Fenster

Lohnt sich der Fensterwechsel?

Kosten für den Einbau und Austausch von Fenstern

Der Einbau neuer Fenster bringt viele Vorteile mit sich, hat jedoch auch einen entsprechend hohen Preis. Die Fenster selbst stellen nur einen Teil der Gesamtkosten dar, denn auch weitere für den Austausch benötigte Materialien sowie Handwerkerleistungen wollen bezahlt werden. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, wenn Sie ihre Fenster austauschen, erfahren Sie hier.

Mehr Licht, Schutz und Geld – Gründe für den Fensteraustausch

Auch wenn Sie gerade nicht neu bauen, Gründe für neue Fenster gibt es viele. Vor allem, wenn Ihre Fenster bereits mehr als zehn Jahre alt sind. Die Befürchtung, dass dabei viel Schmutz und Aufwand entstehen, ist unbegründet. Mit gründlicher Vorbereitung und der Durchführung durch einen Fachmann ist das neue Fenster in zwei bis vier Stunden montiert. Ein Austausch lohnt sich hier nicht nur wegen der Optik, sondern bringt vor allem finanzielle und funktionale Verbesserungen mit sich. Ihre Vorteile auf einen Blick:

Schneeflocke (Icon)Weniger Heizkosten

Wurden Ihre Fenster vor 1995 eingebaut, lohnt sich der Austausch in jedem Fall. Die Dämm- und Dichtungstechnik hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Heute können Ihnen neue Fenster dabei helfen, Heizkosten zu sparen. Wurden Ihre Fenster nur unwesentlich später als 1995 eingebaut, empfiehlt es sich, einen Fachmann um Rat zu fragen bzw. den U-Wert Ihrer Fenster bestimmen zu lassen. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch Ihr Fenster entweicht. Ein U-Wert von 1,3 W/m²K ist für Fenster im Neubau gesetzlich vorgeschrieben.


Sonne (Icon)Mehr Helligkeit

Früher wurden Fenster oft kleiner bemessen, um die Angriffsfläche für Kälte möglichst gering zu halten. Doch heute sind mit mehrfachverglastem Wärmeschutzglas ausladende Fenster kein Problem mehr. Vor allem mit dem Austausch der Dachfenster können Sie größere Effekte erzielen: Korrigieren Sie die Position für einen besseren Ausblick oder vergrößern Sie das Fenster nach unten.


Schallschutz (Icon)Verbesserter Schallschutz

Moderne Schallschutzfenster reduzieren den Schall um bis zu 50 Dezibel. Eine Orientierung bieten die Schallschutzklassen 1–7. Für den normalen Hausgebrauch wird die Schallschutzklasse 4 empfohlen (40–44 Dezibel). Die Wahl der Schallschutzklasse ist jedoch auch abhängig von den Lärmbelastungen im jeweiligen Wohngebiet.


Sonnenschirm (Icon)Verbesserter Sonnenschutz

Kaum sichtbare UV-Folien regulieren effektiv die Sonneneinstrahlung. Mit Sonnenschutz-Zubehör wie Rollläden oder Markisen unterstützen Sie den Effekt, und das auch bei geöffnetem Fenster.


Wie viel kostet ein Austausch der Fenster?

Beauftragen Sie einen Fachmann mit dem Einbau Ihrer Fenster, setzt sich die Rechnung aus den folgenden Posten zusammen:

LKW / Transporter IconAnfahrtskosten

Ab einer Entfernung von 50 Kilometern erheben die meisten Handwerksbetriebe Anfahrtskosten.


Mauer/Material (Icon)Materialkosten

Neben dem Fenster kommen auch mit dem Einbau verbundene Materialkosten auf Sie zu, z. B. Montageschaum, Klebebänder oder Schrauben.


Arbeitskosten

Ein weiterer Posten auf der Rechnung sind die Arbeitskosten für die Handwerker, was etwa ein Drittel der Gesamtkosten ausmacht. In der Regel sind zwei Handwerker für den fachgerechten Einbau eines Fensters nötig. Diese kosten jeweils zwischen 40 und 60 Euro pro Stunde. Die Kosten variieren zwischen ländlichen und städtischen Gebieten und sind in Ballungsgebieten in der Regel höher.

Montage nach RAL-Standard

RAL Fenstermontage (Icon)Die Montage nach RAL-Standard liegt vor, wenn der Einbau nach gültigem Stand der Technik erfolgt. Das bedeutet, die Fenster werden absolut luftdicht und wärmeundurchlässig verbaut. Beachten Sie also bei der Wahl des Fensterfachmanns, ob er über dieses Gütesiegel verfügt. Manchmal erfolgt die Montage nach RAL als Zusatzleistung mit ca. 13 Euro pro laufendem Meter Fensterfuge.

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Beispielrechnung

Je nach Fensterart kann die Einbauzeit variieren. Sie beträgt in der Regel zwei bis vier Stunden. Als Faustregel können Sie 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten Ihrer neuen Fenster als Einbaukosten berechnen. Für ein komplettes Einfamilienhaus sieht die Rechnung folgendermaßen aus:

Fensterart Fensterpreis Einbaukosten
2 Wohnzimmerfenster, Doppelflügel, Zweifachverglasung, 1.800 x 2.100 mm 1.800 € 180 €
1 Schlafzimmerfenster, einflügelig, 900 x 1.400 mm 325 € 135 €
1 Schlafzimmerfenster, einflügelig, 900 x 1.400 mm 485 € 135 €
2 Kinderzimmerfenster, einflügelig, 800 x 1.200 mm 650 € 180 €
1 Badfenster mit Strukturglas, einflügelig, 800 x 600 mm 400 € 90 €
1 Gäste-WC Fenster mit Strukturglas, einflügelig, 500 x 700 mm 265 € 90 €
Gesamt 3.925 € 810 €

Förderprogramme für neue Fenster

Neue Fenster und sogar der Einbau durch Handwerker können mit finanziellen Anreizen verbunden sein. Folgende Fördermöglichkeiten und Steuervorteile gibt es aktuell:

Förderung Geldmünzen Icon
  1. Handwerkerleistungen von der Steuer absetzbar
  2. KfW-Förderung „Energieeffizient Sanieren“
  3. KfW-Förderung „Energieeffizient Bauen“
  4. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

1. Steuervorteile: Handwerkerleistungen absetzen

Sie können 20 Prozent der Kosten für die Handwerker steuerlich geltend machen, wenn Sie renovieren, erhalten oder modernisieren. Der Höchstbetrag, der von der Einkommenssteuer abgezogen werden kann, beträgt 1.200 Euro jährlich. Das sind Handwerkerrechnungen von insgesamt 6.000 Euro, die Sie jedes Jahr einreichen können. Wichtig ist, dass eine ordentliche Rechnung mit der Aufführung aller Posten gestellt wird – Überweisungsscheine gelten nicht. Die Materialkosten können jedoch nicht abgesetzt werden.

2. Fensteraustausch: KfW-Programm (152) „Energieeffizient Sanieren“

Findet der Fensteraustausch mit dem Ziel statt, die Energieeffizienz des Gebäudes zu erhöhen, können Sie das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch nehmen. Bedingung: Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Gebäude muss vor dem 1. Januar 1995 gestellt worden sein. Die Gesamtfördersumme beläuft sich auf höchstens 50.000 Euro pro Wohneinheit. Der Jahreszins beträgt 1,0 Prozent.

3. Fensterneueinbau: KfW-Programm (153) „Energieeffizient Bauen“

Werden die Fenster im Rahmen eines Neubaus eingesetzt, könnte dieses Programm der KfW-Bank interessant sein. Erreichen Sie beim Neubau ein förderwürdiges Energieniveau, stellt Ihnen die Staatsbank einen zinsgünstigen Kredit von maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit zur Verfügung. Voraussetzung ist u. a., dass Sie einen Energieberater hinzuziehen. Bei der Erreichung eines besonders niedrigen Energieniveaus wird Ihnen ein Teil Ihres Kredits erlassen.

4. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Energieberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle übernimmt zwar keine Kosten für den Fenstereinbau, dafür finanziert es eine Energieberatung. Sind Sie sich nicht sicher, welche Sanierungsmaßnahme für effektiveren Wärmeschutz Sie wählen sollen, hilft Ihnen ein unabhängiger Fachmann für Energieberatung.

 

Fenstermontage im Alleingang?

Natürlich ist es möglich, Fenster selbst einzubauen. Allgemein wird jedoch davon abgeraten, wenn keine entsprechenden Erfahrungen vorliegen. Bei der Montage sind relativ viele Dinge zu beachten, die eine optimale Abdichtung der Fugen und somit die volle Funktionstüchtigkeit des Fensters gewährleisten. Gerade, wenn Sie sich neue Fenster gegönnt haben, um etwas für Ihre Energieeffizienz zu tun, am Ende aber durch einen unprofessionellen Einbau erneut mit Kältebrücken zu kämpfen haben, wären die Anstrengungen vergebens gewesen. Was folgt, sind hohe Ausbesserungskosten. Außerdem bestehen bei der Montage durch einen Fachmann Gewährleistungsansprüche und die alten Fenster werden entsorgt.

Video: Montage-Anleitung

Wer sich die Arbeit dennoch zutraut und dadurch Geld für den Einbau sparen möchte, kann auf den Webseiten verschiedener Baumärkte bebilderte Anleitungen abrufen oder auch Video-Tutorials heranziehen. Sehen Sie sich zum Beispiel die folgende Einbauanleitung an:

Den richtigen Anbieter finden

Wollen Sie Ihre alten Fenster gegen neue austauschen? Lassen Sie sich, bevor Sie einen Auftrag vergeben, Angebote von unterschiedlichen Fensteranbietern unterbreiten. Vergleichen spart bares Geld! Der Service von Käuferportal besteht darin, Ihnen bis zu drei Angebote verschiedener Fensterfirmen aus Ihrer Region zu vermitteln. Entscheidend dabei ist: Am Ende bestimmen Sie, wer Ihnen die neuen Fenster liefert und einbaut.

Videoquelle:
© Fenster Wolf | Youtube.com

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© kange_one | Fotolia
© Mopic | Fotolia
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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