Aufzug

Hoch hinaus ganz ohne Anstrengung

Der Personenaufzug

Personenaufzüge erleichtern tagtäglich den Alltag unzähliger Menschen. Nahezu alle mehrstöckigen öffentlichen Gebäude sind heutzutage mit einem Personenaufzug ausgestattet und auch in Mehrfamilienhäusern gehört ein Lift zum Standard. Käuferportal informiert Sie über die Planung, stellt Preisbeispiele auf und gibt einen Überblick zu Förderungsmöglichkeiten.

Aufzüge: Praktische Helfer im Alltag

Aufzüge, auch Personenlifter oder Personenfahrstuhl genannt, sind sichere und praktische Alltagshelfer. Sie steigern nicht nur den Wohnkomfort, sondern ermöglichen auch barrierefreies Wohnen für ältere und gehbehinderte Menschen.

Auch Kinderwagen und Lasten können mit Personenaufzügen auf unkomplizierte Weise transportiert werden. Darüber hinaus trägt ein Aufzug zur Wertsteigerung Ihrer Immobilie bei. In öffentlichen Gebäuden gehört der Fahrstuhl heute zur Standardausstattung.

Aufzugsplanung

Wer über den Kauf eines Fahrstuhls nachdenkt, sollte genügend Zeit einplanen und vorab einige grundsätzliche Fragen klären:

  • Erkundigen Sie sich bei einem Fachmann, ob für Ihr Bauvorhaben eine Baugenehmigung nötig ist.
  • Erkundigen Sie sich bei einem Einbau in öffentlichen Gebäuden nach behördlichen Auflagen, zum Beispiel für behindertengerechte Zugänge.
  • Grenzen Sie die Benutzergruppe des Aufzuges ein und überlegen Sie in diesem Zusammenhang, für welche Personenzahl der Aufzug ausgelegt sein soll.
  • Überlegen Sie, wie hoch die Fahrtgeschwindigkeit sein sollte, wie viel Platz in der Aufzugskabine benötigt wird und wie hoch der Energieverbrauch des Fahrstuhls sein darf.

Käuferportal unterstützt Sie bei der Planung. Wir vermitteln Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei Anbieter aus Ihrer Nähe, die Sie persönlich beraten.

Personenaufzüge

Der Personenlifter ist die komfortabelste und häufigste, jedoch auch teuerste Aufzugsart, um Höhenbarrieren in Gebäuden zu überwinden. Der bauliche Aufwand, der Preis und die Funktionen unterscheiden sich je nach Modell.

Technische Daten

Senkrechtaufzug TechnikDer Personenaufzug wird auch Fahrstuhl, Lift oder Aufzugsanlage genannt. Damit eine Anlage von Amts wegen als Aufzug definiert wird, muss sie folgende Charakteristika aufweisen:

  • Förderhöhe von mindestens 180 cm
  • zumindest eine teilweise geführte Aufzugskabine
  • fest installierte Zugangsstellen

In Aufzügen werden Personen oder Lasten in einer beweglichen Kabine, dem sogenannten Fahrkorb, oder auf einer Plattform in vertikaler oder schräger Richtung zwischen zwei oder mehreren Ebenen transportiert.

Quelle: Nullbarriere.de / Käuferportal

 

  Tragkraft

Aufzüge sind mit verschiedenen Tragfähigkeiten ausgestattet. Bei der Berechnung der zugelassenen Personenanzahl geht man von 75 kg pro Person aus. Ein Aufzug mit einer Tragkraft von 600 kg kann also acht Personen befördern.

Aufzugsschacht

Klassische Aufzüge werden in Mauer- oder Betonschächten montiert. Diese werden auf der Baustelle errichtet. Manche Hersteller vertreiben auch selbsttragende Schachtgerüste aus Aluminium. Aufzugsschächte können sowohl im Haus als auch außerhalb angebracht werden. Es stehen vielfältige Verkleidungsmaterialien (z. B. Glas, pulverbeschichtete Aluminiumbleche, Granitplatten) zur Verfügung.

Maschinenraum

Aufzug Maschinenraum
Aufzug ohne Maschinenraum

Normalerweise benötigt ein Aufzug neben einem Schacht auch einen Maschinenraum. Der Maschinenraum befindet sich über oder unter dem Aufzugsschacht. Bei einigen Modellen befindet sich der Antrieb direkt an der Kabine. Ein Maschinenraum wird hierbei nicht benötigt.

Bei Modellen, die hydraulisch funktionieren, kann der Maschinenraum bis zu 15 Meter vom eigentlichen Schacht entfernt sein.

Quelle: Edilportale.com / Käuferportal

 

  Keinen Platz für einen Schacht und Maschinenraum?

Es stehen auch platzsparende schacht- und maschinenraumlose Modelle zur Verfügung. Modelle ohne Beton- oder Mauerschacht werden in einer Glas-Stahl-Konstruktion oder an einer zentralen Mittelschiene installiert.

Aufzugsmaße

AufzugsmaßeAufzüge sind in vielen verschiedenen Maßen erhältlich. Bei Modellen mit Schacht beträgt die Schachtgrubentiefe (d. h. die Länge des Schachtes) durchschnittlich zwischen 1.000 und 1.500 Millimeter.

Die Schachtbreite ist variabel und hängt u. a. von der Größe der Kabine ab. Schachtlose Modelle benötigen weniger Raum. Ausschlaggebend ist auch hier die gewünschte Größe des Fahrkorbes.

Quelle: Pfnuer.com / Käuferportal

 

  Fahrstuhl an der Außenfassade

Moderne Aufzugsanlagen kommen mit sehr wenig Platz aus und können deshalb in fast jedem Treppenhaus installiert werden. Falls dieses jedoch zu eng sein sollte, bietet sich die Montage an der Außenwand des Hauses an.

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Antriebsart: mechanisch oder hydraulisch

Aufzüge können hydraulisch oder mechanisch angetrieben werden. Mechanische Aufzüge (auch Seilaufzüge genannt) hängen an mehreren Trageseilen und werden durch ein Gewinde bewegt. Bei hydraulischen Aufzügen hingegen wird die Aufzugskabine auf einem oder mehreren hydraulisch angetriebenen Kolben installiert. Diese drücken die Kabine nach oben oder senken sie herab. Bei indirekt hydraulischen Aufzügen wird die Kraft über Rollen und Seile übertragen. Die „Heber“ können an verschiedenen Positionen im Schacht angebracht werden. Hydraulische Aufzüge eignen sich eher für die Überbrückung geringerer Höhen (bis 25 Meter).

Hydraulisch angetriebene Aufzüge

Hydraulikaufzüge

Quelle: Mic.hit-karlsruhe.de / Käuferportal

Sicherheit & Vorschriften

Personenaufzüge gelten im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung als überwachungsbedürftige Anlagen. Aus diesem Grund müssen bestimmte Sicherheitsstandards und Wartungsrhythmen eingehalten werden. Prüfungen der Anlage werden von zugelassenen Überwachungsstellen (z. B. TÜV, DEKRA, GTÜ), bei Inbetriebnahme und dann wiederkehrend alle zwei Jahre, durchgeführt. Auch „Zwischenprüfungen“ und die regelmäßige Beobachtung des Aufzugs durch den Betreiber sind vorgeschrieben.

Folgende Sicherheitselemente müssen in jedem Aufzug vorhanden sein:

Paragraph Symbol

  • Verriegelungseinrichtungen der Fahrschachttüren
  • Fangvorrichtung
  • Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Puffer
  • Elektrische Sicherheitsschaltungen
  • Notruf-/Gegensprechanlage

Besondere Funktionen und Ausstattungen

Beim Kauf des Aufzugs sollten Sie darauf achten, dass dessen Funktionen auf die Bedürfnisse der Benutzer abgestimmt sind.

Gebehinderung Symbol

Ältere und gehbehinderte Menschen

  • unkomplizierte Bedienung
  • Option zur Verlängerung der Türöffnungszeiten
  • Haltegenauigkeit, sodass keine Stolperstufen entstehen
  • automatische Schiebetüren mit Lichtgitter, sodass Personen nicht eingeklemmt werden können

Die behindertengerechte Ausführung von Aufzügen ist in der Norm DIN EN 81-70 geregelt.

Rollstuhlfahrer Symbol

Rollstuhlfahrer

  • Tragkraft von mindestens 630 kg
  • Türbreite von mindestens 90 cm
  • Fahrkorbbreite von mindestens 110 cm
  • Fahrkorbtiefe von mindestens 140 cm
  • Fahrkorb- und Schachttüren sollten als waagerecht bewegte, automatische Schiebetüren ausgeführt sein
  • Haltegenauigkeit muss sichergestellt werden, sodass keine Stufe entsteht
  • Option zur Verlängerung der Türöffnungszeiten
  • automatische Schiebetüren mit Lichtgittern sollten verbaut sein, sodass Personen nicht eingeklemmt werden können

Aufzüge gemäß der Norm DIN 18040-2-Typ 2 sind rollstuhlfahrergerecht.

Familie, Lastentransporte Servicearbeiten Symbol

Familien, Lastentransporte und Servicearbeiten

Denken Sie auch an Familien, Lastentransporte und eventuelle Wartungsarbeiten. Der Aufzug sollte groß genug für einen Kinderwagen und zwei Begleitpersonen sein. Reinigungs- und Wartungspersonal benötigt ausreichend breite Aufzugstüren, Haltegenauigkeit und eine Vorzugsfahrtoption.

Weitere Aufzugsmodelle

Die Erschließung von Höhenunterschieden kann auch mit speziell auf behinderte Menschen ausgerichteten Aufzugsanlagen erreicht werden.

Senkrechtaufzug

BehindertenliftEin Senkrechtaufzug ist ein Personenaufzug speziell für behinderte Menschen. Der Aufzug kann mit oder ohne Aufzugsschacht installiert werden. Schachtlose Modelle eignen sich besonders gut für private Wohnhäuser, da sie wenig Platz und außer einer Deckenaussparung keine baulichen Maßnahmen benötigen. Bei Modellen mit Schacht können bis zu 20 Höhenmeter überbrückt werden. Einige Modelle bieten Zugänge von allen vier Schachtseiten. Senkrechtaufzüge müssen nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG errichtet und betrieben werden.

Vorteile des Senkrechtaufzugs im Vergleich zu Personenaufzügen:

  • geringere Anschaffungskosten
  • umfangreiche Umbauarbeiten sind meist nicht erforderlich
  • niedrigere Gesamtkosten für Betrieb und Wartung
  • innen und außen einsetzbar

Hebebühne

Hublift Die Hebebühne (auch Hublift genannt) befördert Personen in senkrechter Fahrtrichtung auf einer Plattform. Sie kann bis zu drei Meter Höhenunterschied überbrücken und hat je nach Modell bis zu 400 Kilogramm Tragkraft. Eine Hebebühne ist eine platzsparende Lösung, da die Auffahrrampen meist ein- und ausklappbar sind. Zum Einbau wird jedoch mindestens eine Fläche von 90 x 120 Zentimetern benötigt. Für den Einbau einer Hebebühne gilt die Norm DIN EN 81-41.

Einen Personenaufzug kaufen

Die Preise für Personenaufzüge variieren je nach technischen Daten, Größe, Marke und Umbausituation. Die Preisbeispiele sind deshalb als ungefähre Größenordnungen zu betrachten, die Ihnen beim Aufzugskauf als Anhaltspunkte dienen können.

Preisbeispiel für einen Personenaufzug
+ massiver Schacht
+ Aufzug mit Seilanlage
+ für 5 Personen zugelassen (ca. 400 kg Tragfähigkeit)
+ 7 Haltestellen, bis zu 15 m Förderhöhe
+ inklusive Planung, Material und Arbeitszeit
ab 45.000 €

 

Preisbeispiele für Senkrechtaufzüge & Hebebühnen
Senkrechtaufzug: 300–450 kg Förderkraft, über 2 Etagen, bauseitiger Schacht ca. 20.000 €
Senkrechtaufzug: 300–450 kg Förderkraft, über 3 Etagen, mit Schachtgerüst ca. 35.000 €
Senkrechtaufzug: 300–450 kg Förderkraft, über 5 Etagen, mit Schachtgerüst ca. 55.000 €
Hebebühne: Förderhöhe zwischen 17 und 100 cm ca. 8.000 €
Hebebühne: Förderhöhe bis zu 300 cm ca. 14.000 €

 

Den konkreten Preis für Ihren Aufzug können Sie am besten anhand persönlicher Angebote ermitteln. Dabei unterstützt Sie Käuferportal: Wir vermitteln Ihnen unverbindlich und kostenlos bis zu drei Anbieter aus Ihrer Nähe.

Kosten für Betrieb und Wartung

Neben den Kosten für die Anschaffung sollten Sie auch die Aufwendungen für Betrieb und Wartung bedenken.

  • Die Wartung eines Personenaufzugs kostet im Jahr ca. 800 Euro. Der Service wird von fast allen Herstellern und unabhängigen Aufzugsfirmen angeboten.
  • Der Stromverbrauch eines Aufzugs für 6 Personen, über 3 Etagen mit 4 Fahrten pro Tag beträgt ca. 8.700 Kilowattstunden jährlich. Ein Großteil dieser Kosten entsteht im Stand-by-Modus. In Bürogebäuden sollte der Fahrstuhlbetrieb deshalb nachts eingestellt werden.

  Laufende Kosten auf die Mieter umlegen

Als Vermieter steht es Ihnen zu, einen Teil der Kosten auf Ihre Mieter umzulegen, z. B. die Kosten für Wartung, Energieverbrauch, Reinigung und Notruf. Die entsprechenden Komplett- und Vollverträge müssen in der Betriebskostenabrechnung angegeben werden.

Staatliche Förderung beim Aufzug

Der Einbau von Aufzügen wird vom Staat gefördert.

  • KfW-Bank: Die KfW-Bank unterstützt gemäß dem Förderprogramm „Altersgerechtes Umbauen“ mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten.
  • Pflegeversicherung: Falls eine Person im Haus oder Haushalt offiziell als pflegebedürftig gilt, können finanzielle Zuschüsse bei der Pflegeversicherung beantragt werden. Die Förderung „zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen“ beträgt maximal 4.000 Euro.

Weitere Zuschüsse können bei Landratsämtern oder Gemeinden beantragt werden. Jegliche Anträge auf Förderungen müssen vor Beginn der Bauarbeiten erfolgen.

Anbieter

Es gibt eine große Auswahl an erfahrenen Aufzugfirmen. Um den passenden Anbieter für Ihre Bedürfnisse zu finden, nutzen Sie den Service von Käuferportal: Wir vermitteln Ihnen kostenlos und unverbindlich genau auf Sie zugeschnittene Angebote von drei Herstellern aus Ihrer Nähe.

Bildquelle:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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