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Mit unserer Checkliste finden Sie den passenden Anbieter für Ihre Bedürfnisse:

  Checkliste

  • Erfahrung und Referenzen? Entscheiden Sie sich für ein renommiertes Bauunternehmen.
  • Mitglied in Berufsverband oder Genossenschaft? (z. B. der Bundesverband Deutscher Fertigbau e. V. (BDF) oder die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF))
  • Gute Beratung? Ein guter Berater ist freundlich, kompetent, flexibel und geht auf Ihre Wünsche ein.
  • Alles aus einer Hand? Gute Fertighausanbieter haben das nötige Personal, den Bau selbstständig zu bewerkstelligen.
  • Seriöser Bauvertrag? Lassen Sie den Bauvertrag von einem unabhängigen Experten prüfen.
  • Preis? Vergleichen Sie nur Gleiches mit Gleichem. Sie können ein Haus mit Keller nicht mit einem ohne Keller vergleichen.

Laut des Verbandes Privater Bauherren e. V. (VPB) sind alteingesessene Firmen die beste Wahl. Über Käuferportal finden Sie das passende Angebot von qualifizierten Händlern aus Ihrer Region.

Schritt 3: Planung und Ausstattung

Sobald Sie den passenden Anbieter gefunden haben, können Sie mit der Planung beginnen. Ganz am Anfang stehen in der Regel die Klärung der Finanzierung sowie der Kauf eines Grundstückes. In beiden Fällen kann die Hilfe des Fertighausanbieters in Anspruch genommen werden. Zusammen entscheiden Sie sich für das Haus Ihrer Wahl, für die gewünschte Ausbaustufe, das Material und die Ausstattung. Um ihren Kunden einen möglichst plastischen Eindruck des neuen Heims zu vermitteln, arbeiten die Fertighausanbieter heute mit moderner Computersoftware. Hier lassen sich Ihre Vorstellungen anhand von 3D-Modellen sichtbar machen. Sind alle Details geklärt, kann der Bauantrag gestellt werden.

  Tipp der Redaktion

Auch die Planung und Ausführung eines Fertighaus-Bauvorhabens nimmt einige Zeit in Anspruch. Im Fall einer unklaren Vertragsgestaltung können erhebliche Mehrkosten für den Bauherrn entstehen. Nehmen Sie sich daher genug Zeit. Eine gründliche Planung ist das A und O.

Schritt 4: Bau 

Den Bauablauf eines Fertighauses können Sie sich so vorstellen:

Bauabschnitte eines Fertigteilhauses

  Detaillierte Informationen zur Hausbauplanung erhalten Sie in der Hausbau-Beratung auf Käuferportal. 

Was kostet ein Fertigteilhaus?

Laut Daten des statistischen Bundesamtes kostete ein neues Einfamilienhaus im Jahr 2012 durchschnittlich 300.000 Euro. Zum Vergleich: Fertighäuser in der Bausatzvariante sind schon ab 50.000 Euro zu haben. Allerdings müssen diese in Eigenleistung erst noch aufgebaut werden und verlangen ein zusätzliches Budget. Grundsätzlich ist es schwierig einen Pauschalpreis für Fertighäuser zu nennen, da die Kosten je nach Ausstattung und Größe stark variieren.

Ausbaustufe Preise
Bausatzhäuser 50.000–125.000 €
Ausbauhäuser/Mitbauhäuser 75.000–175.000 €
Schlüsselfertige Häuser 150.000–300.000 €

Schlüsselfertige Häuser sind die umfangreichste und teuerste Ausbauvariante: Im Niedrigpreissegment finden sich kleine Häuser bis zu 75 Quadratmeter. Das sind gut gedämmte und solide Häuser ohne Extras, wie beispielsweise Erker, Keller oder Balkon. Im mittleren Preissegment bieten Hersteller umfangreiche Extras und Sonderausstattungen an. Meist verfügen Fertighäuser in diesem Preissegment über zwei Etagen und sind bis zu 140 Quadratmeter groß. Im Hochpreissegment sind den Fertighaus-Preisen keine Grenzen gesetzt. Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Preisüberblick über schlüsselfertige Fertighäuser:

Preissegment Preise
Niedrigpreissegment bis 150.000 €
Mittelpreissegment bis 300.000 €
Hochpreissegment ab 300.000 €

  Weitere Informationen zu Fertighaus Preisen finden Sie hier.

Förderungen

Wer sich ein Fertigteilhaus kaufen möchte, kann auf verschiedene Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene zurückgreifen. Eine bekannte Fördermöglichkeit sind beispielsweise Darlehen der KfW-Bank, die vor allem energieeffizientes Bauen mit zinsgünstigen Krediten fördert. Ein weiteres Fördermittel ist der sogenannte Wohnriester, bei dem die Baufinanzierung mit einem Riester-Vertrag gekoppelt wird.  

  Weitere Informationen zum Thema Förderungen finden Sie hier.

Mit Käuferportal Hausbauanbieter finden

Käuferportal vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich drei Hausbau-Angebote von geprüften Fertighaus-Anbietern. Vergleichen Sie diese und entscheiden Sie sich für das beste Preis-Leistungsverhältnis.

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