Fenster

Für lange Haltbarkeit und frische Optik

Fenster streichen

Indem Sie Ihre Fenster streichen, erhalten diese die notwendige Pflege, um auch noch nach vielen Jahren zuverlässig ihren Dienst zu leisten. Gleichzeitig sorgt ein neuer Fensteranstrich für eine moderne, hochwertige Optik und erhöht damit den Wohnkomfort. Wir erklären Ihnen alles zur Fensterrestauration. Mit unseren Tipps und Tricks gelingt Ihr Vorhaben garantiert.

Fenster streichen und restaurieren

Ein Fensteraustausch ist kostspielig und verursacht einiges an Schmutz und Aufwand. Doch alte Fenster müssen nicht zwangsläufig durch neue ersetzt werden. Wenn die Wärmedämmwerte der Fenster ausreichend sind, lohnt sich oft eine Restauration in Verbindung mit einem neuen Anstrich.

Auch alte Holzfenster, die länger nicht gepflegt wurden, können mit einem gründlichen Abschliff oder einer Holzbeize und etwas Holzkitt wieder hergerichtet werden. Durch moderne Hilfsmittel lässt sich die Fensterrestauration in wenigen Tagen realisieren. Käuferportal zeigt Ihnen, welche Hilfsmittel Sie benötigen, worauf Sie bei den verschiedenen Fenstermaterialien achten müssen und wie Sie bei der Fensterrestauration und dem Fensteranstrich systematisch vorgehen.

Anstrich verschiedener Fenstermaterialien

Wie oft Sie ein Fenster streichen und wie Sie einen Fensteranstrich vornehmen müssen, hängt unter anderem vom Fenstermaterial ab. Es gibt große Unterschiede, was die empfohlene Häufigkeit eines Anstriches und das Streichmaterial angeht.

Kunststofffenster (Illustration)

Kunststofffenster sind unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und sehr beständig. Jedoch können sich weiße Kunststofffenster im Lauf der Zeit verfärben. Für den Anstrich können Sie Universallack verwenden (z. B. von MIPA, ca. 30 Euro pro Liter).

Aluminiumfenster (Illustration)

Aluminiumfenster sind sehr robust. Sie müssen in der Regel nicht gestrichen werden, außer eine Farbänderung ist erwünscht. Hierzu verwenden Sie am besten einen speziellen Lack für Metalle (z. B. von MIPA, ca. 50 Euro pro Liter).

Holz-Aluminium-Fenster (Illustration)

Holz-Aluminium-Fenster sind an der Außenseite mit Aluminium verkleidet. Ein Anstrich ist deshalb nicht zwingend notwendig. In gewissen Abständen sollten Sie jedoch den Lack auf der Holzseite überprüfen. Dieser kann mit einer Restauration und einem neuen Anstrich gegebenenfalls ausgebessert oder erneuert werden.

Holzfenster (Illustration)

Holzfenster erfordern viel Materialpflege und einen regelmäßigen neuen Anstrich. Die empfindliche Lackoberfläche muss dabei ausgebessert und erneuert werden. Falls nötig, sind Risse und Spalten mit Holzkitt aufzufüllen (z. B. Acryllack von Caparol, ca. 30 Euro pro Liter).

Fensteranstrich und -restauration: Werkzeuge und Materialien

Beim Fensteranstrich sollten Sie auf hochwertiges Material zurückgreifen. Besonders wichtig ist die Qualität der Pinsel. Bei der Arbeit mit einem minderwertigen Pinsel kann dieser während des Anstriches Haare verlieren, die dann auf der Farbe haften bleiben. Ein genaues Arbeiten wird dadurch erschwert.

Pinsel in verschiedenen Größen erleichtern das Streichen von Ecken und Kanten

 

Pinsel in verschiedenen Größen erleichtern das Streichen von Ecken und Kanten:

  1. Spezial-Flachpinsel für wasserlösliche Anstriche
  2. Feiner Flachpinsel
  3. Plattpinsel für große Flächen
  4. Fensterpinsel
  5. Ringpinsel
  6. Japanspachtel

Welche Pinsel Sie benötigen, hängt von der Beschaffenheit Ihrer Fenster ab. Umso verwinkelter der Fensteraufbau ist, desto feinere Pinsel benötigen Sie. In jedem Fall sollten Sie einen dicken Pinsel für größere Flächen und einen feinen Pinsel für Ecken und Kanten besorgen. Auch eine Farbschale kann die Arbeit erleichtern.

Arbeitsmaterialien

Bei Holzfenstern müssen Sie zunächst die alte Oberfläche abtragen, bevor Sie den Rahmen mit einem neuen Anstrich versehen. Dafür können Sie Beize, Abschleifwerkzeuge oder einen Heißluftfön verwenden. Achtung, der Heißluftföhn darf bei Isolierglas nicht zum Einsatz kommen! Die Scheiben können sonst springen. Darüber hinaus benötigen Sie Spachtelmasse, Malerklebeband und Fensterlack.

Materialien auf einen Blick

  • Spachtelmasse/Holzkitt
  • Malerklebeband
  • Fensterlack
  • Spachtel
  • Beize
  • Heißluftfön

Nutzen Sie zum Abkleben der Scheiben am besten spezielles Malerklebeband für Fensterscheiben (z. B. „Maler-Krepp Window“ von Tesa).

Abschleifen

Zum Abschleifen benötigen Sie je nach Abnutzungsgrad des Holzes Sandpapier in verschiedenen Körnungen. Lassen Sie sich dazu im Baumarkt oder Fachgeschäft beraten. Mit einer gröberen Körnung kann mehr Holz abgetragen werden. Ebenso eignen sich ein Senkrechtschleifer für Flächen und ein Deltaschleifer für die Ecken. Die Geräte lohnen sich, wenn mehrere oder große Fenster bearbeitet werden. Beide Geräte können Sie sich im Baumarkt für zusammen ca. 30 Euro pro Tag ausleihen.

Von links nach rechts: Schleifen mit Schleifpapier, Senkrechtschleifer, Deltaschleifer
Von links nach rechts: Schleifen mit Schleifpapier, Senkrechtschleifer, Deltaschleifer

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Lack oder Lasur?

Beim Fensteranstrich können Heimwerker zwischen verschiedenen Materialien wählen. Für den Anstrich von Holzfenstern empfehlen sich Acryllacke und Lasuren.

Acryllacke
Acryl- und Alkydharzlacke auf Wasserbasis mit der Auszeichnung „Blauer Engel“ sind besonders umweltschonend. Sie bleiben auch nach dem Trocknen und bei tiefen Temperaturen flexibel, sodass sich das Holz verformen kann, ohne Risse im Lack zu bekommen. Alkydharzlack und Acryllacke weisen zudem eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit auf. Sie trocknen in fünf bis sechs Stunden, sodass das Fenster schon nach kurzer Zeit wieder eingehängt werden kann. Kunstharzlack hat eine doppelt so lange Trockenzeit.


Lasur
Bei Lasuren bleiben die Holzstruktur und Maserung sichtbar. Damit das Holz umfassend geschützt ist, sollte die Lasur UV-Pigmente enthalten. In sehr hellen Lasuren (z. B. Farbton Ahorn) kommen diese Pigmente nicht vor. Zu dunkle Anstriche werden von der Sonne stark erwärmt und dehnen sich aus. Auch das Holz arbeitet dann und bekommt Risse. Mittlere Farbtöne sind daher empfehlenswert. Dickschichtlasuren schützen Fenster für etwa zwei Jahre, dann muss nachgestrichen werden, um das Holz langfristig zu schonen. 


Restaurieren und Streichen von Holzfenstern

Wir beschreiben Schritt für Schritt, wie Sie Holzfenster richtig restaurieren und streichen. Achten Sie darauf, dass die Temperatur während der Lackarbeiten nicht unter fünf Grad Celsius liegt. Auch sollten Sie das Fenster nicht bei starker Sonneneinstrahlung streichen. Um die Arbeiten zu erleichtern, sollten die Fensterflügel ausgehängt und auf zwei Böcke gelegt werden.

1. Vorbehandlung

Zuerst müssen Sie den Lack des alten Fensters entfernen. Die Schicht kann wie oben beschrieben abgeschliffen, der Lack mit einem Heißluftfön oder mit Beize abgetragen werden.

Alten Lack mit einem Heißluftfön entfernen

Den alten Lack mit einem Heißluftfön entfernen: Der Lack wird mit einem Heißluftfön so stark erhitzt, dass er Blasen schlägt und sich ablöst. Mit dem Spachtel können Sie ihn dann abkratzen.

Alten Lack abbeizen

Den alten Lack abbeizen: Die chemische Beize wird mit einem Pinsel auf das Holz aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von ca. 15 Minuten lässt sich die Oberfläche mit dem Spachtel abheben. Diese Arbeiten sind unbedingt bei geöffnetem Fenster auszuführen, da es zu gesundheitsschädigenden Dämpfen kommt.

Alten Lack abschleifen

Den alten Lack abschleifen: Schleifen Sie das Holz mit Sandpapier, z. B. mit 180er Körnung, ab. Bei Bedarf können Sie auch größere Schichten des Holzes abtragen. So wird die Oberfläche leicht aufgeraut und die Grundierung kann einfacher in das Holz eindringen.

Fensterrisse spachteln2. Ausbesserung von Rissen im Holz

Risse im Holz reparieren Sie am besten mit Holzkitt. Entfernen Sie Schmutz und Farbreste mit einem Spachtel, dann werden Risse erweitert und Kanten eingeritzt, damit das Füllmaterial gut haftet. Schließlich füllen Sie den Holzkitt in die Risse und verputzen ihn bündig. Wenn der Holzkitt einen etwas anderen Farbton als das Holzfenster hat, können Sie ihn genau wie Holz anstreichen.

3. Grundierung und Zwischenschliff

Fenster grundierenZuerst wird die Scheibe abgeklebt, dann die Grundierung aufgetragen. Arbeiten Sie dabei mit mehreren Schichten. Jede Schicht muss vor dem Auftragen der nächsten trocknen. Scheint die Oberflächenversiegelung dicht und trocken, wird bündig abgeschliffen. Den Zwischenschliff führen Sie am besten mit Sandpapier der Körnung 220 durch.

4. Finaler Anstrich

Es folgt der finale Anstrich mit Acryllack, Alkydharzlack oder Lasur. Achten Sie darauf, dass Sie alle Ecken und Kanten streichen und die Vertiefungen nicht vernachlässigen. Wichtig ist auch die richtige Reihenfolge beim Anstrich:

Die richtige Reihenfolge beim Fensteranstrich

Richtige Reihenfolge beim Fensteranstrich

  1. Falz des Rahmens
  2. Fensterrahmen
  3. Falz des Fensterflügels
  4. Querhölzer des Fensterflügels
  5. alle senkrechten Hölzer des Fensterflügels

5. Erneuerung der Silikonabdichtung

Zuletzt die Silikondichtungen erneuern. Dafür mit Malerkrepp die Scheiben erneut abkleben, dabei jedoch ein bis drei Zentimeter Abstand halten. Im Heimwerkervideo sehen Sie den gesamten Vorgang.

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Videoquelle:
© ToolTown – Home of Heimwerken | Youtube.com

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